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Am 26.09. wurden die Bildhauerateliers nach der Generalsanierung durch die BIG feierlich eröffnet.
27.9.2011

 
Peter Ortner, Peter Seitz, Wolfgang Gleissner, Anna Steiger, Karl Lehner, Stephan Schmidt-Wulffen
 

Die Akademie der bildenden Künste Wien ist seit jeher eng mit dem Gebäude Schillerplatz 3 verbunden - "die Akademie am Schillerplatz". Zu dieser Universität und Kunstinstitution gehört aber auch seit Beginn des 20. Jahrhunderts ein Baujuwel im Prater, die Bildhauerschule in der Böcklinstraße; diese in einer Umgebung, wie man es sich zur Entfaltung der künstlerischen Kreativität besser nicht wünschen kann.

Holzwerkstatt   Holzwerkstatt
Foto: © Gisela Erlacher
 

Bruno Gironcoli hat hier jahrelang gearbeitet und gelebt, legendär geworden sind - neben seinen Kunstwerken, die dort entstanden sind - seine selbst eingekochten Marmeladen aus Früchten der Bildhauerschule aus dem hauseigenen Garten.

  Foto: © Gisela Erlacher  

Mit der Generalsanierung, ein Projekt der BIG und der Akademie, das seit 2004 betrieben wird, ist es gelungen, die einzigartige Atmosphäre dieses Gebäudes zu erhalten und dennoch architektonische Umbauten und Verbesserungen vorzunehmen. Werkstätten wurden einem zeitgemäßen Niveau angepasst, die Ateliers inklusive ihrer bis zu 7 m hohen, geradezu "riesenhaften" Fenster, konnten innerhalb der engen Grenzen des Denkmalschutzes beispielhaft saniert werden.

Atelier   Steinsaal
Foto: © Gisela Erlacher
 

Und im Garten der Bildhauerschule, in dem noch immer längst vergessene Skulpturen ehemaliger Studierender und Lehrender stehen, kann nun wieder gearbeitet (und gefeiert) werden. Unser Dank gilt allen an dieser nicht immer einfachen Sanierung Beteiligten: den Mitarbeiter_innen der BIG und des Architekturbüros Ortner und Stolz, sowie den fast immer geduldigen Mitarbeiter_innen und Studierenden der Akademie.

Vizerektorin Mag. Anna Steiger

Metallwerkstatt   Mettallwerkstatt
Foto: © Gisela Erlacher
 

Das von Architekt Ohmann, einem Zeitgenossen Otto Wagners, als 'Bildhauerschule' geplante Gebäude wurde seit seiner Errichtung
im Inneren keiner wesentlichen Sanierung unterzogen.

Dach und Fassade wurden in den vergangenen Jahren instand gesetzt.
Die daher erforderlich gewordene Generalsanierung umfasste folgende Maßnahmen:

  • Funktionssanierung aufgrund geänderter Nutzungsanforderungen
  • Anhebung der Gebäudeausstattung auf einen zeitgemäßen und dem Zweck entsprechenden Standard
  • Einbau von Brandschutzmaßnahmen gemäß den Vorschriften, Brandrauchentlüftungen in den Stiegenhäusern,
  • Bildung von Brandabschnitten mittels entsprechender Brandschutzportale und -konstruktionen
  • Ausstattung für Personen mit besonderen Bedürfnissen durch Einbau von Rampen, 2 Aufzügen, schwellenlosen Übergängen und entsprechenden Sanitäranlagen
  • Instandsetzung der Außenanlagen
Aussen   Foto: © Gisela Erlacher  

Sämtliche Maßnahmen wurden mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt, erforderliche neue Elemente wurden formal großteils an den Bestand angepasst. Die Generalsanierung wurde stets in Abstimmung mit dem Nutzer in 3 Bauabschnitte während des laufenden Betriebes durchgeführt.