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7.5.2014

Maria Lassnig, eine der bedeutendsten und innovativsten Malerinnen der Gegenwartskunst, ist gestern in Wien im Alter von 94 Jahren verstorben.

 

Maria Lassnig © Sepp Dreissinger

 

Nach surrealistischen Anfängen kommt ihr eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Informel Anfang der 50er Jahre in Österreich zu. Bedeutend sind auch ihre Animationsfilme sowie ihr grafisches Werk. Zentrales Thema sind Körperbewusstsein und Körpererfahrung, ihre body awareness-Bilder sind Selbstdarstellungen, in denen sie die Innensicht ihres Körpers phänomenologisch zu verbildlichen versucht. 1980 nahm sie an der Biennale in Venedig teil. 1982 und 1997 wurden ihre Arbeiten bei der Documenta in Kassel gezeigt. 2004 erhielt sie u.a. für ihren "außergewöhnlichen Beitrag zur zeitgenössischen Malerei" den Max-Beckmann-Preis der Stadt
 Frankfurt und 2005 das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft uns Kunst. 2013 wurde sie für ihr Lebenswerk auf der Biennale von Venedig mit dem Goldenden Löwen ausgezeichnet.

Maria Lassnig studierte von 1941- 1944 an der Meisterschule für Malerei bei Wilhelm Dachauer und Ferdinand Andri. Im Jänner 1945 schloss sie ihr Studium mit Diplom ab. Von 1954-1958 inskribierte sie des weiteren Fresko-Malerei bei A.P. Gütersloh.

Im Jahr 2010 wurde Maria Lassnig die Ehrenmitgliedschaft der Akademie der bildenden Künste Wien für ihre großen Verdienste und ihre Bedeutung für die zeitgenössische Kunst verliehen.