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Wien, 1.Oktober 2019

 

v.l.n.r.: Ingeborg Erhart, Celestine Kubelka, Johan Frederik Hartle, Foto © Viktor Brázdil

 

Mit dem Wintersemester beginnt das neue Rektorat der Akademie der bildenden Künste Wien unter Leitung von Johan Frederik Hartle offiziell seine Arbeit. Ergänzt wird der Kunstwissenschaftler durch die profilierte Kuratorin, Kunsthistorikerin und frühere Leiterin der Tiroler Künstler*schaft, Ingeborg Erhart, und die erfahrene Kulturmanagerin Celestine Kubelka, die über viele Jahre als Produktionsleiterin der Wiener Festwochen tätig war. In den kommenden Monaten werden, wie das neue Rektorat wissen lässt, vor allem die Vertiefung des internen Dialogs und die verstärkte Einbeziehung der vorhandenen Kompetenzen sowie die Schärfung des wissenschaftlichen Profils der Akademie im Vordergrund stehen. Insbesondere im Bereich der Gleichheits- und Diversitätspolitik weiß sich das neue Rektorat dabei durchaus der Arbeit seiner Vorgängerinnen verpflichtet.

Neben dem Fokus auf Forschung und Internationalisierung wird sich der Rektor selbst auf die Profilierung des Verhältnisses von Kunst und Öffentlichkeit konzentrieren. Ingeborg Erhart wird das Vizerektorat für Kunst und Lehre übernehmen, im Bereich des Ausstellungswesens neue Wege beschreiten und die Förderung sowohl der Studierenden als auch der Alumni auf ihrer Agenda haben. Celestine Kubelka wird außer den Ressorts Finanzen und Personal federführend darüber hinaus die logistischen Herausforderungen der Generalsanierung, Raumangelegenheiten und Übersiedlung,  betreuen. Insbesondere die Schaffung neuer Räume und die jeweilige Neupositionierung der Akademie im öffentlichen Raum werden das neue Rektorat zentral begleiten und die drei Perspektiven auch immer wieder zusammenführen.

1 Johan Frederik Hartle, Foto © Victor Brazdil 

Johan Frederik Hartle, geboren 1976, promovierte in Münster/Westfalen. Er war kommissarischer Rektor und Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Nach der Promotion führten ihn Forschungsstipendien nach Jerusalem und Rom, bevor er zum Assistenzprofessor für Kunst- und Kulturphilosophie an der Universität Amsterdam wurde. Hartle ist außerordentlicher Professor für Ästhetik an der China Academy of Art in Hangzhou und ist assoziiertes Mitglied am Institute for the Humanities der Simon Fraser University, Vancouver, Kanada. Seine Veröffentlichungen beschäftigen sich mit Positionen der zeitgenössischen Kunst, institutionellen Kunsttheorien, politischer Ästhetik und der Tradition des Roten Wien. Die Bereiche Forschung, Wissenschaft und Internationales fallen in seine Ressortzuständigkeit.

1 Ingeborg Erhart, Foto © Victor Brazdil 

Mag. Dr. Ingeborg Erhart, geboren 1971 in Innsbruck, studierte Kunstgeschichte in Innsbruck und Wien und dissertierte zum Thema Vanishing Voids. Motive des Verschwindens in der zeitgenössischen Kunst; war seit 2001 künstlerische Leiterin und Co-Geschäftsleiterin der Tiroler Künstler*schaft, der Vereinigung bildender Künstlerinnen und Künstler, hat in den achtzehn Jahren ihrer Tätigkeit annähernd 150 Ausstellungsprojekte realisiert und als Kuratorin und Autorin begleitet; seit 2004 Beirats- Jurytätigkeiten: Mitglied des Kulturbeirats Tirol für zeitgenössische Kunst und Architektur, bis 2006; Jurorin für Förderungsankäufe, Bundeskanzleramt, Bereich Kunst in Tirol, bis 2006, Jurorin für Förderungsankäufe, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Westösterreich, bis 2010. 2013 bis 2019 externe Lehrbeauftragte am Institut für Architekturtheorie, Universität Innsbruck, zuletzt für Kuratorische Praktiken, WS 2018/19. Ingeborg Erhart betreute seit 2008 Kunst im öffentlichen Raum Tirol und ist Vorstandsmitglied der Kunst- und Architekturschule bilding in Innsbruck.

1 Celestine Kubelka, Foto © Victor Brazdil 

Celestine Kubelka, geboren 1961 in Wien, studierte Publizistik und Philosophie an der Universität Wien, war in der Marktforschung und in der Personalberatung tätig und kaufmännische Angestellte der Galerie Heike Curtze, bevor sie in den Jahren 1992 bis 2010 als selbstständige Kulturmanagerin Kunst- und Kulturprojekte im In- und Ausland leitete, u.a. in Zusammenarbeit mit Zürcher Theaterspektakel, Steirischer Herbst, Schauspiel Frankfurt, Kunsthalle Wien, und das Management der Mozartband verantwortete. Unterrichtstätigkeit am WUK in Wien, Lehrgang für Veranstaltungsorganisation und -technik (2000), und im Rahmen The Festival Academy, Lehrgang für Festival Production Management, Antwerpen, Belgien (1/2018). Vortragstätigkeiten, zuletzt bei World Heritage Congress, Cuenca, Spanien (11/2018). Seit 1994 war Celestine Kubelka Produktionsleiterin bei den Wiener Festwochen und hatte die kaufmännische und organisatorische Projektleitung mit jeweils vollumfänglicher Personal- und Budgetverantwortung.


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