An der Akademie der bildenden Künste Wien wird das Peer-Review für Institute bzw. Studienrichtungen genutzt. Ein Peer-Review ist eine Form der Evaluation. Unter Peers werden externe, unabhängige Personen verstanden, die über fach- und/oder organisationsspezifische Kenntnisse und Expertise verfügen. Sie bringen ein präzises Verständnis für die Rahmenbedingungen des Fachgebiets und Erfahrung in diesem Bereich mit. Das Institut führt in einem ersten Schritt eine Selbstevaluation durch, woraufhin ein Selbstbericht erstellt wird. In einem zweiten Schritt treten eingeladene Expert_innen des entsprechenden Fachs (Peers) bei einem Vor-Ort-Besuch mit den Lehrenden und Studierenden in Dialog. Die Gespräche bilden gemeinsam mit dem Selbstbericht des Instituts die Basis für den Peer-Bericht. Daran anschließend werden Verbesserungsmaßnahmen geplant und umgesetzt.

Das Peer-Review verfolgt mehrere Ziele, die einander in ihrer Perspektivenvielfalt ergänzen: Auf der einen Seite fördert die Erstellung des Selbstevaluationsberichts die institutsinterne Kommunikation, Selbstreflexion und Bewusstmachung. Auf der anderen Seite stellen die dialogische Methode und das gezielte Fragen in den Vor-Ort-Gesprächen der Peers ein hilfreiches Instrument dar, um auch durch die Außensicht Entwicklungs- und Verbesserungspotenziale sowie gute Praxis sichtbar zu machen. Nicht zuletzt trägt der Blick von außen dazu bei, blinde Flecken im Arbeitsalltag und Studienbetrieb aufzuzeigen. Die Methode ermöglicht darüber hinaus, die große Bandbreite der Leistungen der jeweiligen Institute - z. B. Lehre, Entwicklung und Erschließung der Künste, (künstlerische) Forschung, Internationalisierung, Frauenförderung, Antidiskriminierung - integrativ zu betrachten.

Laufendes Projekt

¬      2015: Peer-Review am Institut für Konservierung und Restaurierung - IKR

Abgeschlossene Projekte

¬      2011/12: Peer-Review am Institut für Kunst und Architektur - IKA

¬      2008/09: Peer-Review am Institut für bildende Kunst - IBK (Pilotprojekt)