Der Fachbereich bietet den Studierenden einen strukturierten Rahmen für eine intensive Auseinandersetzung mit Fragen zeitgenössischer Kunstproduktion. Ausgehend von der Idee und Geschichte der gegenständlichen Malerei als ehemaliges "Leitmedium" der Moderne werden formale, methodische und theoretische Vorgehensweisen im Sinne eines erweiterten Kunstbegriffes diskutiert. Ziel der Auseinandersetzung ist die Entwicklung einer eigenständigen künstlerischen Position. In gemeinsamen Werkbesprechungen, Ausstellungsdiskussionen und Textlektüren werden verschiedene Kriterien analysiert, die entscheidend mit künstlerisch konzeptuellen Herangehensweisen verbunden sind und die Logik der Bildfindung betreffen. Die Klasse wurde in den letzten Jahren von Amelie von Wulffen, Birgit Megerle und Silke Otto-Knapp geleitet. Aktuell steht ihr Henning Bohl vor.

1Rundgang 2014, Foto © Christoph Rodler

Henning Bohl präsentiert seine Arbeiten meist in installativen Zusammenhängen, die den_die Betrachter_in und seine Bewegung im Raum miteinbeziehen. "Seine Skulpturen, Bilder und Installationen sind stets auch Gesten des Ausstellens, also Visualisierungen ihrer strukturellen Kontextualität. Wenn Bohl etwa Parameter des Malerischen in Papier- oder Objektcollagen paraphrasiert, wenn er Skulpturen wie Prop Pieces aus disparaten Oberflächen und Objekten collagiert, dann macht er im gleichen Zug auch den inszenatorischen Impuls zum künstlerischen Material." (Jens Asthoff)

2Rundgang 2014, Foto © Christoph Rodler