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"The term 'research' is inextricably linked to European imperialism and colonialism. The word itself, 'research', is probably one of the dirtiest words in the indigenous world's vocabulary." (Linda Tuhiwai Smith)

1   Pauline Boudry / Renate Lorenz, Toxic, film installation, 2012  

Ich verstehe künstlerische Forschung als eine reflektierte ästhetische Praxis, die vor allem die Grenzen des Forschens aufsucht. Sie ist experimentell, sucht nach Alternativen zu einer dichotomen Ordnung - wie Theorie/Praxis, Wissenschaft/Kunst, Kunst/Politik, oder Subjektivität/Objektivität - und fordert Hierarchien und Auslassungen im Feld des Wissens heraus. Im Studiengang PhD in Practice ist uns wichtig, adäquate künstlerische Formen und Formate für eine solche Befragung der Grenzen zu entwickeln und wieder zu entdecken. Entsprechend betreiben wir eine Archäologie der künstlerisch-forschenden Praxen der Vergangenheit, die im Dialog mit Aktivismus, Sub- und Popkultur entstanden sind.Theorien und Methodologien, wie sie unter anderem im Kontext feministischer, queerer, postkolonialer, und anderer emanzipatorischer Projekte entwickelt wurden, sind ein weiterer wichtiger Anknüpfungspunkt unseres gemeinsamen Denkens. Künstlerische Forschung wird dann zum Raum sozialer, politischer, kultureller und ökonomischer Aushandlungen ermöglicht, an/mit einer Zukunft zu experimentieren, die noch nicht verwirklicht ist.

2   Shifts in Time, Performing the Chronic, PhD in Practice Event at Mumok Wien, May 2013  

Der Fachbereich Kunst und Forschung ist dem Doktoratsstudiengang PhD in Practice zugeordnet. Als Professorin für Kunst und Forschung betreut Renate Lorenz den Studiengang gemeinsam mit Anette Baldauf, Professorin für Methodologie und Epistemologie, und Moira Hille.