Kunst und Kulturwissenschaften

Künstlerisches Wissen geht über Kanon und Kompetenz hinaus.

Das Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften trägt der Tatsache Rechnung, dass sich die Berufsbilder und -felder der Absolvent_innen von Kunsthochschulen ausdifferenziert und erweitert haben. Nicht nur im akademischen Bereich, sondern auch im Kunst-, Ausstellungs- und Vermittlungswesen und in angrenzenden institutionellen Feldern lässt sich ein steigendes Interesse an den Produktions- und Wissensformen beobachten, die im Bereich moderner und zeitgenössischer Kunst respektive (audio-) visueller Kultur entstehen. Kunst- und kulturwissenschaftliche Lehre und Forschung heißt für uns daher in historischer und gegenwartsbezogener Perspektive: ein im wechselseitig vertiefenden Austausch mit künstlerischer Praxis entwickeltes Studienangebot mit den Schwerpunkten: (1) transkulturelle Ästhetiken mit postkolonialem, queer-feministischem und kapitalismuskritischem Fokus; (2) künstlerisches Wissen, Geschichte und Praxis der Kunst und Kunstkritik; (3) Kunst und Populärkultur, Praxistheorien, soziale Bewegungen und Gegenkulturen. Zu unsrem Studienangebot gehört das reflexive Erarbeiten von methodisch-begrifflichen und operativen Instrumentarien für fächer- und institutsübergreifende Projekte ebenso wie die Konzeption von Kolloquien, Vortragsreihen und Konferenzen im Sinne einer öffentlichskeitsorientierten Vermittlung von Inhalten und Verfahren künstlerischer Produktion und Forschung an einer Akademie.

Das Anliegen des Instituts für Kunst- und Kulturwissenschaften ist es, den Studierenden nicht nur fundierte Kenntnisse des künstlerischen Materials und der relevanten kulturellen Felder in Theorie und Praxis zu vermitteln, sondern auch methodische und analytische Kräfte zu stärken, die der Qualität, d. h. auch der Dynamik und Eleganz der kritischen Reflexion zugute kommen.

Das Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften bietet in jedem Semester die "Ringvorlesung zu theoretischen Ansätzen/Methoden" an und ist maßgeblich für den Master critical studies verantwortlich. Des Weiteren betreut das Institut zusammen mit dem Institut für bildende Kunst den PhD in practice.