Date | 17.12.2009, 7.00 p.m.
Venue | Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

Eine Veranstaltung des Instituts für das künstlerische Lehramt und des Institut für Wissenschaft und Kunst in Kooperation mit dem Ring Österreichischer Bildungswerke und dem Verband Österreichischer Volkshochschulen.
Gastvortrag | Ruth Sonderegger | Univ.-Prof. für Philosophie und ästhetische Theorie
Respondenz | Iver Ohm, Kunstvermittler

Ruth Sonderegger | ästhetische erziehung: geben, nehmen oder müssen?

Ästhetische Erziehung, spielerisches Lernen und Konzepte einer zwischen Sinnlichkeit und Sinn, Aktivität und Passivität angesiedelten Kreativität verzeichnen seit (und mit) Schillers „Briefen über die ästhetische Erziehung des Menschen“ eine wechselvolle Karriere. Die Referentin konfrontiert Schillers Verständnis der ästhetischen Erfahrung mit Rancières — zweihundert Jahre später — an Schiller anknüpfender Theorie des Ästhetischen. Beide sind sich bei aller Unterschiedlichkeit einig im Glauben an das Ästhetische und seine politische Sprengkraft. Der Vortrag fragt danach, ob diese Einschätzung des Ästhetischen im Zeitalter der Kreativindustrie naiv-affirmativ ist oder gar noch immer einen utopischen Stachel birgt.