Das Lehramtsstudium Kontextuelle Gestaltung – Unterrichtsfach Technisches Werken verhandelt das Verhältnis von Menschen und Dingen. Gestaltung wird dabei als eine zweckgebundene Praxis der Entwicklung, Herstellung und Verwendung von Gegenständen, Architekturen und Räumen in einem gesellschaftlichen Zusammenhang verstanden. Ein Leitmotiv des Studiums ist die wechselseitige Bedingtheit von Gestaltung und Kontext. Die Gegenstandswelt und der Umgang mit dieser stehen in einem Wechselspiel mit technologischen, ökonomischen, politischen und sozialen Faktoren; diese verändern Gestaltungsprozesse, und gestaltete Dinge beeinflussen wiederum diese Faktoren. Sich rapide verändernde Produktionsstrukturen, neue Arbeitsverhältnisse, ökologische Herausforderungen und gesellschaftspolitische Veränderungen ordnen nicht nur das Mensch-Ding-Verhältnis ständig neu, sondern auch die Gestaltungsprozesse, die aus diesem Verhältnis resultieren.

Vor diesem Hintergrund verknüpft das Lehramtsstudium Kontextuelle Gestaltung – Unterrichtsfach Technisches Werken entwurfsbedingte und fertigungstechnische Anforderungen von Gestaltungsprozessen mit Analysen, Methoden und Wissen aus dem Bereich der Design- und Architekturtheorie, der Material Cultural Studies, Technikkritik, Globalisierungstheorien, Gendertheorien und der Postcolonial Studies. Eine besondere Relevanz kommt diesen Theorieansätzen an den Schnittstellen von fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen, schulpraktischen und pädagogischen Aspekten des Studiums zu. Didaktische und schulpraktische Aspekte des Studiums werden in enger Anbindung an die gestalterische Ausbildung in den drei fachinhaltlichen Kernbereichen des Studiums (Technik / Produkt | Design / Architektur | Stadt | Raum) vermittelt, um dadurch ein Feld zu eröffnen, das ein Zusammendenken von materiellen mit sozialen Gestaltungsprozessen erlaubt.

Ziel des Studiums Kontextuelle Gestaltung – Unterrichtsfach Technisches Werken ist, dass Absolvent_innen eine gestalterische Praxis entwickeln, die die Basis für kompetente, gesellschaftlich verantwortungsvolle didaktische und vermittelnde Arbeit mit Schüler_innen sowie Individuen und Gruppen in unterschiedlichen sozialen Konstellationen bildet. Absolvent_innen handeln im Wissen um die komplexen Zusammenhänge zwischen Gestaltung und ihren Kontexten und sind in der Lage, sich reflektiert und kritisch mit den institutionellen Bedingungen und Erwartungen des an sie gestellten Bildungsauftrags auseinanderzusetzen. Absolvent_innen sind in der Lage, Kinder und Jugendliche in ihren gestalterischen Prozessen kompetent zu begleiten und deren gesellschaftliche und kulturelle Dimensionen mit ihnen zu erarbeiten und zu besprechen. Absolvent_innen verfügen über differen­zierte Kenntnisse der Methoden und Praxen von Vermittlung der zweckgebundenen Gestaltung und können diese sowohl im institutionellen Bereich als auch darüber hinaus einsetzen und mit unterschied­lichen Menschen in verschiedenen Zusammenhängen gestalterisch produzierend und rezipierend zusammenarbeiten.

person Univ.-Prof. Mag. Martin Beck
T: +43(1)58816-9100
F: +43(1)58816-9199
mail m.beck@akbild.ac.at

person Ao.Univ.-Prof. Mag. Michael Herbst
Sprechstunde: Di 10.00 – 12.00 Uhr, 4. Stock, nach Vereinbarung
T: +43(1)58816-9110
F: +43(1)58816-9199
mail m.herbst@akbild.ac.at

person Mag. Dr. Anna Weiß
Sprechstunde: Mi 10.30 – 11.30 Uhr, nach Vereinbarung
T: +43(1)58816-9113
mail a.weiss@akbild.ac.at