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Die Ausbildung am Institut für das künstlerische Lehramt (IKL) zeichnet sich durch eine Verschränkung von künstlerisch-gestalterischer, vermittelnder und reflexiv-theoretischer Praxis aus. Die am IKL angebotenen Bachelor- und Masterstudien qualifizieren zum Unterricht an höheren Schulen:

das Studium Kunst und Bildung für das Unterrichtsfach Bildnerische Erziehung, das neue Studium Gestaltung im Kontext (Start: WS 2017/18) für das Unterrichtsfach Technisches und Textiles Werken.

Für die auslaufenden Bachelorstudien Kontextuelle Gestaltung (Unterrichtsfach Technisches Werken) und Moden und Styles (Unterrichtsfach Textiles Gestalten) werden keine neuen Studierenden mehr zugelassen.

Das Studienangebot ist darauf ausgerichtet, interdisziplinäre Kompetenzen in den Bereichen der bildenden Künste, der zweckgebundenen Gestaltung, der entsprechenden technologischen und medialen Grundlagen, der kulturwissenschaftlichen Reflexion, sowie der pädagogischen, fachdidaktischen und kunstvermittelnden Theorie und Praxis zu erwerben. Die Ausbildung ist so angelegt, dass sich die Studierenden über die Lehrqualifikation hinausreichende Kompetenzen für Berufe in kunstvermittelnden, kunst- und kulturwissenschaftlichen, gestalterischen sowie künstlerischen Bereichen aneignen können.

Das künstlerische Lehramtsstudium an der Akademie der bildenden Künste Wien ist ein kombinationspflichtiges Bachelor-/ Masterstudium, d.h. es müssen zwei Unterrichtsfächer studiert werden. Das Institut für das künstlerische Lehramt bietet ab WS 2017/18 zwei Unterrichtsfächer an, die kombiniert werden können (interne Kombination). Es ist genauso möglich, ein Unterrichtsfach am IKL zu studieren und das zweite Unterrichtsfach an einer anderen österreichischen Universität zu belegen (externe Kombination).

Zur Zulassung zum künstlerischen Lehramtsstudium an der Akademie der bildenden Künste Wien ist –­ neben einem Reifeprüfungszeugnis oder einem vergleichbaren Nachweis – die erfolgreiche Absolvierung einer Zulassungsprüfung erforderlich. Nähere Information dazu, siehe weiter unten. Infos zu den erforderlichen Deutschkenntnissen

Inhaltliche Ausrichtung der künstlerischen Lehramtsstudien

Die an der Akademie der bildenden Künste Wien angebotenen Lehramtsstudien sind in den Praxisfeldern der zeitgenössischen Kunst, Gestaltung und Vermittlung verankert. Kunst, Gestaltung und Bildung stehen in einer dynamischen Wechselwirkung mit tiefgreifenden strukturellen Veränderungen gegenwärtiger Gesellschaften. Diese Veränderungen reichen von Geschlechterpolitik zu Globalisierungsprozessen, von Migration zu (neuen) Ökonomien, von (neuen) Produktionsverhältnissen zu Professionalisierungsdruck. Um diese Veränderungen in Kunst und Gestaltung zu reflektieren, müssen Kunst und Gestaltung als Praxen verstanden werden, die ständig aufs Neue ausgehandelt werden.

Inhaltliche, methodische und mediale Offenheit ist die Basis, auf der ein solches Verständnis von Kunst und Gestaltung verhandelbar und praktizierbar wird. Künstlerisch-gestalterische, didaktische, fach- und bildungswissenschaftliche sowie forschende Aspekte von Kunst, Design, Moden, Architektur, Technik und den damit verbundenen Bildungsprozessen werden in ihren Widerspruchslagen bearbeitet, wobei Prozess und Produkt als gleichwertige Komponenten eines produzierenden, reflektierenden und vermittelnden Handelns verstanden werden.

Ein wichtiger Baustein der Studien ist die Auseinandersetzung mit kritischen Diskursen und Praxen der Fachdidaktik der zwei Unterrichtsfächer sowie der Kunst- und Kulturvermittlung. Geschichte und Theorie von Kunst, Moden, Design, Architektur und Technik werden auf der Basis von zeitgenössischen Kunst- und Kulturwissenschaften sowie von Gesellschaftstheorien gelehrt. Das Wissen um die historische Gewordenheit von Praxen und Diskursen der Kunst und der Theorie sowie gegenwärtige Entwicklungen in Kunst und Kultur vermitteln die Notwendigkeit, den Veränderungen der Gegenwart im künstlerischen und pädagogischen Handeln Rechnung zu tragen.

In der forschungsgeleiteten Lehre nehmen migrationsgesellschaftliche, intersektionale und gendersensible Ansätze einen besonderen Platz ein. Die jeweilige Situiertheit hinsichtlich sozialer, ethnischer sowie regionaler Herkunft, Geschlecht, Sprache und Generativität aller an künstlerischen Bildungsprozessen Beteiligten findet in die künstlerische und gestalterische Vermittlung sowie in die Bildungsprozesse Eingang. Feedback, Kritik und Motivation sind nicht nur ein Fundament der Lehre in den Studien, sondern auch für jede „Arbeit mit Anderen“. Die Lehramtsstudien sensibilisieren für Differenzen auch durch die Reflexion der je eigenen Bildungsbiografie. Diese Reflexion ist der Ausgangspunkt für eine zukünftige differenzierende Begleitung von künstlerischen und gestalterischen Vermittlungsprozessen in institutionellen und außerinstitutionellen Kontexten. Der die Studien ergänzende bildungswissenschaftlich-pädagogische Teil wird am Institut für das künstlerische Lehramt in einem eigenständigen kunst- und kulturpädagogischen Studienbereich angeboten und umfasst die allgemeinen bildungswissenschaftlichen Grundlagen.

Bachelorstudien auslaufend (Studienplanversion 2015/16)

Die Bachelorstudien Kontextuelle Gestaltung (Unterrichtsfach Technisches Werken) und Moden und Styles (Unterrichtsfach Textiles Gestalten) sind im Auslaufen. Es werden daher für diese Studien keine neuen Studierenden mehr zugelassen.

Aktuell inskribierte BA-Lehramtsstudierende der Studienplanversion 2015/16 sind berechtigt, ihr Studium in dieser Version bis längstens 30. April 2022 abzuschließen.

Zum Übertritt vom Bachelor-Lehramtsstudium Studienplanversion 2015/16 in die Studienplanversion 2017/18 siehe § 12 Übergangsbestimmungen (Studienplanversion 2017/18).

Diplomstudium auslaufend

Die Diplomstudien der künstlerischen Lehramtsfächer sind im Auslaufen. Es werden für das Diplomstudium daher keine neuen Studierenden mehr zugelassen. Diplomlehrveranstaltungen werden zum Großteil als Äquivalente aus dem Lehrveranstaltungsangebot des Bachelor-/Masterstudiums angeboten (Äquivalenzlisten für Diplomstudium).

Externe Kombinierer_innen im Diplom müssen das Studium an beiden Universitäten bis spätestens WS 2019/20 abschließen.
Interne Kombinierer_innen können das Diplomstudium auch noch ein Jahr später, mit WS 2020/21, abschließen.

Zum Übertritt vom Diplomstudium in das Bachelor-Lehramtsstudium Studienplanversion 2017/18 siehe § 12 Übergangsbestimmungen (Studienplanversion 2017/18).


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