Akademie der bildenden Künste Wien
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Eröffnung | 21.01.2014, 19.00 h
Ausstellungsdauer | 22.01.2014 - 31.01.2014
Ort | Künstlerhaus Passagegalerie, Karlsplatz 5, 1010 Wien

Eine Ausstellung von Schüler_innen, Studierenden und Lehrenden des Fachbereichs Kunst und Kommunikation der Akademie der bildenden Künste Wien
Öffnungszeiten: täglich 16.00 - 19.00 h

 

Künstler_innen: Volker Buchgraber, Isabella Bugnits, Daniel Drvenica, Caro Estrada, Andrea Haas, Lena Rosa Händle, Ana Hoffner, Lydia Lechner, Marie Letouzé, Andrea Lumplecker, Tatjana Machaczeck, Florian Mayr, Leo Mayr, Sunanda Mesquita-­Boafo, Jaime Nagl, Carina Papouschek, Elisabeth Pfalzer, Lukas Quast, Martin Schwarzinger, Brigitte Sponer, Victoria Szelig, Sophie te Best, Christoph Urwalek, Simon Vith, Patrick Wiesauer

Im Bildungssektor wird seit einigen Jahren in Arbeitsgruppen unterschiedlicher Bildungsinstitutionen unter der Prämisse
umfassender Kompetenzorientierung der Stellenwert künstlerischer
Handlungsweisen im Rahmen schulischer Vermittlungsprozesse
diskutiert. Dabei ist zu bemerken, dass in diesen Diskussionen
dem Postulat von Kunst und von Kreativität als Wirtschaftsfaktor
und Schlüssel für den internationalen Wettbewerb ein ganz besonderes Augenmerk zukommt.
Die Vorstellung, das Potential künstlerischer Bildungsprozesse im
Rahmen klassischer Kompetenzraster nutzbar zu machen, deren
Ergebnisse sich vor allem in Reproduktions‐ und Transferleistungen
abbilden, erweist sich dabei als doppelter Trugschluss. Denn
die künstlerische Perspektive liegt gerade in der Auseinandersetzung mit dem Prozesshaften, dem vordergründig Nutzlosen, Provozierenden und Unbequemen. Sie dient daher auch nicht einem vom individuellen Leistungsparadigma durchdrungenem Kreativitätsbegriff, sondern der Förderung von gesellschaftlicher Emanzipation und Mitbestimmung und damit der permanenten Befragung und Transformation von Kunst.
Die Ausstellung "Wir Machen Schule, Kunst in Bildungsprozessen"
mit Schüler_innen, Studierenden und Lehrenden des Fachbereichs
Kunst und Kommunikation der Akademie der bildenden Künste Wien
verweist in diesem Zusammenhang auf eine alternative Auseinandersetzung mit künstlerischen Bildungsprozessen, die
das Potential der Differenzerfahrung beim Bilden mit Kunst betont,
und dem Effizienzgedanken von Modellen klassischer
Kompetenzorientierung Reflexivität gegenüber dem Kulturbegriff,
die Fähigkeit zur Kritik und die Aufwertung von Scheitern im
Einsatz einer forschenden Suchbewegung entgegen setzt.
Künstlerisches Handeln erfolgt dabei im Ausloten unterschiedlicher
gesellschaftlicher und kontextueller Perspektiven und der
darin impliziten Sinnzusammenhänge. Sie nützt die Möglichkeiten
der Künste, all diesem jeweils eine Form zu geben und schafft
dadurch ein Bewusstsein über die eigenen Kontexte, die
politischen Verhältnisse und über Möglichkeiten der Künste
zu handeln, zu ermächtigen und zu verändern.
Text: Christoph Urwalek


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