Akademie der bildenden Künste Wien
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Podiumsdiskussion | 20.11.2007, 19.00 h
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Schillerplatz 3, 1010 Wien, Aula

(in englischer Sprache)

 

Branko Andric, Portrait, 1999
Foto: Branko Andric Junior

 

TeilnehmerInnen:
Branko Andric | Künstler, Sohn von Branko Andric
Marina Grzinic | Professorin für Konzeptuelle Kunst, Akademie der bildenden Künste Wien
Andjelija Terzic | Künstlerin und Kunsthistorikerin, Frau von Branko Andric
Andreas Spiegl | Vizerektor für Lehre und Forschung, Akademie der bildenden Künste Wien

Im Zusammenhang der Ausstellung von "Branko Andric" findet eine Podiumsdiskussion statt, die sich unter dem Titel "Im Rahmen der Kunst. Am Rande der Politik" mit den Produktionsbedingungen künstlerischer Praxis auseinandersetzt, die sich am Rande des institutionellen Feldes und Diskurses entwickelt und damit einer Form von Subkultur das Wort redet. Dieses Unschärfeverhältnis zu institutionellen Repräsentationsmechanismen erlaubt einen künstlerischen und politischen Aktivismus, der hegemoniale Vorstellungen von Ordnungen und Disziplinen tendenziell außer Kraft setzt. Wie in der Arbeit von Branko Andrić, der gleichermaßen als Zeichner, Musiker, Autor, Filmemacher oder Performer aktiv war, gehen die verschiedenen Perspektiven aus politischen, ökonomiekritischen, sozialen und kulturellen Interessen ineinander über. Diesen Komplexitätsgrad künstlerischer Praxis gilt es zu beleuchten.

Branko Andric Junior
Geboren 1983 in Novi Sad, Serbien. Lebt in Wien.
Seit 2002 Studium der Medieninformatik an der Technischen Universität Wien und seit 2005 Studium der Bildenden Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien. 2005 erste wissenschaftliche Arbeit, "Die Fotografie als Medium und Kulturelement im 19. Jhdt.", im Rahmen des Seminars "Spezielle Aspekte der Techniksoziologie und Technikpsychologie" am Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung an der TU Wien. Seit 2006 schriftstellerische Tätigkeiten für die Kulturredaktion der in Vojvodina (Serbien) erscheinenden Tageszeitung Dnevnik. Studienreisen nach Serbien, Slowenien, Deutschland und Italien. Teilnahme an kooperativen Projekten und Workshops im Bereich Film, Internet und Musik. Nominiert für den Walter Koschatzky Kunst Preis 2007. Koordinator diverser Projekte zur Aufarbeitung und Distribution der kulturellen Hinterlassenschaft von Branko Andric (1942–2005).

Marina Grzinic
Geboren 1958 in Rijeka (heutiges Kroatien), Medientheoretikerin, Kunstkritikerin und Kuratorin, lebt und arbeitet in Ljubljana und Wien.
Studium der Philosophie an der Universität Ljubljana, Promotion mit einer Dissertation über die "Philosophischen Aspekte der Virtuellen Realität und die Veränderung der Raum- und Zeit-Paradigmen in den 90er Jahren".
Seit 2003 Professorin für Konzeptuelle Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie forscht am Institut für Philosophie des ZRC-SAZU (Wissenschafts- und Forschungszentrum der Slowenischen Akademie für Wissenschaft und Kunst) in Ljubljana, Schwerpunkte: Virtuelle und ästhetische Konstitution des (Post)modernen Subjekts und seine politisch-philosphischen und epistemologischen Implikationen; Theorie der Virtualität und des Cyber-Space; Philosophie und Politik in der Postmoderne.
Seit 1982 im Bereich der Videokunst Zusammenarbeit mit Aina Šmid bei mehr als 40 Projekten. Sie veröffentlichte zahlreiche Artikel, Essays und Bücher, demnächst erscheint "New Feminism. Worlds of Feminism, Queer and Networking Conditions" (mit Rosa Reitsamer) im Löcker Verlag, Wien.

Andjelija Terzic
Geboren 1952 in Novi Sad, Serbien. Lebt und arbeitet in Wien und Novi Sad.
Mittelschule für Angewandte Kunst, Höhere Pädagogische Schule: Abteilung Bildende Kunst, Novi Sad, 1983 Diplom an der Philosophischen Fakultät: Abteilung Kunstgeschichte, Belgrade. Seit 1973 partizipierende und gestaltende Rolle in der Subkultur jugoslawischer konzeptueller KünstlerInnen. Darüberhinaus auch Einzel- und Gruppenausstellungen in Novi Sad und Belgrad sowie Tätigkeiten als Fremdenfüherin im Museum für Zeitgenössische Kunst, Professorin für Kunstgeschichte in Novi Sad und Kuratorin für Kunstgeschichte im Stadtmuseum von Becej. Seit 1991 zahlreiche Ausstellungen in Wien.
Gruppenausstellungen (Auswahl): 1999  "Stop the Violence", Akademie der bildenden Künste Wien | 1997  Trans Wien, "Station 2, am Wiender Gürtel", Wien | 1996  Trans Wien, "Station 1, am Yppenplatz", Wien | 1984 Universitätsgalerie, Novi Sad | 1973  Galerie "Happy New Art", Belgrad

Andreas Spiegl
Geboren 1964 in Tulln. Lebt und arbeitet in Wien.
Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien. Seit 1990 Lehrbeauftragter am Ordinariat für Theorie, Praxis und Vermittlung von Gegenwartskunst an der Akademie der bildenden Künste Wien. Von 2001 bis 2003 Vizestudiendekan, seit Oktober 2003 Vizerektor für Lehre und Forschung der Akademie.
Freier Kurator mehrerer Ausstellungen im In- und Ausland. Zahlreiche Publikationen zur zeitgenössischen Kunst und Kunsttheorie. 1999 Gründung des Büros für kognitiven Urbanismus gemeinsam mit Christian Teckert. 2002 Gründung von math.space, einem Verein für Mathematik als kulturelle Errungenschaft mit Sitz im MuseumsQuartier, gemeinsam mit Rudolf Taschner und Johannes Wallner.


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