Akademie der bildenden Künste Wien
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13.04.2016

 

Birgit Jürgenssen Preis 2016, Akademie der bildenden Künste Wien, von li nach re: Eva Blimlinger, Andrea B. Braidt, Cana Bilir-Meier, Hubert Winter, Peter Noever, Constanze Ruhm, Olga Okunev, Gabriele Schor
Foto: eSeL.at - Lorenz Seidler

 

Gestern Abend wurde in der Aula der Akademie der bildenden Künste Wien der 13. Birgit-Jürgenssen-Preis an Cana Bilir-Meier verliehen.

Rektorin Eva Blimlinger: "Der Birgit-Jürgenssen-Preis ist für die Akademie der bildenden Künste Wien aus mehreren Gründen ein ganz besonderer Preis. Hier werden die Förderung und Auszeichnung von Studierenden mit dem Namen einer Künstlerin verbunden, die seit den frühen 1980er-Jahren als Lehrende und als Mitglied von akademischen Gremien die Entwicklung der Akademie über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt hat. Sie war unter anderen am Aufbau einer wegweisenden spartenübergreifenden Arbeitsplattform im Bereich Malerei/Fotografie im Rahmen der Meisterschule Arnulf Rainer und später der Klasse Peter Kogler beteiligt, wobei ihr die Arbeit mit den Studierenden immer ein zentrales Anliegen war."

Olga Okunev aus der Sektion Kunst und Kultur im Bundeskanzleramt, die den Kulturminister Josef Ostermayer vertreten hat, freute sich, die Auszeichnung an die erfolgreiche Nachwuchskünstlerin, die deutsch-türkische Filmemacherin und Künstlerin Cana Bilir-Meier, verleihen zu dürfen.

Bereits zum 13. Mal wird dieser mit 5.000 Euro dotierte Preis im Gedenken an die Künstlerin Birgit Jürgenssen an eine Studentin oder einen Studenten der Akademie der bildenden Künste Wien für eine Arbeit im medialen Bereich verliehen, insbesondere unter Bedachtnahme auf Werke der künstlerischen Fotografie, der Video- oder (digitalen) Medienkunst.

Cana Bilir-Meier Cana Bilir-Meier, Lecture-Performance Ses Alma Rehberi, 12.04.2016
Foto: eSeL.at - Lorenz Seidler

Die Jury, bestehend aus Carola Dertnig, Vanessa Joan Müller, Peter Noever, Constanze Ruhm und Gabriele Schor, begründete ihre Entscheidung so: "Die filmischen und filmisch-performativen Arbeiten von Cana Bilir-Meier bewegen sich an den Schnittstellen von Archivarbeit, Textproduktion, historischen Recherchen und zeitgenössischer Medienreflexivität oder auch -archäologie. Sie verweben so auf kritische, aber auch auf poetische Weise private Archive mit historischen und zeitgenössischen politischen Prozessen und ihren Abbildern in den Medien. Die künstlerische Reife des Werks, die Entschlossenheit, eine politische und gesellschaftliche, nicht zuletzt feministische Position zu beziehen, die allen Werken von Cana Bilir-Meier grundlegend ist, aber auch die Nachdenklichkeit, mit der die eigenen Positionen immer wieder aufs Neue befragt werden, haben die Jury überzeugt."

Die 1986 in München geborene und in Wien und Istanbul arbeitende Preisträgerin studiert Kunst und Digitale Medien bei Constanze Ruhm. Cana Bilir-Meier ist Stipendiatin des Projekts "kültür gemma!", ihre Filme wurden bereits beim Ankara Film Festival, im Mumok, bei der Grazer Diagonale und im urban-research-on-film-Festival gezeigt. Einige ihrer Arbeiten werden noch bis zum 17. April in der Aula der Akademie der bildenden Künste Wien zu sehen sein. Am Freitag, 15.04.2016, 15.00 h, führt die Künstlerin durch die Ausstellung.


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