Akademie der bildenden Künste Wien
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Filmstill, Lisa Schmidt-Colinet, Alexander Schmoeger, Florian Zeyfang: Institute above-ground © Studio Garatti

 

Beim traditionellen internationalen Filmfestival in Wien, das heuer vom 22. Oktober bis 5. November 2015 stattfindet, wird die Akademie mit Beiträgen von Lisa Schmidt-Colinet, Luz Olivares Capelle, Lisa Kortschak, Sasha Pirker und Studierenden und Absolvent_innen der ehem. Klasse von Harun Farocki vertreten sein:

Institute above-ground
Ein Film von Lisa Schmidt-Colinet, Alexander Schmoeger, Florian Zeyfang
(D/Kuba 2015)

Wie kann man über (sozial-)visionäre Architektur erzählen, die auf der Strecke geblieben ist? Konkret über eine ehemalige Agrikulturschule nahe Güines in Kuba, angelegt 1961 als futuristische Schwebebausiedlung? Zum Beispiel so: Man befragt den greisen Architekten, erntet Archivmaterial des verlassenen Ortes, durchpflügt diesen mit der Wackelkamera, streut mit der Hand Textsamen ein und düngt alles mit einer fruchtbaren Soundmischung. Heraus kommt die stimmig-spannende Geschichte eines dezentralen Bildungsinstituts, das heute wie eine ausrangierte Raumstation trotzig seiner weiteren Bestimmung harrt.

Microbrigades - Variations of a Story
Ein Film von Florian Zeyfang, Lisa Schmidt-Colinet, Alexander Schmoeger
(D/Kuba 2013)

Im charakteristischen Collage-Stil mit Architekturaufnahmen, Interviews und Archivmaterial untersucht das Architekten-Filmemacher-Trio kubanische Strategien sozialen Wohnbaus der siebziger Jahre. «Microbrigadas» hießen jene oft von ihren Betriebsjobs freigestellten Laienbauarbeiter, die in Havanna Wohnblöcke wie San Agustín und Alamar in Selbstorganisation hochzogen. Den Wohnraummangel zu beheben, war ein Versprechen der Revolution gewesen; in der Praxis erwies es sich als schwer einlösbar – nicht zuletzt, wenn es ans Verteilen der Wohnungen ging.

In Anwesenheit von Lisa Schmidt-Colinet und Alexander Schmoeger.

Lisa Schmidt-Colinet lehrt am Institut für Kunst und Architektur der Akademie der bildenden Künste Wien und arbeitet als Architektin in Wien, Alexander Schmoeger ist Architekt in Wien; Florian Zeyfang ist Künstler und Filmemacher in Berlin. Seit 2001 arbeiten die drei zusammen, seit 2003 entstehen Projekte und Ausstellungen mit und über Architektur und Film in Kuba.

Termine
Mi, 4. Nov. 2015, 18:00 h, Metro, Eric Pleskow Saal
Do, 5. Nov. 2015, 13:30 h, Metro, Historischer Saal

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El ritual del color

Ein Kurzfilm von Maria Luz Olivares Capelle

Wer ist die weißgewandete Frau, die einfach so eine Farbpalette in den stumm zuckenden Schwarz-Weiß-Film zaubert? Vielleicht die Herrin über das Farbritual, womöglich eine junge Bilddenkerin in Magierpose, aber jedenfalls keine Stummfilmdiva. Sorgfältig gefertigte und vergnügliche Konzept-Miniaturen wie diese, übrigens eine Heidenarbeit für nur knapp drei Minuten, bestärken den Glauben, dass ein geschichtsbewusstes Vexierspiel mit dem materialen Medium auch im Zeitalter der Digitalität nicht obsolet wird.

Luz Olivares Capelle, geboren in Rufino, Argentinien. Absolviert ein Regiestudium an der E.N.E.R.C. (Nationalinstitut für filmische Experimentation und Produktion) in Buenos Aires sowie an der Filmakademie Wien. Ebenso studiert sie an der Akademie der bildenden Künste Wien Grafik und druckgrafische Techniken.

Termine
Di, 27. Okt. 2015 - 20:30, Metro, Eric Pleskow Saal
Mi, 28. Okt. 2015 - 11:00, Metro, Historischer Saal

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Detroit Overture
Ein Kurzfilm von Lisa Kortschak

Eine Bühne, die Schauplatz einer Szene im Detroit-Teil von Jarmuschs wunderschönem ONLY LOVERS LEFT ALIVE war. Kein Vorhang. Kortschaks acht Künstler nehmen ihre Positionen ein. Und dann spielen sie, was das Zeug hält, bzw. was ihre genormten Instrumentarien halt so hergeben. Ein Verfallskonzert sondergleichen, eine moderne Moritat, ein Tränen treibendes Ironiestück verschwundener Kultur, das man nicht versäumen sollte. Die Performer applaudieren sich selbst, auf ihre Art. Kein Vorhang.
In Anwesenheit von Lisa Kortschak.
Mit My Name Is Gray.
Lisa Kortschak, Studium an der Akademie der bildendenden Künste in Wien. Arbeitet als Medienkünstlerin, Filmemacherin und Musikerin. Lebt in Wien. Kurzfilme: OSZILLENTRENOUS (2012), INSIGHT THE OUTSIDE (2014)

Termine
Sa, 31. Okt. 2015 - 18:00, Urania
So, 1. Nov. 2015 - 16:00, Metro, Historischer Saal

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These Walls were built by Donald Judd (One chapter, in Texas)
Ein Kurzfilm von Sasha Pirker

"Do you know what a meat locker is?", fragt Rob Weiner von der Chinati Foundation die Filmemacherin. Sie lässt sich von ihm durch ein ehemaliges Schlachthaus in Marfa, Texas, führen, welches der Künstler Donald Judd 1979 gekauft und zum Ausstellungsraum umfunktioniert hat. Pirker durchforscht mit der Kamera und im Dialog mit Weiner den Raum. Mehr als für die Verdunkelbarkeit der Räume zu Präsentationszwecken scheint sie sich für den Blick durch die Cinemascope-Fenster nach draußen zu interessieren, wo der Verkehr vorüberzieht, niemand von Geschichte und Gegenwart des Ortes Notiz nimmt. "What are you gonna make here?" – "I don’t know."

Sasha Pirker wurde 1969 in Wien geboren. Studium der Linguistik. Sasha Pirker lehrt an der Akademie der bildenden Künste Wien am Institut für bildende Kunst im Fachbereich Video und Videoinstallation. Die Viennale widmet ihr 2012 eine Werkschau. Filme (Auswahl): JOHN LAUTNER, THE DESERT HOT SPRINGS MOTEL (2007), ONCE A MIRACLE MILE (2010), PAPERWORK (2012), LIVEPAN (2013)

Termine
So, 25. Okt. 2015, 15:30 h, Gartenbaukino
Mi, 4. Nov. 2015, 18:00 h, Metro, Historischer Saal

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Eine Einstellung für Harun Farocki

Kurzfilme von Studierenden und Absolvent_innen der Akademie der bildenden Künste Wien der ehem. Klasse von Harun Farocki (A/BIH/D/I/Taiwan/USA2014, 2015)

Angelehnt an den Workshop "Eine Einstellung zur Arbeit" der Farocki-Klasse an der Akademie der Bildenden Künste Wien werden Arbeiten für Harun Farocki versammelt. Es gelten dieselben Regeln wie beim Original, jeder Beitrag soll eine Minute dauern und ohne Schnitt auskommen. Wie genau die Regeln beachtet werden, bestimmen die Teilnehmer selbst. Das erste Mal gezeigt wurde die Sammlung am 1. März 2015 beim Memorial für Harun Farocki im Haus der Kulturen der Welt in Berlin.

Termine
Fr, 30. Okt. 2015, 19:00 h, Metro, Eric Pleskow Saal
Sa, 31. Okt. 2015, 16:00 h, Metro, Historischer Saal

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