Akademie der bildenden Künste Wien
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Preisverleihung | 01.12.2015, 19.00 h
Ausstellungsdauer | 01.12.2015 - 07.12.2015
Ort | tresor im Bank Austria Kunstforum, Freyung 8, 1010 Wien

 

Johannes Gierlinger, The fortune you seek is in another cookie, (81 min -16 mm/HD - 2014)

 

Die Jury des Ö1 Talentestipendiums für bildende Kunst 2015 tagte am 16. September 2015 im ORF RadioKulturhaus und entschied sich für den 1985 in Salzburg geborenen Künstler Johannes Gierlinger, der an der Akademie der bildenden Kunst in Wien Kunst und digitale Medien bei Constanze Ruhm studiert. Gierlinger arbeitet an der Schnittstelle zwischen Film und Kunst. Oft beziehen sich seine Arbeiten auf die Vergleichbarkeit von filmischen und fotografischen Prozessen. Die Ö1 Nachwuchs-Förderung in der Höhe von 10.000 Euro wird gemeinsam mit der Bank Austria vergeben.

Jurybegründung für Johannes Gierlinger:

"Die Arbeit überzeugt in ihrer konsequenten Entwicklung von einer strukturellen zu einer stärker dokumentarischen Konzeption. Die früheren fotografischen und filmischen Arbeiten sind in ihren Motiven und Erzählungen explizit medienreflexiv angelegt. Die Spannung zwischen bildhaften und sequentiellen Elementen kennzeichnet auch die jüngste Arbeit. The fortune you seek is in another cookie stellt eine gelungene filmische Verknüpfung unterschiedlicher Orte, Handlungen und Zeiten auf der Suche nach dem Glück dar."

Johannes Gierlingers filmische sowie fotografische Arbeiten nehmen vorwiegend Bezug auf die Frage der Darstellbarkeit von Zuständen, Ordnungen, Vergangenheit und Erinnerung und untersuchen diese in Form einer poetischen und politischen Praxis. So wird im Essayfilm The fortune you seek is in another cookie (81 min -16 mm/HD - 2014) auf die Frage nach der Darstellbarkeit von Glück eingegangen und in Folge unter anderem die Suche im Universum, die Aufstände im Gezi Park Istanbul sowie die Einsamkeit in der Atakamawüste in Verbindung gebracht. Weiters bezieht sich seiner Arbeit auf die Vergleichbarkeit von filmischen und fotografischen Prozessen. Die Frage nach Erinnerung und das Auslöschen von Erinnerungsbildern steht hierbei im Vordergrund. Zurzeit liegt der Schwerpunkt auf einer in Produktion befindliche filmische Arbeit (Die Ordnung der Träume,  ca. 25 min - 16 mm - 2015/16), in der die Stadt als Sinnbild einer Beziehung thematisiert wird. Der Film soll in der Laufzeit des Stipendiums realisiert werden.

Das Ö1 Talentestipendium wird mit Unterstützung der Bank Austria heuer bereits zum achten Mal vergeben. Bewerben können sich Studierende an einer der vier österreichischen Kunstuniversitäten (Akademie der bildende Künste Wien, Universität für angewandte Kunst Wien, Kunstuniversität Linz sowie Universität Mozarteum Salzburg). Die jeweiligen Universitäten haben aus allen Einreichungen zwölf Finalist_innen nominiert.

Arbeiten aller Gewinner_innen werden von 1.-7. Dezember im tresor im Bank Austria Kunstforum zu sehen sein.


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