Akademie der bildenden Künste Wien
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Der jährlich vergebene Preis ist eine Kooperation zwischen Kunsthalle Wien, Universität für angewandte Kunst Wien und Akademie der bildenden Künste Wien.

 

Andrej Polukord (Akademie der bildenden Künste Wien): Brush
© Andrej Polukord

 

Zum zweiten Mal wird heuer der Preis der Kunsthalle Wien in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien und der Akademie der bildenden Künste Wien vergeben. Nicolaus Schafhausen, Direktor der Kunsthalle Wien, sagt zu dieser für alle drei beteiligten Institutionen wichtigen Zusammenarbeit: „Österreich befeuert mit zwei sehr aktiven Kunsthochschulen die Qualität der junge Kunstszene maßgeblich. Wir verstehen den Preis der Kunsthalle Wien als point of departure in podas komplexe Feld des Kunstsystems. Ich sehe unsere Aufgabe als Kunsthalle Wien in dieser Kooperation darin, dass wir durch die Vergabe des Preises und die damit verbundene Ausstellung und Publikation zur internationalen Wahrnehmung der Szene und ihrer Absolvent_innen beitragen.“

Margit Busch (*1964 in D, lebt in Wien) begründet in ihrer Diplomarbeit die künstlerisch-naturphilosophische Forschungsrichtung Transciency – eine Disziplin, die sich mit Perspektiven, Forschungsmethoden und Repräsentationen befasst, die durch und über die Wissenschaft hinweg operieren. Dabei entwirft sie simultan „gültige“ Zukunfts- und Vergangenheitsnarrative, unterwandert etablierte wie auch pseudo-wissenschaftliche Darstellungsformen und verknüpft futuristische Szenarien sowie gesellschaftsrelevante reale Wissenschaftserkenntnisse innerhalb einer retro-ästhetischen Laborsituation. Margit Busch erhält den Preis für ihr Diplomprojekt Welcome to Transciency an der Universität für angewandte Kunst (Prof. Virgil Widrich, Abteilung Art & Science).
Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien, zur Arbeit der diesjährigen Preisträgerin: „Ich freue mich, dass mit Margit Busch eine hervorragende, kluge und sensibel arbeitende Künstlerin ausgezeichnet wird. Die Tatsache, dass die Preisträgerin eine Absolventin der erst vor fünf Jahren eingerichteten Studienrichtung Art & Science ist, unterstreicht die Strategie der Angewandten, interdisziplinäre Forschung und Lehre zwischen Kunst und Wissenschaft zu forcieren.“

Polukord Andrej Polukord performing A man in a chair, 2016, Culture night Vilnius
Foto: Marius Krivičius

Andrej Polukord (*1990 in Vilnius, lebt in Wien und Vilnius) agiert (performt, videografiert, interveniert) vorzugsweise in Stadt- und Landschaftsräumen, mit und ohne Publikum, und untergräbt in jedem Fall dessen Erwartungshaltungen. „Das Absurde und die Überraschung spielen eine Hauptrolle im Werk Andrej Polukords; seine Interventionen im öffentlichen Raum zeugen von einer großen Sensibilität und Beobachtungsgabe, umgesetzt in medial spezifisch entwickelten Formen“, sagt Andrea Braidt, Vizerektorin für Kunst und Forschung der Akademie der bildenden Künste Wien zur Arbeit des Preisträgers. Ganz in diesem Sinn lieferte er auch keine als „Werk“ ausgeführte und betitelte Diplomarbeit, sondern ein Portfolio mit zahlreichen Foto- und Videodokumentationen, begleitet von eigenen Texten. So ist auch mit Spannung zu erwarten, was der Künstler im Herbst in der Kunsthalle Wien zeigen oder aufführen wird. Andrej Polukord studierte an der Akademie bei Prof. Gunter Damisch, Fachbereich Grafik und druckgrafische Techniken.

Jurymitglieder

Jury der Universität für angewandte Kunst Wien:
Gerald Bast (Rektor Universität für angewandte Kunst Wien), Nicolaus Schafhausen (Direktor Kunsthalle Wien), Lucas Gehrmann (Kurator Kunsthalle Wien) und Roland Schöny (Kurator, Autor; externes Jurymitglied).

Jury der Akademie der bildenden Künste Wien:
Mona Hahn, Erwin Bohatsch (Professor_innen Akademie der bildenden Künste Wien), Nicolaus Schafhausen, Lucas Gehrmann und Lorenz „eSeL“ Lorenz Seidler (Kurator, Künstler und Kommunikator; externes Jurymitglied)

Zur Ausstellungen erscheinen zwei Kataloge mit Texten der Herausgeber und der Jurymitglieder, mit Künstlergesprächen sowie einem Abbildungsteil im Verlag Sternberg Press Berlin. Die Preisgelder von je € 3.000 werden 2016 von HS art service austria und Deco Trend GmbH zur Verfügung gestellt.

Preisverleihung und Eröffnung der Ausstellung: 15.11.2016, 19.00 h
Ausstellungsdauer: 16.11. - 08.01.2017
Ort: Kunsthalle Wien Karlsplatz

Nähere Informationen:
http://www.kunsthallewien.at/#/ausstellungen/preis-der-kunsthalle-wien-2016


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