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Untersuchungen gesellschaftlicher Krisenphänomene vor dem Hintergrund feministischer und kapitalismuskritischer Theorieansätze zeichnen die Arbeit Angela Andersons aus.

 

Angela Anderson, Foto © Ana Hoffner

 

Die Jury des Cathrin Pichler-Preises 2020 hat sich einstimmig für das Projekt Ecosexual Time and the Subversive Multiplicity – Reclaiming lost and denied temporalities as an act of love and resistance in the age of capitalist acceleration von Angela Anderson ausgesprochen. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis und die daran geknüpfte Ausstellung gehen an eine Künstlerin, durch deren Werk sich eine konsistente politische Perspektive zieht. Sie untersucht dabei gesellschaftliche Krisenphänomene vor dem Hintergrund feministischer und kapitalismuskritischer Theorieansätze. Souverän eingesetzt, bedient sich die Künstlerin dokumentaristischer Formensprachen und verhandelt Fragestellungen der Gegenwart am Puls der Zeit, ohne dabei einem Zeitgeist oder einer Mode zu folgen. Das Projekt Ecosexual Time… wurde nicht zuletzt deshalb ausgewählt, weil es auf einer langfristig angelegten Recherche zu Themen wie der Produktion von Subjektivität oder der sozialen, ökologischen, psychologischen und ästhetischen Auswirkungen der kapitalistischen Ökonomie auf das menschliche Zusammenleben beruht. Es stellt die Frage nach der Verfügbarkeit über die Zeit als Ressource und entwirft eine Kartographie verschiedener Zeitlichkeiten. An der Schnittstelle von künstlerischer Praxis, wissenschaftlicher Recherchemethoden und politischem Aktivismus korrespondiert das Schaffen Angela Andersons mit dem methodenreflexiven Ansatz der Kuratorin und Autorin Cathrin Pichler.

Jurymitglieder: Franz Thalmair, Sabine Breitwieser, Felicitas Thun-Hohenstein, Constanze Ruhm und Jens Kastner

Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin und verfasst ihre Dissertation an der Akademie am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften.Ihre Arbeiten präsentiert sie im Rahmen des Rundgangs im Jänner 2021.


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