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Eröffnung (mit Zugangsbeschränkung) | 17.09.2020, 19.00 h
Präsentation der Arbeiten | 18.09.2020 - 30.09.2020
Ort | Ausstellungsraum der Akademie der bildenden Künste Wien, Eschenbachgasse 11, Ecke Getreidemarkt, 1010 Wien

Die diesjährige Jury hat den Birgit Jürgenssen Preis 2020 Jannik Franzen zuerkannt. Sie zeichnet damit eine*n Künstler*in aus, deren*dessen Arbeit eine komplexe Verknüpfung aus filmischer Analyse und performativer Aneignungsmodi darstellt. Jannik Franzen studiert im Fachbereich Video- und Videoinstallation.

 

Foto: eSeL.at – Joanna Pianka

 

Der mit 5.000 Euro dotierte Birgit-Jürgenssen-Preis wird seit 2004 jedes Jahr im Gedenken an die ehemals an der Akademie lehrende Künstlerin Birgit Jürgenssen verliehen. Die Auszeichnung wird in einer Kooperation vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, der Akademie der bildenden Künste Wien und Hubert Winter an eine Studentin oder einen Studenten der Kunstuniversität für Arbeiten im medialen Bereich,
insbesondere der künstlerischen Fotografie sowie der Video- oder (digitalen) Medienkunst vergeben.

Die diesjährige Jury hat den Birgit Jürgenssen Preis 2020 Jannik Franzen zuerkannt. Sie zeichnet damit eine*n Künstler*in aus, deren*dessen Arbeit eine komplexe Verknüpfung aus filmischer Analyse und performativer Aneignungsmodi darstellt. Ausgangspunkt für Franzens Werkbegriff ist dabei immer wieder die kritische Untersuchung von Körper- und Raumrelationen im Verhältnis zum institutionellen Rahmen. Jannik Franzens Arbeiten erforschen
und hinterfragen die kanonisierten, historischen Bilder und deren visuelle Dokumentationen in der Gegenwart.

Dabei werden Bezüge zwischen unterschiedlichen Präsenzen von Körpern, Orten und Skulpturen sowie filmischen und fotografischen Archiven hergestellt.

Hervorzuheben ist insbesondere die Rolle der jeweiligen, in der Arbeit dargestellten Institutionen – wie etwa das Museum, die Ausstellung oder auch die Akademie der bildenden Künste Wien – die in Franzens Arbeiten niemals unschuldig sind, sondern vielmehr als aktive Protagonist*innen ihres fragwürdigen politischen Handelns deutlich werden.

In Arbeiten wie Wien – Liberec oder Körper formen wird unter anderem die Beteiligung künstlerischer Prozesse an politischen Positionierungen aufgezeichnet und so der Bedeutung künstlerischer Methoden für die Herstellung rassistischer Propaganda und kolonialer Forschung nachgegangen.

Das lesbar machen normierter, historischer Erzählungen als immer noch unhinterfragter Teil unserer gegenwärtigen (institutionellen) Struktur und Geschichtswahrnehmung verbindet sämtliche Arbeiten.

Jurymitglieder: Veronika Dirnhofer, Dorit Margreiter, Vanessa Joan Müller, Peter Noever und Marlies Wirth


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