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IKA

Wir gratuieren Wolfgang Tschapeller, Institutsleiter und Professor am Institut für Kunst und Architektur, ADP Analoge Digitale Produktion, zur Auszeichnung. Jährlich wird dieser Preis an lebende Architekten vergeben, deren Arbeit die "höchsten Ideale der europäischen Zivilisation widerspiegelt und eine Vision, Engagement und einen tiefen Respekt für die Menschheit und die soziale und physische Umwelt verkörpert".

 

Wolfgang Tschapeller, Foto © Christian Grass

 

Der European Prize for Architecture sei keine Auszeichnung für ein Lebenswerk, heißt es in der diesjährigen Begründung zur Vergabe. Vielmehr gehe es darum, herausforderndes Nachdenken über und mit Architektur zu befördern. Der nun ausgezeichnete Wolfgang Tschapeller überzeuge mit Projekten, die oft zwischen Gestaltung und Philosophie changierten. Tschapeller konnte im letzten Jahr mit der neuen Kunstbibliothek der Cornell University eines seiner bisher wichtigsten Projekte fertigstellen. Es sind aber auch und gerade seine unverwirklichten Entwürfe, die das Auswahlkomitee unter Christian Narkiewicz-Laine überzeugten.

Der European Prize for Architecture besteht seit 2010, getragen wird er vom Chicago Athenaeum in Zusammenarbeit mit dem European Centre for Architecture Art Design and Urban Studies. Zu den bisherigen Preisträgern gehörten unter anderem Alessandro Mendini, Sergei Tchoban, Henning Larsen Architects oder Manuelle Gautrand. Narkiewicz-Laine ist Präsident des privaten Chicago Athenaeums, das unter anderem auch die International Architecture Awards und die Europe 40 Under 40-Preise organisiert. Erklärtes Ziel ist es, alle Disziplinen zu fördern, die eine positive Wirkung auf die gebaute Umgebung haben. Der „romantische Purist“ Tschapeller passt gut zu dieser Agenda, weil er neben seiner Tätigkeit als Architekt auch umfangreich forscht und lehrt.

Tschapeller wurde 1956 in Tirol geboren, er lebt und arbeitet heute in Wien. Vor seinem Architekturstudium an der Universität für angewandte Kunst, hatte er zunächst eine Tischlerlehre absolviert. Später studierte er auch noch im Masterprogramm der Cornell University. In Deutschland wurde er 2006 mit seinem 1. Preis im Wettbewerb für ein „Bauhaus Europa“ in Aachen bekannt. Das Projekt kam allerdings nach einem Bürgerentscheid nicht zustande. Aktuell arbeitet Tschapeller unter anderem an einem Brückenprojekt für Graz. Seit 2005 ist er Professor für Architektur an der Akademie der bildenden Künste Wien und leitet dort seit 2012 das Institut für Kunst und Architektur.


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