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Bereits zum zweiten Mal wird für die Künstlerin Katharina Cibulka die eingerüstete Fassade der Akademie der bildenden Künste Wien am Schillerplatz zum Interventionsort für feministische Kunst.

 

Katharina Cibulka: As long as diversity is not state of the heart, I will be a feminist
Künstlerische Intervention am Baugerüst Schillerplatz.
Foto: Sebastian Eder

 

War es im Sommer 2018 der Satz „As long as the art market is a boy’s club, I will be a feminist“, der großflächig in Tüll auf die Staubschutznetze der Akademie gestickt wurde, so verweist der neue SOLANGE-Satz der Künstlerin auf die mangelnde Diversität, nicht nur in der Kunst. „As long as diversity is not state of the heart, I will be a feminist“, wird ab 20. Jänner (bis Ende Mai 2020) in übergroßen, leuchtend pinken Buchstaben vom Schillerplatz bis zum Ring zu sehen sein. 

Katharina Cibulka und ihr Team verlassen mit ihrem SOLANGE-Projekt den elitären Raum der Galerien und Museen und generieren mit ihrer Baustellen-Kunst Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum. Sie stellen Fragen, wo es noch feministischen Aufholbedarf Richtung Fairness gibt. Aus Gesprächen und Posts auf Instagram generieren sie Themenfelder, texten griffige Slogans und sticken diese auf die Staubschutznetze. Die SOLANGE-Sätze regen zur Diskussion an. Nach Cibulkas Erfahrung kommen Menschen einander nur durch Dialog näher und können so Vorurteile überwinden.

Gendergerechtigkeit, Antirassismus und Dekolonisierung zählen zum Grundverständnis der Akademie. Diese Haltung vertritt selbstverständlich auch das neue Rektorat und freut sich daher, dass Katharina Cibulka, eine Absolventin des Hauses, nach einem die Kunstwelt betreffenden Slogan, nun bis zum Ende der Restaurierungsphase mit Baugerüst eine allgemeingültige Botschaft vom Schillerplatz aus „sendet“. Mitsprache, Gleichbehandlung und Diversität sind Grundlagen jeder funktionierenden Gemeinschaft. Kunst ist besonders im öffentlichen Raum in der Lage gesellschaftspolitische Diskurse anzustoßen und so setzen Rektor Johan F. Hartle und die Vizerektorinnen Ingeborg Erhart und Celestine Kubelka verstärkt auf den Dialog zwischen Akademie und Öffentlichkeit. Cibulkas Baustellenprojekt SOLANGE tut dies nicht nur physisch am Akademiegebäude am Schillerplatz, sondern auch in den Social Media (Instagram: @solange_theproject).

Katharina Cibulka, geb. 1975 in Innsbruck, ist bildende Künstlerin, Filmemacherin, Projektentwicklerin für künstlerische und nachhaltige Prozesse. Ab 2004 studierte Cibulka an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Peter Kogler, Kaucyilla Brooke und bei Carola Dertnig, bei der sie im Februar 2010 im Fach Performative Kunst ihr Diplom machte. Außerdem absolvierte sie Lehrgänge and der Schule für künstlerische Photographie in Wien und an der New York Film Academy.

SOLANGE ist in Zusammenarbeit mit Vivian Simbürger und Tina Themel entstanden.


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