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INTK

Katja Sterflinger folgt Manfred Schreiner und übernimmt seine Professur für Farbenlehre und Farbenchemie/Materialkunde.

 

Katja Sterflinger, Foto © Lisa Rastl

 

"Naturwissenschaften und die Liebe zur Kunst zu verbinden war und ist meine Leidenschaft und dies hat meine akademische Laufbahn geprägt. Besondere Freude macht mir die Arbeit an Kunstobjekten und Gebäuden immer dann, wenn die gängigen Richtlinien, Normen und Leitfäden zur Sanierung von mikrobiell induzierten Schäden aufgrund des künstlerischen oder historischen Wertes nicht umsetzbar sind oder sinnvoll erscheinen und behutsame, praxisnahe Lösungen entwickelt werden müssen, die die Besonderheiten des Objektes und der Materialien mit Bezug zu ihrer Umgebung berücksichtigen.“

Katja Sterflinger studierte Biologie an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg. Bereits die Diplomarbeit und die im Jahr 1995 abgeschlossene Dissertation im Fach Mikrobiologie waren maßgeblich durch ihr Interesse an den mikrobiologischen Prozessen, die zur Veränderung und Alterung von Kunstwerken und Materialien führen, geprägt. Die Habilitation im Fach Geomikrobiologie folgte im Jahr 2000 nach Forschungsaufenthalten in den Niederlanden und in Belgien. Katja Sterflinger vertiefte im Rahmen der Habilitation ihre Forschung zu mikrobiell induzierten biogeochemischen Kreisläufen, also dem Zyklus zwischen belebter und unbelebter Materie. Katja Sterflinger kam im Jahr 2000, zunächst mit einem Lise-Meitner Stipendium des FWF, an die Universität für Bodenkultur in Wien; sie forscht und lehrt seither zum Thema Biodeterioration, Mikrobiologie und Molekularbiologie. Bereits seit 2003 lehrt Katja Sterflinger das Fach Mikrobiologie an der Akademie der bildenden Künste Wien mit seinen für die Kunst und den Materialerhalt wesentlichen Aspekten. In Ergänzung zu ihren wissenschaftlichen Arbeiten, die in mehr als 300 Publikationen veröffentlicht sind, ist die Tätigkeit von Katja Sterflinger stark von einem praxisorientierten Ansatz geprägt, der sich in ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit zahlreichen Museen, dem Bundesamt für Kultur der Schweiz, dem Bundesdenkmalamt sowie Restaurator_innen und Künster_innen zeigt.

Folgende Projekte sind Beispiele, die die wissenschaftliche Arbeit ihre wiederspiegeln: Ein vom FWF gefördertes Projekt zur mikrobiologischen Besiedlung von Naturstein an den Ringstraßenbauten, die ebenfalls vom FWF geförderte Erforschung der Systembiologie and Ökologie von extrem stressresistenten, gesteinszerstörenden Pilzen, und nicht zuletzt zahlreiche kleinere Projekte wie die Untersuchung des Metagenoms an Zeichnungen von Leonardo da Vinci in Zusammenarbeit mit dem ICPAL Rom und die Untersuchung der Mikroflora einer 3500 Jahre alten Holzstiege in Hallstatt in Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Wien.

Neueste Publikationen:

Boccalon E, Nocchetti M, Pica M, Romani A, Sterflinger K. 2020. Hydrogels: a “stepping stone” towards new cleaning strategies for biodeteriorated surfaces. Journal of Cultural Heritage, in press, https://doi.org/10.1016/j.culher.2020.07.008

Boccalon, E; Pica, M; Romani, A; Casciola, M; Sterflinger, K; Pietrella, D; Nocchetti, M. 2020. Facile preparation of organic-inorganic hydrogels containing silver or essential oil with antimicrobial effects. APPL CLAY SCI., 190, 105567

Coleine, C; Masonjones, S; Sterflinger, K; Onofri, S; Selbmann, L; Stajich, JE; Peculiar genomic traits in the stress-adapted cryptoendolithic Antarctic fungus Friedmanniomyces endolithicus. Fungal Biol. 2020; 124(5):458-467

Piñar, G; Poyntner, C; Lopandic, K; Tafer, H; Sterflinger, K; Rapid diagnosis of biological colonization in cultural artefacts using the MinION nanopore sequencing technology. INT BIODETER BIODEGR. 2020; 148, 104908#

Piñar, G; Tafer, H; Schreiner, M; Miklas, H; Sterflinger, K; (2020): Decoding the biological information contained in two ancient Slavonic parchment codices: an added historical value. Environ Microbiol. In press

Tesei, D; Quartinello, F; Guebitz, GM; Ribitsch, D; Nöbauer, K; Razzazi-Fazeli, E; Sterflinger, K; (2020): Shotgun proteomics reveals putative polyesterases in the secretome of the rock-inhabiting fungus Knufia chersonesos. Sci Rep. 2020; 10(1):9770

Research Gate link https://www.researchgate.net/profile/Katja_Sterflinger


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