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Die Akademie der bildenden Künste Wien freut sich, das international tätige, indische Kurator_innentrio Raqs Media Collective für ihre Eröffnungsausstellung nach der Rückübersiedlung an den Schillerplatz im Herbst 2021 gewonnen zu haben.

 

Jeebesh Bagchi (links hinten), Monica Narula (vorne), Shuddhabrata Sengupta (rechts hinten)
Foto: KATO Hajime, courtesy Yokohama Triennale 2020 

 

Jeebesh Bagchi, Monica Narula und Shuddhabrata Sengupta sind eingeladen, einen externen Blick auf die Sammlungen der Akademie zu werfen und ihre thematische Neuausrichtung zu begleiten, sie aber auch mit dem aktuellen, zeitgenössischen Kunstschaffen in Bezug zu setzen.

Die Eröffnungsausstellung im Herbst 2021 bietet der Akademie in Zusammenarbeit mit Raqs Media Collective die Chance für eine gemeinsam mit der Expertise des Hauses erarbeitete Neuaufstellung der historischen Kunstsammlungen der Akademie unter Berücksichtigung des aktuellen Dekolonialismus-Diskurses in der Kunst und den Kulturwissenschaften. So sollen zwischen den Beständen der historischen Sammlungen von Gemäldegalerie und Kupferstichkabinett und dem zeitgenössischen Kunstschaffen am Haus Verbindungen verortet und neu hergestellt werden. Das Kollektiv arbeitet medienübergreifend in den Bereichen Installation, Skulptur, Video, Performance sowie Text und Lexika. Ihre künstlerische und kuratorische Arbeit sehen die Mitglieder an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst, philosophischer Spekulation und historischer Auseinandersetzung.

„Ich erwarte mir von der Zusammenarbeit mit Raqs Media Collective einen Blick von außen auf die Akademie - ihre Sammlungen, ihre Geschichte, aber auch ihre Gegenwart, um relevante, neue Akzente für die interne Weiterentwicklung zu setzen. Neben klaren geographischen Schwerpunkten in Zentral- und Osteuropa will die Akademie internationale Kooperationen mit Ländern des globalen Südens und des nordatlantischen Raumes weiter ausbauen. Dadurch sollen dem stark eurozentristischen Blick des Kunstgeschehens Perspektiven aus den konstruierten Peripherien entgegenstellt werden“, erklärt Rektor Johan Hartle.
 
Auch das Raqs Media Collective sieht den „im Lauf der letzten Jahrhunderte geschmiedeten Sinnzusammenhang der Welt und ihrer Kohärenz“ im Umbruch. Kunst und Kunstschaffende hätten jetzt die Chance „neue Wege aufzuzeigen, wie die Welt von den unterschiedlichsten Protagonist_innen wahrgenommen“ werden kann. „Die Kunstsammlung einer Akademie ist ein intensiver Ort, an dem historische Sedimente und die damit hartnäckig einhergehenden Narrative verkrusten und erstarren. Sie aufzubrechen und der kritischen Neubeurteilung zugänglich zu machen, ist eine ebenso dringende wie machbare Aufgabe. Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit den Lehrenden und Studierenden der Wiener Akademie Teil dieses Prozesses zu sein“, so das Kurator_innenteam aus Delhi.


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