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IKA

Seine Gastprofessur wird im Sommersemester 2021 an der Plattform ADP Analoge Digitale Produktion angesiedelt sein.

 

Michael Hirschbichler, Foto © Matteo Fieni

 

„Die gebaute Wirklichkeit beruht zu einem Großteil auf Nichtgebautem: auf Gedachtem und Erzähltem, auf Denk- und Handlungsgewohnheiten, auf mehr oder weniger konkreten Vorstellungen und Empfindungen, auf Hoffnungen, Träumen und Ängsten, auf diversen Vergangenheiten und einer Vielzahl erwarteter Zukünfte. In meiner Arbeit versuche ich die zeitgenössische Umwelt vor diesem Hintergrund zu verstehen. Mit einem künstlerisch-forschenden Ansatz und mit diversen Medien untersuche ich hierzu die Wechselwirkungen zwischen der materiellen Beschaffenheit von Räumen und Landschaften und den Erzählungen, Ideologien und Phantasmen, die sich darin niederschlagen. Besonders interessiert mich dabei die Durchdringung moderner Praktiken und nichtmoderner (und nichtmenschlicher) Vorstellungswelten – und deren Relevanz für die Gestaltung der Gegenwart und Zukunft.“

Michael Hirschbichler arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Architektur und Ethnologie. Er studierte Architektur an der ETH Zürich, Philosophie an der Humboldt Universität zu Berlin und schloss seine Dissertation an der Universität der Künste Berlin über „Mythische Konstruktionen“ in Papua-Neuguinea ab. Seine Lehr- und Forschungstätigkeit führte ihn als Director of Studies am Lehrstuhl von Marc Angélil an die ETH Zürich, als Lehrbeauftragten an die HSLU Luzern und als Direktor des Architekturprogramms an die Papua New Guinea University of Technology. In einem vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten und an der TU Delft, am Goldsmiths in London und an der Aarhus University durchgeführten Forschungsprojekt setzt er sich mit der mythologischen Dimension europäischer Rohstofflandschaften auseinander. Michael Hirschbichlers architektonisch-künstlerische Arbeit ist Gegenstand zahlreicher Vorträge, Publikationen und Ausstellungen. Sie wurde u.a. im Martin-Gropius-Bau (Berlin), bei artQ13 (Rom), im Kunstverein Ingolstadt, im Haus der Architektur (Graz), im Helmhaus (Zürich) und im Kunstmuseum Wolfsburg gezeigt. Als Artist in Residence war Michael Hirschbichler zu Gast am YARAT Contemporary Art Space (Baku), an der cité internationale des arts (Paris), an der Stiftung Binz39 (Zürich), an der Villa Kamogawa (Kyoto) und am Instituto Superior Latinoamericano de Arte (Antofagasta). Für seine Arbeit wurde er mit dem Premio Combat, dem Hans Hollein Projektstipendium und dem Rompreis der Deutschen Akademie Villa Massimo ausgezeichnet.

Link zur Homepage Atelier Hirschbichler: www.atelier-hirschbichler.com


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