Akademie der bildenden Künste Wien
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9.10.2021
30.1.2022

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Wir begrüßen Nina von Mechow, Francis Ruyter, Doireann O'Malley, DI Andreas Rumpfhuber, Aristide Antonas, Mag.a Dr.in Sigrid Eyb-Green und Dr.in Heike Derwanz, MA an der Akademie.

Nina von Mechow
Universitätsprofessur §98 für Bühnengestaltung (IKA)

Mechow Nina von Mechow, Foto: Luna Zscharnt 

„Mit einem Bühnenbild mache ich einen Vorschlag für einen Ort, der was bewegen möchte – nicht nur auf der Bühne. Und natürlich habe ich eine Vorstellung davon, welche Möglichkeiten dieser Raum aufwerfen soll, was wir da zu sehen kriegen können, was da passieren kann usw. Das sich diese Vorstellungen aber so nicht einlösen sondern ein Abend entsteht, mit dem ich nicht gerechnet hatte, ist das lustvollste an der gemeinsamen Arbeit. Das Temporäre an Bühnenbildern empfinde ich als entlastend. Wir arbeiten am Theater jenseits der Gesetzmäßigkeiten, die der Markt bestimmt und künstlerisch autonom. Natürlich hoffen wir beim Publikum auf Interesse zu stoßen, aber es gibt auch große Abende, bei denen es ausbleibt. Ist eine Produktion in der Welt, kommt ein neuer Versuch, neues Glück.“

Nina von Mechow studierte Bühnenbild und Kostüm an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ und der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Seit 1994 arbeitet sie regelmäßig an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie seit 2002 mit dem Autor und Regisseur René Pollesch, mit dem sie neben der Volksbühne u.a. auch an den Münchner Kammerspielen, den Ruhrfestspielen, dem Akademietheater Wien, dem Staatsschauspiel Stuttgart, dem Warschauer Teatr Rozmaitości und am Deutschen Theater Berlin in zahlreichen Produktionen als Kostüm- und Bühnenbildnerin arbeitete.
2017 machte sie die Bühne und Kostüme für Frank Castorfs letzte Inszenierung an der Volksbühne, Ein schwaches Herz nach Fjodor M. Dostojewkskij. Für Martin Wuttkes Regiearbeiten am Berliner Ensemble, Schauspiel Köln, Burgtheater Wien, sowie auf dem Flughafen Neuhardenberg (Die Perser und Solaris), entwarf sie das Bühnen- und Kostümdesign.
Weiters arbeitete sie an zahlreichen großen Theater- und Opernhäusern, mit Regisseur_innen und Kollektiven. U.a. mit Novoflot, Sebastian Baumgarten. Mit dem Regisseur Johan Simons arbeitete sie als Kostümbildnerin u. a. am Nationaltheater Gent, an der Volksbühne Berlin, an den Münchener Kammerspielen, für das Theaterfestival in Avignon und an der Opéra Bastille.
2018 entwarf sie das Kostümbild für Andrea Breths Musiktheaterabend mit Opern von Luigi Dallapiccola und Wolfgang Rihm Der Gefangene/Das Gehege, am Brüsseler Opernhaus, La Monnaie/De Munt und für Johan Simons Inszenierung von Penthesilea bei den Salzburger Festspielen. An der Staatsoper Stuttgart arbeitete sie regelmäßig mit Jossi Wieler und Sergio Morabito zusammen, für La Juive (2008), Katja Kabanova (2010), Die Glückliche Hand / Schicksal (2010), Tristan und Isolde (2014), Rigoletto (2015) und Fidelio (2016), Ariodante (2017) und 2019 den Freischütz an der Opera National du Rhin.
Sie machte die Kostüme für Leander Haußmanns Kinofilm Herr Lehmann, für die Fernsehserie 24 Stunden sind kein Tag und die Filme Bad Decisions und Niagara von René Pollesch und die Ausstattung des Kinofilms Das traurige Leben der Gloria S und Der Tänzer von Ute Schall und Christine Groß.

Francis Ruyter
Universitätsprofessur § 99 für Gegenständliche Malerei  (IBK)

Portraitfoto © Francis Ruyter 

Francis Ruyter beschäftigt sich mit Fragen des Stils und des Wiedererkennungswertes von Bildern und verbindet diese Tätigkeit mit sozialen und technologischen Kräften, die die zeitgenössische Erfahrung und die historische Archivierung bestimmen.

Das Werk, für das er am besten bekannt ist, nimmt die Form einer sehr erkennbaren Malstrategie an, die auf fotografische Quellen zurückgreift und eine glatte und flache Anwendung von unmodulierter Farbe verwendet, die sich innerhalb einer Rahmenzeichnung aus gleichmäßig aufgetragenen schwarzen Linien zurückhält. Obwohl er oft als "Signaturstil" bezeichnet wird, zieht er es vor, ihn als Darstellung eines Mediums zu betrachten, das vielleicht irgendwo zwischen Malerei und Fotografie liegt.

Im Jahr 2008 begann er, sein eigenes fotografisches Quellenmaterial durch das FSA/OWI-Archiv der Library of Congress mit Fotografien aus der Depressionszeit zu ersetzen, wobei er konzeptionell "das Archiv" als Thema wählte, anstatt Bilder aus seiner eigenen Erfahrung darzustellen.

Die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern hatte schon immer einen hohen Stellenwert und ist ein wesentlicher Bestandteil von Ruyters künstlerischer Praxis. Er lebt derzeit in Wien, Österreich, wo er seit der Eröffnung der Galerie Lisa Ruyter im Jahr 2003 mehr als 30 Ausstellungen mit Werken anderer Künstler_innen realisiert hat. Er war Mitbegründer der Team Gallery in den Jahren 1995/96–2001. Von 2017 bis 2021 war er Mitglied des Vorstands der Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler Wiener Secession.

www.theruyter.com

Doireann O'Malley
Universitätsprofessur § 99 für Gender and Space (IBK)

Portrait Doireann O'Malley  

Doireann O'Malleys transdisziplinäre Praxis vereint kollaborative Methoden, heilende und reparative Bewegung, Schreiben und Theorie mit einem starken technologischen Schwerpunkt auf neuen Medien, VR und Film.

"Ich möchte ein Programm schaffen, das die verschiedenen methodischen Ansätze, die ich verwende, vereint und einen nicht-hierarchischen Raum des Austauschs für Studierende schafft, um die Überschneidung von Gender-, Trans*- und Queer-Themen mit einer Kritik an der institutionellen, sozialen und politischen Dominanz von Cis/Het-Infrastrukturen zu erforschen. In den letzten Jahren habe ich ein originelles, interdisziplinäres pädagogisches Konzept für den Unterricht erweiterter Formen von Live- und Medienkunst entwickelt, das darauf abzielt, meine eigene künstlerische Arbeit und die anderer durch die Linse nicht-binärer Epistemologie und postkolonialer Diskurse zu dekonstruieren. Ich glaube, dass die erweiterten Medienformen von AI, AR und VR das Potenzial haben, kosmologische Projektionen zu reflektieren und zu beugen, die sich mit Repräsentation verbinden und sogar müde, dualistische Formen der Kunstproduktion und Repräsentation aufbrechen könnten. Durch meine fortlaufende multidimensionale Praxis habe ich ein Netzwerk von Kollaborateur_innen aufgebaut, darunter Forscher_innen und Künstler_innen in den Bereichen Video, Film, Sound, 3D, CGI und VR, AR und AI. Darüber hinaus arbeite ich regelmäßig mit Somatiker_innen und Live-Künstler_innen, Programmierer_innen, Schriftsteller_innen und Theoretiker_innen zusammen. In meinem Studio erforsche ich derzeit die Verflechtung von Virtualität, geschlechtlicher Verkörperung und Kybernetik als Teil einer mehrjährigen Multimedia-Arbeit, Hyperbodies, die Film, VR und Performance kombiniert. Ich freue mich auf die Möglichkeiten und Herausforderungen, weiterhin an der Schnittstelle von Theorie und Praxis zu lehren und mich dabei auf die Ausweitung von Formaten und die weitere Integration kollaborativer Methoden in meine multidimensionale Praxis zu konzentrieren."

Doireann O'Malley ist derzeit Stipendiat des Berliner Förderprogramms Künstlerische Forschung 2020–2021 und war Teilnehmer_in des Berlin Program for Artists (BPA). Gastprofessor_in im MFA-Programm an der Kunstakademie Nürnberg 2021–2022. Im Winter- und Frühjahrssemester 2020 war er_sie Gastprofessor_in an der Zürcher Hochschule der Künste. Zu den jüngsten Ausstellungen, Vorträgen und Vorführungen gehören The Narrow Gate of The Here and NOW, IMMA, Dublin, IRE; Protoclub, Shedhalle, Zürich, CH; Art Taaalksss, Art Institute, Basel, CH; Biennale Zielona Góra, PL; New Nature Vitrines im Goethe-Institut Montreal, CA, Berlin Weekly, DE, feldfünf, Berlin, DE, goeben, Berlin, DE und im Goethe-Institut, NY, USA; Urban Video Project, Light Work im The Everson Museum Syracuse, NY, USA; Neuer Berliner Kunstverein (n. b.k. ), Berlin, DE; BPA Talks, KW, Berlin, DE; National Sculpture Factory/ Cork Film Festival, Cork, IE; Göteborg International Biennial for Contemporary Art, SE; Stadium Gallery, Berlin, DE; Nordenhake, Mexico City, MEX; Fondazione Adolfo Pini, Mailand, IT; Rencontres Internationales, Forum des Archives, Paris & HKW, Berlin; Spaces in Between, Bozar, Brüssel, BE; Mumok Kino, Wien, AUT; Dublin City Gallery, The Hugh Lane, Dublin, IE; Bobs Pogo Bar, KW, Berlin, DE; Berliner Kunstpreis, 2018, DE; Wild, Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Oldenburg, DE. Der Katalog Prototypes wurde von der Dublin City Gallery, The Hugh Lane produziert und von Sternberg Press und Edith-Russ Haus für Medienkunst mit Essays von Lou Drago, Caspar Heinemann und Joel Kuennen herausgegeben.

DI Andreas Rumpfhuber
Universitätsprofessur § 99 für Architekturentwurf, Plattform HTC - Geschichte Theorie Kritik (IKA)

Portrait DI Andreas Rumpfhuber, Foto: Foto: Katarina Šoškić 

„Meine Praxis als Architekt und Architekturtheoretiker zielt direkt auf aktuelle Fragestellungen der Architektur und des Urbanismus ab, die sich im Spannungsfeld von Gesellschaft, Politik, Technologie, Ökonomie und Ökologie aufspannen. In der Lehre geht es mir darum Architektur als eine reflektierende, analysierende und intervenierende wissenschaftliche Betätigung zu vermitteln, in der auch über die Disziplin im engeren Sinne hinausgedacht wird. Kurz: Es geht mir darum mit Architektur gesellschaftliche Prozesse positiv mitzugestalten.“

Andreas Rumpfhuber ist Architekt und Architekturtheoretiker. Arbeitsschwerpunkte sind neue Formen der Arbeit und des Wohnens.

Gastprofessuren u.a. an der Muthesius Kunsthochschule Kiel, der Staatlichen Akademie der Künste in Stuttgart und der TU Wien. Lehr- und Vortragstätigkeiten u.a. an der Akademie der bildenden Künste Wien, Universität für Angewandte Kunst Wien, TU Wien, TU Graz, Universität Innsbruck, AA School of Architecture, ETH Zürich, KTH Stockholm, CCA Montreal.

Forschungsprojekte u.a. über die „Architektur der Organisationskybernetik“ (FWF Einzelprojekt, P22447-G21) sowie „Scarcity and Creativity in the Built Environment“ (HERA, 1 Mio EUR, zusammen mit Prof. Jeremy Till). Seit 2015 Ziviltechniker mit aufrechter Befugnis. Zur Zeit Planung eines geförderten Wohnungsbaus in Wien 23 mit insgesamt 71 Wohneinheiten.

Autor und Herausgeber der Bücher Architektur immaterieller Arbeit (Turia und Kant, 2013), The Design of Scarcity (Strelka Press, 2014, zusammen mit Jeremy Till, Jon Goodbun, Michael Klein), Modelling Vienna, Real Fictions in Social Housing (Turia und Kant, 2015, zusammen mit Michael Klein), Wunschmaschine Wohnanlage (Sonderzahl, 2016), Into the Great Wide Open (DPR Barcelona, 2017) sowie Textbeiträge u.a. für AA Files, Arch+, Footprint, The Guardian, Der Standard.

2001–2005 Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Architektur (ÖGFA) und von 2007–2009 Vorstandsmitglied der königlichen Dänischen Doktoraratsschulen für Architektur und Design.

Diplomstudium der Architektur an der TU Graz, Bartlett School of Architecture (London) sowie SCI-ARC (Los Angeles). 1999 Diplom mit Auszeichnung bei Prof. Joost Meuwissen und Prof. Hans Kuppelwieser. PhD Stipendium an der königlichen Akademie der Künste in Kopenhagen. 2009 Promotion über die „Architektur der immateriellen Arbeit“ bei Prof. Juliane Rebentisch (HfG Offenbach) und Prof. Henrik Oxvig (Royal Danish Academy). 2005–2008 Gastmitglied des Roundtable 1 am Center für Research Architecture, Goldsmiths College London (Prof. Eyal Weizman).

Seit 2012 Alleinerziehender von Ida Ankele (*2011)

Aristide Antonas
Universitätsprofessur §99 Architekturentwurf PlattformGLC - Geographie Landschaften Städte (IKA)

Portrait Aristide Antonas, Foto: Zoe Hadjiyannaki 

Das Werk von Aristide Antonas umfasst die Bereiche Philosophie, Kunst, Literatur und Architektur. Er veröffentlichte Romane, Kurzgeschichten, Theaterdrehbücher und Essays. Sein künstlerisches und architektonisches Werk wurde unter anderem auf der documenta 14, der Istanbul Biennale und der Biennale von Venedig ausgestellt und hatte Einzelpräsentationen im Schweizerischen Architekturmuseum, im Vorarlberger Architektur Institut in Österreich und im französischen FRAC in Orleans. Zu seiner Arbeit wurden drei Bücher veröffentlicht: Aristide Antonas, (Libra, Rom, 2015) Archipelago of Protocols, (dpr Barcelona, 2016). Testing the ordinary, (Der Konterfei, Wien, 2017).

Mag.a Dr.in Sigrid Eyb-Green
Tenure Track Stelle §99 Abs. 5 Konservierung – Restaurierung mit Spezialisierung auf Papier (IKR)

Portrait Sigrid Eyb-Green, Foto: Patrick Eyb-Green 

„Ich sehe es als meine Aufgabe als Restauratorin, kulturelles Erbe in seinen vielfältigen Erscheinungsformen zu erhalten, dabei seine Bedeutung für die Gegenwart jeweils neu zu interpretieren und für zukünftige Generationen zu bewahren. An meinem Fach finde ich die Vielfalt der Herangehensweisen, mit denen wir uns Kunstwerken und Kulturgütern annähern besonders spannend. Wir arbeiten dabei mit Methoden aus unterschiedlichen natur- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen, um Objekte in der Gesamtheit ihrer materiellen und immateriellen Aspekte zu verstehen und daraus Erhaltungsstrategien zu entwickeln. Als Schwerpunkte meiner Lehrtätigkeit sehe ich daher sowohl die Vermittlung konservatorisch-restauratorischer Methodik und Praxis als auch deren kritische Reflexion. Das zentrale Anliegen meiner Arbeit am IKR ist, meine eigene Forschungs-, Publikations- und Organisationsarbeit eng mit meiner Lehrtätigkeit zu verknüpfen, um Studierenden nicht nur die nötige Fachkompetenz zu vermitteln, sondern sie auch in die wissenschaftliche Community einzubinden und damit Professionalisierungsprozesse in der Konservierung-Restaurierung zu fördern und mitzugestalten.“

Sigrid Eyb-Green studierte von 1994–99 am Institut für Konservierung-Restaurierung an der Akademie der bildenden Künste, wo sie nach einem Aufenthalt am National Design Museum in New York und freischaffender Tätigkeit in den USA und in Wien seit 2002 als wissenschaftliche Mitarbeiterin den Fachbereich Papierrestaurierung betreut. Ein Schwerpunkt ihrer Forschung wurde schon mit ihrer Diplomarbeit über einen großformatigen Karton von Gustav Klimt gelegt und setzte sich in ihrer Dissertation fort, in der sie Kartons von Leopold Kupelwieser untersuchte. Ein weiteres Forschungsinteresse von Sigrid Eyb-Green sind Geschichte und Theorie der Restaurierung; seit 2018 untersucht sie dazu im Rahmen des von der Österreichischen Nationalbank geförderten Projektes Geschichte der Restaurierung in Österreich: Erfahrungswissen und disziplinäre Professionalisierung die Entwicklung der Restaurierungsausbildung an der Akademie und damit die Entstehung einer spezifischen, interdisziplinär angelegten Wissenschaftskultur. Ausgehend von ihrer eigenen Forschungsarbeit regte sie in den letzten Jahren eine Reihe von Seminar- und Diplomarbeiten an, die sich mit Kartonkunst des 19. Jahrhunderts bzw. der Geschichte der Papierrestaurierung an unterschiedlichen Sammlungen beschäftigen und zum Teil bereits abgeschlossen und publiziert sind.

Über ihre Lehr- und Forschungstätigkeit hinaus ist Sigrid Eyb-Green seit vielen Jahren in nationalen und internationalen Organisationen wie ICOM-CC oder dem Österreichischen Restauratorenverband aktiv. 2014 übernahm sie zusammen mit Ute Henniges die Herausgeberschaft der internationalen Fachzeitschrift Restaurator - International Journal for the Preservation of Library and Archival Material.

Dr.in Heike Derwanz, MA
Tenure Track Stelle §99 Abs. 5 für Fachdidaktik materieller Kultur und sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit im Studienfach Gestaltung im Kontext - Unterrichtsfach Technisches und Textiles Werken (IKL)

Als Kultur- und Kunstwissenschaftlerin interessiert sie sich Heike Derwanz für soziale und ökonomische Praktiken von kulturellen Innovator_innen. Vor einer einjährigen Vertretungsprofessur am Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaften an der Universität Bremen koordinierte sie an der HafenCity Universität Hamburg die Projektinitiative Low-Budget-Urbanität. Zur Transformation des Städtischen unter dem Primat des Sparens. Ihr derzeitiger Forschungsschwerpunkt liegt auf nachhaltigen Praktiken im Haushalt und deren Auswirkungen auf städtische Infrastrukturen. Seit Februar 2018 erforscht sie in dem DFG-geförderten Projekt Textilminimalismus. Pioniere nachhaltiger Praxis?“ die Alltagspraktiken deutschsprachiger Minimalist_innen und dabei auch das Verhältnis digitaler Praktiken und materieller Kultur.


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