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Barbara Kapusta ist Lehrende am Institut für bildende Kunst, Fachbereich Kunst und digitale Medien, wo sie 2010 auch ihr Studium abschloß.

 

Barbara Kapusta, Empathic Creatures, 2018
HD Video, 6:44 min, Courtesy Gianni Manhattan und Barbara Kapusta

 

Preisverleihung

Der Preis wird von Nikolaus Krasa, Generalvikar der Erzdiözese Wien, am Mittwoch, den 2. Dezember 2020 um 19.30 Uhr im Erzbischöflichen Palais, Wollzeile 2, 1010 Wien, an Barbara Kapusta übergeben.
Die Anzahl der möglichen TeilnehmerInnen an der Preisverleihung vor Ort richtet sich nach den zu diesem Zeitpunkt geltenden Vorgaben der Österreichischen Bundesregierung. Anmeldung unbedingt erforderlich: für JournalistInnen unter werner@kunstpresse.at, für Interessierte unter office@otto-mauer-fonds.at

Vom 05. Februar bis 16. März 2021 präsentiert die Msgr. Otto Mauer Preisträgerin 2020 Barbara Kapusta im JesuitenFoyer, Bäckerstraße 18, 1010 Wien, ausgewählte Arbeiten. Die Eröffnung findet am Donnerstag, den 04. Februar 2021 um 19.30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: Montag und Dienstag 17 – 19 Uhr, Sonntag 12 – 13 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung: T +43 699 11 44 1567.

Begründung der Jury

Die Jury des Msgr. Otto Mauer Preises 2020 bestehend aus Alfredo Barsuglia (Msgr. Otto Mauer Preisträger 2019), Maria Bussmann (Künstlerin, Kuratorin und Professorin, Universität für angewandte Kunst Wien), Rainer Fuchs (Stellvertretender Direktor und Ausstellungsleiter, mumok museum moderner kunst stiftung ludwig wien) Johanna Schwanberg (Direktorin, Dom Museum Wien) und Gustav Schörghofer SJ entschied, den diesjährigen Msgr. Otto Mauer Preis Barbara Kapusta zuzuerkennen.

Barbara Kapusta lotet in ihren objekthaften, installativen, textbezogenen und filmischen Arbeiten aktuelle Fragen zum Verhältnis von körperlicher Identität und einer von Technologie dynamisiertengesellschaftlichen Umwelt aus. Körperlichkeit wird dabei als ein durchlässiges und verformbares Medium erkennbar, das durch ökologische Desaster von Fragmentierung und Fremdbestimmung bedroht ist, aber zugleich auch ein widerständiges, selbstbestimmtes Potenzial besitzt, das sich dem Zugriff von außen in einer technohumanen Welt durch eigene Transformationen und Faltungen zu widersetzen vermag. Körperliches gewinnt in ihren Arbeiten zeichenhafte Gestalt und umgekehrt entpuppen sich Sprache, Text und Schrift als sinnliche anthropomorphe Motive, die sich in Räume einschreiben oder in Form eigenständiger literarischer Publikationen existieren. Gegen eine in dualen und polarisierenden Kategorien gefangene und erstarrte Weltsicht entwirft Kapusta damit Szenarien fließender Übergänge voller hybrider Gestalten. Dass und wie sich äußere Einflüsse und ökologische Desaster in unsere Körper einschreiben und unsere Widerständigkeit auf die Probe stellen ist eines der Grundthemen Kapustas Arbeit, die nun gerade – ohne ihr Zutun – eine Art pandemischen Schub erfährt.

In den vergangenen 40 Jahren waren insgesamt rund 100 prominente VertreterInnen aus dem zeitgenössischen Kunstbereich – KünstlerInnen, KuratorInnen, MuseumsdirektorInnen und JournalistInnen – in der alljährlich wechselnden Jury vertreten.

Weitere Ausstellungen und Aktivitäten, in denen Barbara Kapusta präsent ist:

Organisiert vom mumok museum moderner kunst stiftung ludwig wien findet von Mittwoch, den 11. November 2020 um 19 Uhr bis Freitag, den 13. November 2020 um 19 Uhr ein Online-Streaming unter dem Titel Feminism Against Family kuratiert von Rose-Anne Gush, Barbara Kapusta, Sophie Lewis statt. Zu sehen sind: Martha Rosler, Born to Be Sold: Martha Rosler, Reads the Strange Case of Baby $/M, With Paper Tiger Television, 1988, 35 min; Maria Lassnig, Soul Sisters. Bärbl, 1974/1979, 5 min; Annette Kennerley, Norrie, 1997, 21 min; Tala Madani, The Womb, 2019, 3 min. Online-Streaming unter www.mumok.at

Ergänzend zur Filmreihe findet am Freitag, den 13. November 2020 um 19 Uhr ein Vortrag von Sophie Lewis, Autorin von Full Surrogacy Now: Feminism Against Family (2019) statt. Anschließend diskutieren Rose-Anne Gush, Barbara Kapusta und Sophie Lewis zum Thema; Um Anmeldung wird gebeten unter www.eventbrite.com

Ab Samstag, den 5. Dezember 2020 sind von 12 bis 19 Uhr Arbeiten von Barbara Kapusta in der Einzelausstellung The Leaking Bodies Series (Dauer: 06. Dezember 2020 – 23. Januar 2021) bei Gianni Manhattan, Wassergasse 14, 1030 Wien zu sehen. Im Rahmen von Galerienbesuchen im Halbstundentakt kann die Ausstellung besucht werden. Anmeldung erforderlich unter www.giannimanhattan.com

Weiters ist im Rahmen einer Gruppenausstellung unter dem Titel New Views on Same-Olds (Dauer: bis 05. Jänner 2021) im Ausstellungsraum der Akademie der bildenden Künste Wien, Eschenbachgasse 11, Ecke Getreidemarkt, 1010 Wien eine Arbeit von Barbara Kapusta zu sehen. Die Ausstellung zeigt verschiedene künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Loop und der ihm inhärenten Ambivalenz zwischen Stillstand und Bewegung, zwischen Ausweglosigkeit und Aufbruch. Zurzeit ist die Ausstellung aufgrund der COVID-19-Schutzmaßnahmen bis Ende November geschlossen und wird sobald es eine Lockerung der Maßnahmen erfolgt wieder geöffnet. Weitere Informationen dazu, auch die Bekanntgabe einer eventuellen Verlängerung der Ausstellung, unter www.akbild.ac.at

Msgr. Otto Mauer Preis

Seit 1981 verleiht der Otto Mauer Fonds der Erzdiözese Wien den Msgr. Otto Mauer Preis für bildende Kunst. Der Fonds wurde von Kardinal Dr. Franz König und dem Erben Msgr. Otto Mauers, Prälat Dr. Karl Strobl, gegründet. Aufgabe der Einrichtung ist es, das besondere Anliegen von Monsignore Otto Mauer, den Dialog zwischen Kirche, Kunst und Wissenschaft lebendig zu halten und weiterzuführen.

In den vergangenen 38 Jahren waren insgesamt rund 100 prominente VertreterInnen aus dem zeitgenössischen Kunstbereich – KünstlerInnen, KuratorInnen, MuseumsdirektorInnen und JournalistInnen – in der alljährlich wechselnden Jury vertreten.


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