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Wien, 04.06.2020

Wir, Studierende, Professor_innen und Lehrende der Akademie der bildenden Künste Wien und Bürger_innen Österreichs, stellen uns entschieden gegen Polizeigewalt, nicht nur in den USA, sondern auch hier in Österreich und in jedem Land, in dem Schwarze Menschen durch die Hände rassistischer Polizist_innen oder White Supremacists getötet werden.

Der Tod eines unbewaffneten afro-amerikanischen Mannes, George Floyd, in Polizeigewahrsam entfachte über Minneapolis hinaus in den ganzen USA Proteste. Sein wiederholendes Flehen und Bitten „Ich kann nicht atmen“ ignorierend, tötete ein Polizist George Floyd und drei weitere sahen tatenlos zu. Sein Name ist es, der in unseren Köpfen und Körpern klingt, während wir gegen solch grausame und unbestrafte systematische Polizeigewalt revoltieren. Trotz friedlicher Proteste begegnen die Polizei und das Militär dort den Demonstrant_innen mit exzessiver Gewalt und Aggression.

Wir stehen in Solidarität  mit den Protestierenden und fordern eine tiefgreifende systematische Veränderung der Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten, welche Black People und People of Color gewaltsam und kontinuierlich erleiden müssen. Rassismus schützt die, die Macht haben. Rassismus erzeugt Ungleichheiten, differenziert, schädigt, beraubt und tötet.

Der Ermordung von George Floyds fügt sich in eine Reihe von einer lange Liste von Tötungen seitens der Polizei seit der Ermordung von Eric Garner 2014 vom NYPD.

Wir können nicht länger schweigen und diesen tiefgreifenden Rassismus weiter hinnehmen. Niemand sollte sich aufgrund seiner Hautfarbe, Religion oder sexuellen Orientierung bedroht fühlen oder Angst haben müssen.

Struktureller Rassismus ist keine Besonderheit der US-amerikanischen Gesellschaft; institutionalisierter Rassismus ist längst in Europa und Österreich angekommen und aktuell. Diskriminierung und Ungerechtigkeit können nicht akzeptiert werden und haben keinen Platz in unserer Gesellschaft, in unseren Institutionen und Gemeinschaften. Wir fordern alle dazu auf, aufmerksam und gezielt gegen strukturellen Rassismus vorzugehen.

Wir solidarisieren mit Black Lives Matter, Black Visions Collective und mit allen anderen Organisationen, die die Anti-Rassismus Bewegung unterstützen.


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