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Ziel der Studie ist eine differenzierte Analyse der beruflichen Wege jener Absolvent_innen, die zwischen den Jahren 2000/01 und 2017/18 ihr Bachelor-, Diplom- oder Masterstudium an der Akademie der bildenden Künste Wien abgeschlossen haben. Um vor allem auch die Vielfalt und die Kontinuitäten oder Diskontinuitäten der Lebens- und Berufsverläufe der Absolvent_innen anschaulich zu machen, ist ein zeitlich möglichst langfristiger Untersuchungszeitraum vorgesehen. Der Impact des Studiums auf den Werdegang der Absolvent_innen wird dabei besonders fokussiert.

In der Studie wird die Perspektive der Absolvent_innen – deren Selbstwahrnehmung und Selbsteinschätzung – besondere Berücksichtigung finden. Weiters wird die Situation der Absolvent_innen der unterschiedlichen Studien der Akademie (Architektur, bildende Kunst, Bühnengestaltung, Konservierung-Restaurierung, künstlerisches Lehramt, Master in Critical Studies) möglichst in ihren spezifischen Konstellationen untersucht und dargestellt. Im Forschungsansatz wird eine gender- und diversitätsspezifische Perspektive eingenommen.

Folgende Fragestellungen sind zentral:

  • In welchen Berufen und Tätigkeitsfeldern waren oder sind die Absolvent_innen beschäftigt? Wie war oder ist die Beschäftigungs- und Erwerbsituation der Absolvent_innen in diesen Berufen und Tätigkeitsfeldern? Welche biografischen Entwicklungen bzw. Brüche sind ablesbar?
  • Was waren wesentliche Karriereschritte oder Stolpersteine im beruflichen Werdegang der Absolvent_innen und was waren die Faktoren, die das bewirkten? Gab es dabei insbesondere auch (förderliche) Faktoren, die auf die Akademie zurückführbar sind?
  • Welche Verbindungslinien zeigen sich zwischen Studium (z.B. Projektarbeiten, Praktika, Arbeit, Qualifikationsprofil, Auslandsaufenthalte, Netzwerke oder Personen) und dem beruflichen Werdegang. Und welche sind es vor allem? Inwieweit waren diese ein relevanter Faktor für berufliche Entscheidungen oder für das berufliche Vorankommen?
  • Inwieweit haben soziale Faktoren (wie z.B. Geschlecht, Klasse, Herkunft, familiärer Hintergrund, Sprache) den Studienverlauf und insbesondere dann auch den beruflichen Weg beeinflusst? Inwiefern waren spezifische soziale und kulturelle Ressourcen oder das Fehlen von spezifischen sozialen und kulturellen Ressourcen förderlich oder hinderlich? Haben hier spezifische Einflussgrößen der Akademie während des Studiums oder im späteren beruflichen Leben fördernd oder unterstützend eingehakt? Konnte die Akademie Zugangsbarrieren in relevanten (künstlerischen) sozialen Feldern abbauen und Chancen erhöhen?

Methodisch integriert die Studie qualitative und quantitative Forschungszugänge. Den Hauptteil der Studie bildet eine Online-Befragung unter der Grundgesamtheit jener Absolvent_innen, die zwischen 2000/01 und 2017/18 ihr Studium an der Akademie abgeschlossen haben. Die so gewonnenen Ergebnisse werden anhand unterschiedlicher Analyseschritte ausgewertet. Durch daran anschließende biografisch-narrative Interviews mit Absolvent_innen werden vertiefende Erkenntnisse zu den beruflichen Wegen der Absolvent_innen gewonnen.

Für die Durchführung der Studie wurde das Zentrum für soziale Innovation – ZSI / Bereich Arbeit und Chancengleichheit https://www.zsi.at/de/ac auf Grundlage eines geladenen Wettbewerbsverfahrens beauftragt. Die Abteilung Qualitätsmanagement begleitet das Projekt in beratender Funktion.

Der Endbericht zur Studie wird im Jänner 2020 fertiggestellt.


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