Kunst und Zeit | Postdigitale Kunst
Der Fachbereich Post-digitale Kunst beschäftigt sich mit den technologischen Bedingungen, unter denen Kunst heute entsteht. Post-digital bedeutet keinen Bruch mit dem Digitalen, sondern dessen Normalisierung: Das Digitale ist kein Sonderfall mehr, sondern die Umgebung, in der wir leben, arbeiten und Bilder machen. Gefragt wird nicht, was eine Technik kann, sondern was sie tut, an Körpern, an Wissen, an Machtverhältnissen.
Der Fachbereich ist offen für alle künstlerischen Praxen, von Film, Fotografie, Installation, Malerei, Performance, Skulptur bis zu KI-basierten Verfahren. Die post-digitale Perspektive kommt dort ins Spiel, wo sie der jeweiligen Arbeit dient.
Im Zentrum stehen Einzelgespräche und Kleingruppen, ergänzt durch Workshops, Gäste und Exkursionen.
Algorithmische Systeme sind nicht neutral, sie reproduzieren die Machtverhältnisse ihrer Trainingsdaten. Der Fachbereich arbeitet deshalb nach dem Prinzip Aneignung statt Abhängigkeit, bevorzugt mit offenen Werkzeugen und Modellen, und mit einem diskriminierungskritischen Blick auf die Systeme, die wir verwenden. Ziel ist, dass Studierende die technologischen Bedingungen ihrer eigenen Arbeit verstehen und darin handlungsfähig, kritisch und künstlerisch agieren.
Der Fachbereich arbeitet eng mit dem Forschungscluster Digitale Kulturen zusammen.