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Was ist Open Access?

Open Access ist ein zentrales Element von Open Science1 und bedeutet kurz gesagt: wissenschaftliche Informationen, Forschungsergebnisse und -daten sowie digitale Kulturobjekte online frei zugänglich zu machen – ohne finanzielle, technische oder rechtliche Hürden.

Open-Access-Veröffentlichen funktioniert demnach in digitaler Form und grundsätzlich nach dem Prinzip „so offen wie möglich, so geschützt wie nötig“.

Open-Access-Publikationen (als Texte, aber auch andere mediale Publikationsformate) sind nicht nur digitale, frei zugängliche Veröffentlichungen, sondern durchlaufen wissenschaftliche Qualitätssicherungsverfahren wie traditionelle Publikationen.

Eine ausführliche Erklärung zu was Open Access bedeutet bietet die Plattform open-access.network. Dort finden sich zudem weiterführende Informationen zu möglichen Gründen dafür/Vorbehalten dagegen und fachspezifischen Open-Access-Angeboten, wie Open Access in den Künsten oder der Kunstgeschichte.


1Vgl. beispielsweise die Definition in UNESCO Recommendation on Open Science (2021).

Open-Access-Richtlinie der Akademie

Die „Richtlinie des Rektorats zur Open-Access-Strategie der Akademie der bildenden Künste Wien“ wurde im Mai 2015 beschlossen und veröffentlicht

Erstveröffentlichung

Im Open Access erstveröffentlichen bedeutet, in einem Open-Access-Verlag oder in einer Open-Access-Zeitschrift zu publizieren, unter einer offenen Lizenz, üblicherweise einer Creative-Commons-Lizenz. Das können wissenschaftliche Zeitschriftenartikel, Beiträge in Sammelbänden, aber auch Monographien und ganze Sammelbände sein.

Open-Access-Publikationen unterscheiden sich von traditionellen Verlagspublikationen vor allem durch ihre Finanzierungsmodelle. Abhängig vom jeweiligen Modell werden Open-Access-Publikationskosten entweder von Autor_innen selbst (oder ihrer Institution) oder durch alternative Finanzierungsformen wie Crowdfunding finanziert.

Für das erste Modell bietet die Akademie Open-Access-Förderungen an, aus denen Publikationskosten für wissenschaftliche Zeitschriftenartikel (article processing charges, APCs) oder Buchpublikationen (book processing charges, BPCs) finanziert werden. Alle Fördermöglichkeiten sind auf calls.akbild.ac.at zu finden.

Beim zweiten Modell fallen keine Open-Access-Publikationskosten für Autor_innen an. Dieses Modell wird Diamond Open Access genannt. Autor_innen können unabhängig von ihrer Institution kostenfrei Open Access veröffentlichen.

Einen „Freikauf“ einzelner Open-Access-Publikationen (sog. Hybrid Open Access) in traditionellen Zeitschriften unterstützt die Akademie nicht.

Zweitveröffentlichung

Open-Access-Publizieren als Zweitveröffentlichung (self-archiving) meint, dass bereits in einer Zeitschrift oder Verlag erschienene Publikationen in einem Open-Access-Repositorium archiviert und so erneut veröffentlicht werden. Die Veröffentlichung erfolgt entweder zeitgleich oder zeitversetzt mit der Original-Publikation.

Für eine erneute Veröffentlichung müssen die rechtlichen Voraussetzungen vorliegen und geklärt sein, ob und unter welchen Bedingungen Materialien Dritter genutzt und veröffentlicht werden dürfen.

Viele Verlage erlauben eine Veröffentlichung in einem Open-Access-Repositorium nur für die letzte angenommene Manuskriptversion (author accepted manuscript, AAM), oft auch erst nach einer Frist. Wenn Ihr Verlag diesen Weg nicht oder nur eingeschränkt erlaubt, versuchen Sie mit dem Verlag zu verhandeln und Ihren Autor_innenvertrag entsprechend anpassen zu lassen.