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Payer Gabriel: Die Zeichnung als pluralistisches Versuchsfeld zwischen Erkenntnisform und autonomer künstlerischer Praxis

Datum
Uhrzeit
Termin Label
Vortrag (Englisch)
Organisationseinheiten
Bildende Kunst
Ort, Adresse (1)
Schillerplatz 3
Ort, PLZ und/oder Ort (1)
1010 Wien
Ort, Raum (1)
Anatomiesaal

Ein Vortrag von Payer Gabriel im Rahmen der IBK Ringvorlesung, organisiert von Philip Patkowitsch, Fachbereich Kunst und Bild I Grafik.

In unserem Vortrag untersuchen wir das Spannungsverhältnis zwischen Zeichnung als eigenständiger künstlerischer Praxis und als wissenschaftlicher Form der Visualisierung und Erkenntnis. Die Zeichnung bildet für uns einen Denk- und Reflexionsraum, in dem sich kulturell überlieferte Wissensordnungen und die ihnen zugrunde liegenden visuellen Strategien befragen lassen. Dabei setzen wir diese tradierten Formen der Wissensorganisation in Beziehung zu Perspektiven eines kritischen posthumanen Denkens. Anhand ausgewählter Werkgruppen zeigen wir, wie wir uns zeichnerisch mit dem tableau, Inskriptionen, Wissensbäumen und dem Stillleben als historisch geprägten Formen des Ordnens, Vergleichens und Inventarisierens auseinandersetzen.

Kurzbiografie 
Payer Gabriel ist das Künstlerduo Micha Payer (*1979, Wolfsberg) und Martin Gabriel (*1976, Linz). Beide studierten Transmediale Kunst bei Brigitte Kowanz an der Universität für angewandte Kunst Wien, wo sie 2006 ihr gemeinsames Diplom abschlossen. Seit zwanzig Jahren bildet die Zeichnung ein zentrales Medium ihrer künstlerischen Praxis. In ihren Arbeiten beschäftigen sie sich mit dem Verhältnis von Bild und Wissen sowie mit visuellen Verfahren der Organisation und Produktion von Wissen. 2023 schloss Micha Payer ihr PhD in Art an der Universität für angewandte Kunst ab. 

Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.