Conceptual Sculpture. New York, 1968–73
Dissertationsprojekt
von Laura Preston, Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften
Projektlaufzeit: 1.3.2020–8.4.2025
Abstract
Die Arbeit schlägt vor, neben Debatten über die Entmaterialisierung des konzeptuellen Kunstwerks auch seine skulpturalen Dimensionen in der Geschichtsschreibung der konzeptuellen Kunst in ihrem Epizentrum, New York in den Jahren 1968-73, in Betracht zu ziehen. Ziel ist es, den gängigen historischen Fokus – die Negation der Form – zu erweitern, indem diejenigen konzeptuellen Arbeiten berücksichtigt werden, die das Objekt kritisch hinterfragen und dennoch konstitutive künstlerische Formen anbieten.
Die Argumentation stützt sich auf frühe Performance-Arbeiten der afroamerikanischen Künstlerin Adrian Piper, insbesondere auf Catalysis, no.
3 (1970) und den verwandten Text „The Ongoing Autobiography of the Art Object“. Eine Diskussion von Pipers Werk neben den Werken anderer KonzeptkünstlerInnen aus dem selben Umfeld, darunter Sol LeWitt und Lucinda Childs, gibt zu bedenken, dass das skulpturale Anliegen der Konzeptkunst mit dem des Minimalismus zwar verwandt ist, jedoch über die dem Erscheinungsbild des phänomenologischen Objekts eingeräumte Vorrangstellung hinausgeht, und stellt zudem weiterhin die Assoziation von Konzeptkunst und Ware infrage.
Die theoretischen Quellen, die diesen kritischen Rückblick auf die Geschichte der Konzeptkunst und die Anerkennung der skulpturalen Dimensionen des konzeptuellen Kunstwerks unterstützen, stammen vor allem aus dem dekolonialen Denken der Black Radical Tradition.
Kurzbiografie
Laura Preston ist Herausgeberin und Kuratorin. Sie war Redakteurin des Haus der Kulturen der Welt, Berlin, und der documenta 14, Athen/Kassel. Sie war außerdem Gastkuratorin des Portikus, Frankfurt am Main, und Kuratorin, später leitende Kuratorin, der Te Pātaka Toi Adam Art Gallery, Victoria University of Wellington. laurapreston.org