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Einladung zur Defensio von Tina Amerstorfer

Datum
Uhrzeit
Termin Label
Defensio
Organisationseinheiten
Bildende Kunst
Ort, Adresse (1)
Schillerplatz 3
Ort, PLZ und/oder Ort (1)
1010 Wien
Ort, Raum (1)
M13a

Das Institut für bildende Kunst der Akademie der bildenden Künste Wien lädt herzlich zur Defensio von Tina Amerstorfers Dissertation "Un-heimliche Begegnungen – Eine Annäherung an den performativen Workshopraum und andere choreographische Zwischenräume bei Doris Uhlich und Sigal Zouk" ein.

Mitglieder des Prüfungssenats sind: Univ.-Prof. Dr.phil. Ruth Sonderegger (Vorsitzende_r),  Dr. Krassimira Kruschkova (1. Betreuer_in) und Dr. Adam Czirak (externe_r Gutachter_in, mdw, Wien).

Die Defensio wird auf Deutsch in Raum M13a am Schillerplatz 3, 1010 Wien stattfinden.

Abstract

Die vorliegende Dissertation nähert sich dem Workshop-Format im zeitgenössischen Tanz aus einer philosophischen Perspektive an und fragt nach dessen Besonderheit. Im Mittelpunkt steht die choreographische Praxis von Doris Uhlich und Sigal Zouk, die in "performativen Texträumen" beschrieben wird.
Der Workshopraum entfaltet sich in einem "widerständigen Dazwischen" – zwischen Ästhetik und Ethik, Performance und Probe, Kunst und Leben und zwischen den Teilnehmer_innen. Diese und weitere choreographische Zwischenräume werden in der vorliegenden Arbeit vor allem durch Jean-Luc Nancys Gedanken zum "singulär plural Sein" und Konzepten zur Berührung und zur Begegnung beschrieben – innerhalb einer performativen Forschungslogik, (in) der sich die Arbeit (immer schon) verschrieben hat.
Dabei wird fortwährend auch die Frage nach dem Wie des Schreibens über Tanz und Körper "mit"-gefragt, indem das Schreiben selbst als performative Praxis verstanden wird, die im hier entwickelten Konzept des "Mit"-Schreibens ihre Form findet.
Es wird versucht darzustellen, dass der Workshop wesentlich mehr ist als ein bloßes Vermittlungsformat, indem in diesen Workshopräumen "un-heimliche Begegnungen" stattfinden können. Nämlich im oszillierenden Dazwischen von Vertrautem und Fremdem und Möglichem und Wirklichem. Ein Raum, in dem sich Körper von starren Vorstellungen, Normen und Regeln "entschreiben" können und sich dadurch ein Potenzialitätsraum für unerwartetes und ungewöhnliches Miteinander öffnet.

Kurz-Biographie

Tina Amerstorfer arbeitet als Tanzwissenschaftlerin, Autorin, Performerin und Tänzerin in Wien. Nach dem Studium der Philosophie und Germanistik verfasste sie an der Akademie der bildenden Künste Wien ihre Dissertation „Un-heimliche Begegnungen. Eine Annäherung an den performativen Workshopraum und andere choreographische Zwischenräume bei Doris Uhlich und Sigal Zouk“. Ihre Forschung bewegt sich im Schnittfeld von Tanz, Philosophie und performativer Praxis und fragt nach dem Dazwischen von Sprache und Körper. Darüber hinaus leitet sie Tanz- und Schreibworkshops und moderiert Gespräche mit Künstler_innen und Publikum.