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Animation im Kontext

Datum
Uhrzeit
–
Termin Label
Symposium
Organisationseinheiten
Bildende Kunst
Ort, Treffpunkt (1)
Atelierhaus
Ort, Adresse (1)
Lehárgasse 8
Ort, Adresszusatz (1)
2. OG
Ort, PLZ und/oder Ort (1)
1060 Wien
Ort, Raum (1)
Mehrzwecksaal

Ein Symposium im Rahmen des 22. Best Austrian Animation Festivals. BAAF ist ein Projekt von ASIFA Austria in Kooperation mit der Akademie der bildenden Künste Wien

Ulrike Swoboda-Ostermann
glimpse. Vom digitalen Moment zur analogen Bildspur

Vortrag über den Film glimpse, der die ursprünglich digitalen Schnappschüsse durch das monochrome fotografische Verfahren der Cyanotypie analog reproduziert. Im Jahr 1842 entwickelte der englische Naturwissenschaftler und Astronom John Herschel dieses Verfahren. Die Cyanotypie war das dritte Verfahren nach der Daguerreotypie und Kalotypie zur Herstellung von stabilen fotografischen Bildern. Anna Atkins, eine britische Naturwissenschaftlerin, machte diese fotografische Technik durch ihre Bücher bekannt, in denen sie Algen, Farne und andere Pflanzen mit Cyanotypien dokumentierte. 

Ulrike Swoboda-Ostermann, geboren in Steyr, Österreich
studierte an der FH MultiMediaArt in Salzburg und Berlin, seit 2004 freiberuflicher
Mediendesignerin und Animationsfilmemacherin in Wien, seit 2009 Lehrtätigkeit an der Graphischen HTL Wien, im Bereich Animationsfilm und Mediendesign
http://uswo.at

Regina Hofer & Leopold Maurer
F22.0 – Vom autobiografischen Comic zum Animationsfilm

"Ausgangspunkt meiner Arbeit war der Versuch, eine
Erfahrung zu verstehen und in meine Lebensgeschichte einzuordnen, die meine
Wahrnehmung der Wirklichkeit grundlegend verändert hatte.
Der Wahn brachte Menschen, Situationen und Zusammenhänge hervor, die sich für
mich real anfühlten, obwohl sie außerhalb meiner Vorstellung nicht existierten. Im
Rückblick stellt sich die Frage, wie eine solche Wirklichkeit entsteht, wie man sich in ihr
orientiert und wie man nach ihrem Zusammenbruch wieder zu sich selbst findet."


Regina Hofer, geboren 1976 in Linz; Studium der Malerei und Graphik an der Akademie
der bildenden Künste, Wien. Seit 2002 freischaffende Künstlerin in den Bereichen
Animation und Zeichnung.
best-austrian-animation.at/artists/regina-hofer

Leopold Maurer, geboren 1969 in Wien, studierte zunächst Soziologie an der Universität Wien, dann Malerei und Grafik an der Akademie der bildenden Künste Wien. Seit 1998 ist er freischaffender Künstler in den Bereichen Animation, Cartoon, Comic und Illustration. Er lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich.

Remo Rauscher
AniDoc Lina : Der nötige Zeilenabstand

Lina* ist Mensch, Sammlung und Platzhalter für Viele. Im Zuge der Recherchen entstand ein Archiv aus Gesprächen mit zwanzig Betroffenen, die über innere Prozesse und soziale Herausforderungen nach der Geburt eines verstorbenen Kindes sprechen. Diese Stimmen bilden Tonspur und Querschnitt einer Gesprächskultur, die an generationsübergreifender Ratlosigkeit leidet. Deshalb ist es an der Zeit, altehrwürdige Muster abzustreifen und eine trittsichere Offenheit im Umgang mit dem Tod und verstorbenen Menschen zu kultivieren. Denn der Rattenschweif des Schweigens wurzelt tief und nachhaltig, resultiert in verkappten Behandlungsmethoden, verschleppten Traumata oder sozialer Ausgrenzung.

Remo Rauscher ist ein österreichischer Filmemacher und Medienkünstler, geboren 1984 in
Kufstein und wohnhaft in Linz. Seine Arbeiten verbinden experimentelle Ansätze mit
gesellschaftlichen Themen und reichen von Animationsfilm über Dokumentation bis
Theater. Er unterrichtet an der Fachhochschule Oberösterreich, Hagenberg, insbesondere
im Bereich Analoge Animation und Medientechnik.
www.remorauscher.at
www.remorauscher.at/projekt-lina

Thomas Renoldner
Stroboskop und Phenakistiskop als Instrumente in den Humanwissenschaften, den populärkulturellen Medien und der Kunst – 1800 und heute

Der Vortrag nimmt die Frühgeschichte des (Animations-)Films zum Ausgangspunkt und beleuchtet die Entwicklung von Stroboskop und Phenakistiskop im Kontext der visuellen Wahrnehmungsforschung von Michael Faraday, Joseph Plateau und Simon von Stampfer. Dabei werden insbesondere Stampfers „Stroboskopische Scheiben“ von 1833 als frühe Form des Animationsfilms betrachtet, weil deren unterschiedliche Bilder-Loops bereits die spätere Genrevielfalt des Kinos zwischen gegenständlich und abstrakt, dokumentarisch und experimentell vorwegnehmen. Weiters wird die Entwicklung des Phenakistiskops vom wissenschaftlich inspirierten Instrument zum populärkulturellen „Optical Toy“ sowie zu künstlerischen Umsetzungen in Film, Installation und Performance aufgezeigt.

Thomas Renoldner, Geboren 1960 in Linz. 1979-83 Psychologie und
Erziehungswissenschaft an der Universität Innsbruck und Salzburg studiert. 1989-94
studierte er Malerei und Animationsfilm an der Universität für angewandte Kunst. 1994
Diplom mit dem Film "Rhythm 94“. Renoldner leitete von 1992 bis 2003 die ASIFA Austria.
Von 2004 bis 2025 unterrichtete er an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo er
auch das Studio für künstlerischen Animationsfilm leitete.
www.thomasrenoldner.at

Organisation und Moderation: Adnan Popović
Sprache: Deutsch