A⁴ – Austrian Art Alumni Award 2026 geht an sechs herausragende Kunst-Absolvent_innen
Zum zweiten Mal wurde am Montag, den 21. September 2026 der A⁴ – Austrian Art Alumni Award im Rahmen eines Festakts an der Akademie der bildenden Künste Wien an sechs herausragende Absolvent_innen österreichischer Kunstuniversitäten verliehen. Für die Akademie wurde Samira Fux ausgezeichnet, wir gratulieren herzlich!
Für den Austrian Art Alumni Award 2026 wurden insgesamt 88 gültige Einreichungen eingebracht, die von einer Jury bewertet wurden. Die Jury, in der das Wissenschaftsministerium, alle sechs Kunstuniversitäten sowie zwei unabhängige externe Expert:innen vertreten sind, würdigte insbesondere die hohe künstlerische Qualität, die Eigenständigkeit der künstlerischen Positionen und die gesellschaftliche Relevanz der eingereichten Vorhaben. Die ausgewählten Projekte setzen sich unter anderem mit Erinnerungskultur, Geschlechtergerechtigkeit, ländlichen Lebenswelten, Ressourcenverteilung und zeitgenössischer Musik auseinander
Die Preisträger:innen des A⁴ – Austrian Art Alumni Award 2026
Rosa Andraschek (Universität für angewandte Kunst Wien) erhält den Award für „Gras, auseinandergeschrieben“. Das Projekt untersucht das ehemalige KZ-Außenlager Hirtenberg als verdrängten Erinnerungsort. Mittels Drohnenaufnahmen, Soundarbeiten, Abgüssen und Druckverfahren werden historische Spuren gesichert und in eine installative Arbeit überführt.
Lea Oltmanns (Mozarteum Salzburg) wird für das Theaterprojekt „Gossipgirls“* ausgezeichnet. Das Vorhaben erforscht Klatsch und informelle Kommunikationsnetzwerke als historische und gegenwärtige Räume von Solidarität, Vertrauen und Wissensaustausch unter FLINTA*-Personen.
Jooyoung Chang (mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) erhält die Auszeichnung für „Der Kongress tanzt!“. Das Projekt beauftragt und präsentiert neue Tanzmusik zeitgenössischer Komponist:innen und verbindet Bezüge zum Wiener Kongress mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen.
Anna Carina Roth (Universität für angewandte Kunst Wien) wird für das Werkkomplex „Sediments“ ausgezeichnet. Installation, Fotografie auf Keramik und analoger Film verhandeln ausgehend von traditionellen Wasserversorgungssystemen in Kairo Fragen von Ressourcengerechtigkeit, Fürsorge und Gemeinschaft.
Magdalena Moser (Kunstuniversität Graz) erhält den Award für „Vox femina“. Mit dem Projekt erforscht und präsentiert sie österreichische Orgelmusik von Komponistinnen und macht ein bislang wenig beachtetes Repertoire sichtbar.
Samira Fux (Akademie der bildenden Künste Wien) wird für das Filmprojekt mit dem Arbeitstitel „Oben bleiben“ ausgezeichnet. Die dokumentarisch-experimentelle Arbeit porträtiert Menschen im Kärntner Grenzraum und thematisiert Arbeit, Zugehörigkeit, Sprache und Selbstbestimmung in ländlichen Lebenswelten.
Neue Trophäe und neues Logo für gemeinsame Nachwuchsförderung:
Mit der Verleihung 2026 erhält der A⁴ – Austrian Art Alumni Award erstmals auch ein eigenständiges visuelles Erscheinungsbild. Das neue Logo wurde von Stina Berger (Universität für angewandte Kunst Wien) gestaltet. Es verleiht dem hochschulübergreifenden Förderprogramm eine wiedererkennbare visuelle Identität.
Erstmals wurde den Preisträger_innen zudem eine eigens für den Award entwickelte Trophäe überreicht: ein Schwimmflügerl, entworfen von Armin Etschmann (Kunstuniversität Linz). Die Trophäe steht sinnbildlich für Auftrieb, Unterstützung und den Aufbruch in die eigenständige künstlerische Praxis – jene Phase, die der A⁴ – Austrian Art Alumni Award gezielt fördern möchte.
Die Auszeichnung ist mit einer zwölfmonatigen Förderung von jeweils 24.000 Euro verbunden. Sie ermöglicht den Preisträger_innen, ihre eingereichten künstlerischen Projekte im In- und Ausland umzusetzen und ihre künstlerische Vision weiterzuentwickeln.