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The library as artist's studio: Erasmus BIP+ Staff Week in Antwerpen

The library as artist's studio lautete das Thema der Erasmus+ BIP Staffweek, die von 15. bis 19. Juni 2026 in Kollaboration mit der Folkwang Universität der Künste, Deutschland, und Allard Pierson, Museum und Sammlung der Universität Amsterdam, Niederlande, an der Universität KdG Sint Lucas in Antwerpen, Belgien, stattfand. Der Einladung zum professionellen Austausch zwischen Mitarbeiter_innen von Kunsthochschulbibliotheken folgten rund 20 Bibliothekar_innen aus neun EU-Ländern und der Schweiz – so auch zwei Mitarbeiterinnen der Universitätsbibliothek der Akademie der bildenden Künste Wien.

"How can a library become part of the studio – an active space for artistic practice, research and learning?"

Das zu dieser Leitfrage von Bibliotheksleiterin Adeline Boeckaert, KdG Sint Lucas, pointiert kuratierte Programm bot Lectures und Workshops in den einladend offen situierten Räumen der Bibliothek am Campus Sint Lucas, sowie zahlreiche Besuche mit Spezialführungen in den international bekannten GLAM-Institutionen Antwerpens, darunter das Plantin-Moretus Museum und die Hendrik Conscience Heritage Library.

Der thematische Schwerpunkt der Staffweek eröffnete eine einmalige Plattform zum Austausch über Strategien und Ideen, inwieweit wissenschaftliche Bibliotheken neben der Bereitstellung herkömmlicher bibliothekarischer Ressourcen auch Infrastruktur für  künstlerische Arbeitsprozesse bieten können. In welcher Weise können Bibliotheken involviert sein, die über jene als Veranstaltungslocation für Ausstellungen und Lesungen hinausgeht? Und wie können auch Interessierte von außerhalb der Institution auf experimentelle, künstlerisch-forschende Weisen inkludiert werden?

Der Austausch auf europäischer Ebene ermöglichte darüber hinaus den Vergleich institutioneller Gegebenheiten und Herausforderungen von Kunsthochschulbibliotheken. So wurden die vielfältigen Anforderungen an spezifische Literaturbedarfe und Arbeitsräume diskutiert und in der Folge überlegt, wie sich Offenheit nicht nur im Bestand sondern auch in den Möglichkeiten der räumlichen Nutzung einer Kunstbibliothek widerspiegeln kann.

Insgesamt konnten die Kolleginnen aus der Bibliothek der Akademie hier viel Inspiration aus diesem hochinteressanten, stimmigen Programm rund um die Schaffung von Zugänglichkeit zu Gedächtnisinstitutionen der Kunst und ihren Sammlungen ziehen.

Nicht zuletzt aufgrund des intensiven, persönlichen Austauschs mit Fachkolleg_innen aus dem europäischen Hochschulraum seien die durchwegs positiven Erfahrungen und Möglichkeiten der Erasmus+ Mobilitätsprogramme allen interessierten Universitätsangehörigen wärmstens empfohlen.