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Universitätsprofessur

gem. § 98 Universitätsgesetz 2002 am Institut für Konservierung-Restaurierung (IKR) für den Studienschwerpunkt Objekt–Holz/historische Musikinstrumente

Extra Label
Bewerbungsfrist
Fälligkeitsdatum
Mi 4.11.2026

An der Akademie der bildenden Künste Wien gelangt folgende Stelle zur Ausschreibung:

Universitätsprofessur 

gem. § 98 Universitätsgesetz 2002 am Institut für Konservierung-Restaurierung (IKR) für den Studienschwerpunkt Objekt – Holz/historische Musikinstrumente. Diese Position wird im vollen Beschäftigungsausmaß ab 1.10.2027 zunächst befristet für 5 Jahre vergeben. Vor Ablauf der Befristung kann ein Antrag auf Verlängerung bzw. Entfristung des Dienstverhältnisses gestellt werden.

Von den Bewerber_innen wird eine ausgewiesene Expertise in der Konservierung-Restaurierung beweglicher und unbeweglicher Kulturgüter aus Holz erwartet. Strategisches Ziel des Institutes ist es, den Schwerpunkt Holz/historische Musikinstrumente in Richtung Konservierung-Restaurierung von Objekten und denkmalgeschützten Kulturgütern auch in Bezug auf Nachhaltigkeit, Klimastrategien und Materialforschung weiterzuentwickeln. Expertise in der Behandlung von historischen und zeitgenössischen Objekten und Ensembles sowie Raumausstattungen der Gegenwart und Kenntnis aktueller Diskurse im Umgang mit anthropologischen Sammlungen und Global Heritage ist erwünscht.

Die Ausbildung am Institut für Konservierung-Restaurierung verbindet Theorie und Praxis der Konservierung-Restaurierung von Kulturgütern in ihrem breitestmöglichen Spektrum. Wir arbeiten in enger Kooperation mit den künstlerischen sowie kultur- und naturwissenschaftlichen Instituten der Akademie und mit Blick auf die strategischen Schwerpunkte der Akademie im Bereich Nachhaltigkeit und Dekolonisierung.

Das Institut befindet sich in einer Phase bedeutender räumlicher und struktureller Weiterentwicklung. Im Februar 2028 übersiedelt es in ein neues, speziell auf die Anforderungen von Forschung, Lehre und Praxis ausgerichtetes Gebäude im Wiener Arsenal. Dadurch entsteht ein zukunftsweisender neuer Standort der Akademie der bildenden Künste Wien, der die Verbindung von innovativer Forschung, technologischer Entwicklung und kulturellem Erbe sichtbar macht. Die moderne Infrastruktur eröffnet der künftigen Professur die Möglichkeit, die Weiterentwicklung des Instituts aktiv mitzugestalten und neue Potenziale für Forschung, Lehre, internationale Kooperationen und Wissenstransfer zu erschließen (siehe auch https://www.akbild.ac.at/de/news/2026/ballonhalle-spatenstich-fuer-modernes-institutsgebaeude-der-akademie-der-bildenden-kuenste-wien-im-wiener-arsenal).

Aufgabenbereiche 

  • fachbezogene, wissenschaftlich und praxisgeleitete Forschung im Studienschwerpunkt Objekt – Holz/historische Musikinstrumente
  • zukunftsweisende Weiterentwicklung des Studienschwerpunkts Objekt – Holz/historische Musikinstrumente im internationalen wissenschaftlichen Kontext
  • aktive Mitgestaltung der strategischen Entwicklung des Instituts
  • Betreuung und Förderung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses
  • selbständige Durchführung von Lehrveranstaltungen und Prüfungen
  • Betreuung von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten (Diplomarbeiten und Dissertationen)
  • Entwicklung internationaler Kooperationen und Forschungsnetzwerke
  • Entwicklung, Mitwirkung und Durchführung von (Drittmittel-) Forschungsprojekten
  • aktive Publikations- und Vortragstätigkeit 
  • Mitwirkung an Organisations-, Verwaltungs- und Gremienaufgaben sowie an Qualitätsentwicklungs- und Evaluierungsmaßnahmen in Lehre und Forschung

Anstellungsvoraussetzungen

  • abgeschlossenes Hochschulstudium der Konservierung-Restaurierung mit fachbezogener Promotion oder Nachweis einer vergleichbaren wissenschaftlichen Eignung (siehe unten)
  • Nachweis fachspezifischer Publikationen
  • Erfahrung in der forschungsbezogenen, interdisziplinären Zusammenarbeit sowohl im universitären Bereich als auch in bzw. mit Museen zu aktuellen Diskursen in der Konservierung-Restaurierung
  • herausragende praktische Berufserfahrung in der Konservierung-Restaurierung von Objekten aus Holz einschließlich mehrjähriger Erfahrungen außerhalb des Hochschulbereichs
  • nachgewiesene Erfahrung in internationalen Forschungskooperationen sowie die Fähigkeit, Netzwerke und Partnerschaften für Forschung und Lehre weiterzuentwickeln
  • Lehrerfahrung im Hochschulbereich sowie Befähigung und Kenntnisse zur Implementierung neuer innovativer und zukunftsweisender Methoden in Lehre und Forschung
  • reflexive, vermittelnde und kritische Kompetenz in den Bereichen Methodik und Dokumentation
  • Team-, Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit, um Lösungen gemeinsam und arbeitsteilig umzusetzen
  • Erfahrung mit und Bereitschaft zur Übernahme organisatorischer Aufgaben, sowohl in der akademischen Selbstverwaltung (u.a. in Gremien) als auch in Belangen des Studienbetriebs
  • sehr gute Sprachkenntnisse in Wort und Schrift in Deutsch und/oder Englisch; die Bereitschaft zur zeitnahen Aneignung deutscher Sprachkenntnisse, welche die Mitarbeit im Management des Instituts und in universitären Gremien sowie den Unterricht für Studierende ermöglichen, wird vorausgesetzt, sofern bei Stellenantritt nicht vorhanden
  • diskriminierungskritisches Grundverständnis sowie die Bereitschaft sich dahingehend fortzubilden
  • Die aktive Mitwirkung am akademischen Leben der Akademie setzt eine regelmäßige Präsenz am Standort voraus.

Im Falle einer langfristigen Anstellung geht die Akademie von einer Verlagerung des Lebensmittelpunkts nach Wien aus. 

Zur Lehrverpflichtung gehören die fachpraktische Lehre am Originalobjekt (zentrales künstlerisches Fach) und individuelle Betreuung der Studierenden im Schwerpunkt Objekt – Holz/historische Musikinstrumente im Ausmaß von 16 Stunden sowie die Durchführung von Lehrveranstaltungen in Theorie und Praxis der Konservierung-Restaurierung. 

Der monatliche Bruttobezug nach dem Kollektivvertrag für die Arbeitnehmer_innen der Universitäten in der Gehaltsgruppe A1 beträgt derzeit Euro 6.713,30.

Interessent_innen bewerben sich bitte unter Beilage folgender Dokumente bis 04.11.2026 unter www.akbild.ac.at/jobs:
(1) Motivationsschreiben, (2) detaillierter Lebenslauf, (3) Publikationsliste, (4) Referenzprojekte, (5) Konzept zur Positionierung und Weiterentwicklung des Studienschwerpunkts in der ausgeschriebenen Fachrichtung, (6) universitäres Lehrkonzept über die Motivation, Inhalte und Vorhaben der eigenen Lehre sowie Nachweis einer der Position entsprechenden Lehrtätigkeitserfahrung, (7) Darlegung zum eigenen diskriminierungskritischen Verständnis von Lehre, Forschung und universitärer Selbstverwaltung.

Sofern Bewerber_innen nicht über eine fachlich einschlägige Promotion verfügen, kann alternativ ein Gutachten über promotionsadäquate Leistungen vorgelegt werden. Das Gutachten hat die wissenschaftlichen Leistungen des_der Bewerber_in zu würdigen und darzulegen, dass diese hinsichtlich Umfangs, Qualität, Originalität und wissenschaftlicher Eigenständigkeit einer Promotion gleichzusetzen sind. Das Gutachten ist von einer_einem ordentlichen Universitätsprofessor_in oder einer wissenschaftlich gleichwertig qualifizierten Person aus dem einschlägigen Fachgebiet zu erstellen. 

Nachfragen richten Sie bitte an die Institutsleiterin Prof. Dr. Carolin Bohlmann: c.bohlmann@akbild.ac.at 

Die Akademie der bildenden Künste Wien bekennt sich zu einem chancengerechten Lern-, Lehr-, Forschungs- und Arbeitsumfeld und wirkt auf den Abbau von Diskriminierungen und strukturellen Barrieren hin. Daher begrüßt die Akademie ausdrücklich die Bewerbung von qualifizierten Personen, die aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ethnischen Zugehörigkeit, Religion oder Weltanschauung oder ihres Alters strukturell benachteiligt sind. Dabei ist besonders zu berücksichtigen, wenn eine Person mehrere Diskriminierungsgründe auf sich vereint (intersektionaler Ansatz). 

Die Akademie der bildenden Künste Wien strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen an und ersucht nachdrücklich um Bewerbungen von qualifizierten Frauen. Weiters bemüht sich die Akademie um die Herstellung von möglichst barrierefreien Bewerbungs- und Arbeitsbedingungen. In diesem Rahmen unterstützt die Akademie aktiv die Bewerbung von Menschen mit Behinderungen. Bewerber_innen können sich im Vorfeld an die Personalabteilung oder die Behindertenvertrauenspersonen der Akademie wenden. Die Bewerber_innen haben keinen Anspruch auf Abgeltung von Reise- und Aufenthaltskosten, die aus Anlass des Aufnahmeverfahrens entstanden sind.