Skip to main content

In Person: Claudia Larcher

Datum
Termin Label
Werkschau
Organisationseinheiten
Bildende Kunst
Ortsbeschreibung
Österreichisches Filmmuseum
Augustinerstraße 1
1010 Wien

Werkschau zu Claudia Larcher  im Österreichischen Filmmuseum, kuratiert von Eva Fischer und Michael Loebenstein, mit sixpackfilm. Weltpremiere von Extinction Story. Claudia Larcher ist ab 1. Oktober als Professorin für Post-digitale Kunst am Institut für bildende Kunst tätig.

Zwei Abende, ein Kosmos: Das Österreichische Filmmuseum widmet der Wiener Künstlerin, Filmemacherin und KI-Researcherin Claudia Larcher eine Werkschau, die fast zwei Jahrzehnte ihres künstlerischen Schaffens durchmisst. Claudia Larcher übernimmt mit 1. Oktober 2026 die Professur für Post-digitale Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Ausgehend von der Fotografie als sozial und politisch wirksamer Praxis untersucht Larcher die Transformation des Bildes im digitalen Zeitalter, von der algorithmischen Animation bis zur immersiven, phygitalen Installation, in der physische und digitale Welt nahtlos verschmelzen.

In Programm 1, From Bay to Bark, werden Wetterphänomene und nicht-menschliche Akteur_innen wie Pilze, Wurzeln und Humus zu Welterschaffer_innen. Programm 2, From Self to Species, sieht das Selbst nicht als gegebenen Ausgangspunkt, sondern als Effekt aus Bildern, Algorithmen und Generationen. Höhepunkt ist die Weltpremiere von Extinction Story, in der Larcher den zoologischen Bestand ihres Großvaters als Ausgangspunkt für einen Essay über Sammlungen, ökologische und kulturelle Praktiken, Tod und (Re-)Animation nimmt.

In der Lecture-Performance From MTV to Future Cinema öffnet die Künstlerin im Gespräch mit Kuratorin Eva Fischer den Echoraum ihrer Bilder: Referenzen von Pipilotti Rist über VALIE EXPORT bis Björk und Chris Marker treffen auf Science-Fiction, Body-Horror und kritische Theorie, ein assoziativer Resonanzraum zwischen digitalem Humanismus und posthumaner Bildkultur.

Im Zentrum von Larchers Forschung stehen die Materialität von Daten, ökologische Zukunftsszenarien und ein bias-bewusster Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Den Abschluss bildet eine Carte blanche: Larchers persönliche Einladung in ihr filmisches Universum mit Claire Denis’ Trouble Every Day.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Österreichischem Filmmuseum und sixpackfilm, kuratiert von Eva Fischer und Michael Loebenstein. In Anwesenheit von Claudia Larcher.

Programm:

Mi, 7.10.2026
18 h, Programm 1: From Bay to Bark (47 min)
#postalps (2019, 5 min)
Collapsing Mies (2020, 7 min)
Das große Baumstück (2023, 10 min)
Empty Rooms (2011, 11 min)
Points Lines Planes (2018, 14 min)
Claudia Larcher im Gespräch mit Michael Loebenstein

 20:30 h, Lecture-Performance: From MTV to Future Cinema
Claudia Larcher im Gespräch mit Eva Fischer

Do, 8.10.2026
18 h Programm 2: From Self to Species (50 min)
Dramatis Personae (2019, 4 min)
HEIM (2009, 12 min)
Me, myself and I (2022, 6 min)
SELF (2015, 8 min)
The Artist in the Machine (2022, 3 min)
Extinction Story (2026, 17 min), Weltpremiere
Claudia Larcher im Gespräch mit Gerald Weber

20:30 h Carte blanche
Trouble Every Day (Claire Denis, 2001, 101 min)
Einführung Claudia Larcher