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The Governance of Animals as Problems and Solutions

Datum
Uhrzeit
Termin Label
Vortrag
Organisationseinheiten
Bildende Kunst
Ortsbeschreibung
Atelierhaus
Lehárgasse 8
1060 Wien
1. Stock
Kunst und Intervention I Konzept

Ein Vortrag von Claudia Hirtenfelder im Rahmen der Lectures for Future, veranstaltet von Kunst und Intervention | Konzept.

Während Gesetze, politische Maßnahmen und gesellschaftliche Normen häufig als einschränkend wahrgenommen werden, können sie auch als etwas verstanden werden, das Möglichkeiten schafft. Diese Möglichkeiten eröffnen nicht nur Chancen, Ausschlüsse und Frustrationen für Menschen, sondern prägen auch das Leben von Tieren in der Stadt.

Ob und inwieweit urbane Infrastrukturen geschaffen werden, um Tiere in der Stadt zu unterstützen oder ihnen das Leben zu erschweren, hängt maßgeblich davon ab, wie Tiere in politischen Regelwerken definiert und in gesellschaftlichen Vorstellungen positioniert werden. So werden Tiere in der Stadtpolitik im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung und Gesundheit auf unterschiedliche Weise als Probleme oder Lösungen verstanden. In einigen Städten gelten Tiere wie Fledermäuse und streunende Hunde als Überträger von Krankheiten, deren Populationen reguliert und kontrolliert werden müssen, um die öffentliche Gesundheit zu schützen. In anderen Städten wiederum werden Tiere wie Muscheln und Bienen als naturbasierte Lösungen verstanden, die dazu beitragen können, die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern.

Der Vortrag untersucht, welche Möglichkeiten und Ausschlüsse für Tiere als gesellschaftliche und politische Subjekte entstehen, wenn sie in der Stadtpolitik und im urbanen Design als Lösungen oder Probleme konstituiert werden. Darüber hinaus geht er der Frage nach, wie die Positionierung von Tieren als urbane Subjekte und die Praxis eines tierunterstützten Designs zu inklusiveren multispeziesbezogenen Vorstellungen beitragen können. Diese könnten wiederum die Entwicklung jener konzeptionellen und materiellen Infrastrukturen fördern, die notwendig sind, um gerechtere und hoffnungsvollere Zukünfte zu gestalten.

Die Vorlesung wird auf Englisch gehalten.