Beyond the Aesthetics of Collapse: Artistic Practices in Times of Emergency
Ein Vortrag mit anschließendem Gespräch mit Daphne Dragona, Stipendiatin am Weibel Institut für digitale Kulturen. Das Weibel Institut für digitale Kulturen der Universität für angewandte Kunst und der neue Forschungscluster | Digitale Kulturen der Akademie der bildenden Künste Wien laden gemeinsam herzlich ein.
Wie wird die aktuelle systemische Krise wahrgenommen, und welche Rolle spielen algorithmisch generierte Bilder und die Kultur der Unmittelbarkeit bei der Formung dieser Wahrnehmung? Angesichts der technologischen Überwachung der Natur, der Degradierung computergestützter Modelle und der Erschöpfung natürlicher Ressourcen wird deutlich, dass zeitgenössische Medien tief in die Krisen verstrickt sind, die sie zu kommunizieren versuchen. Ausgehend von aktuellen künstlerischen und kuratorischen Projekten untersucht dieser Vortrag, wie und wann zeitgenössische Kunst über die bloße Darstellung oder Ästhetisierung von Katastrophen hinausgeht. Gleichzeitig beleuchtet er die Rolle von Vermittlung, kritischer Reflexion und der Anerkennung von Komplexität im Verständnis des systemischen Kollaps. Der Vortrag begreift künstlerische und kuratorische Praktiken als affektive Infrastrukturen, durch die die Zukunft neu verhandelt werden kann.