Neue Professorin für Kunst und Bild I Figuration ab 1.10.: Ulrike Müller
Wir heißen Ulrike Müller (Univ.prof. § 98 für Kunst und Bild I Figuration am Institut für bildende Kunst) herzlich an der Akademie der bildenden Künste Wien willkommen!
Mit ihrem erweiterten Malereibegriff mobilisiert Ulrike Müller ein Vokabular aus Farbe und Form, das politisch und emotional aufgeladen ist und zu figurativen Lesarten anregt. Immer wieder geht es um offene Bildkonstrukte und um die Suche nach Körpern und Gestalten, die sich normativen Vorstellungen und festlegenden Zuordnungen widersetzen. Neben Bildern in Glasemaille auf Stahl produziert Müller auch Wandbilder, Druckgrafiken, Textilien und Publikationen.
Von 2008 bis 2021 unterrichtete Ulrike Müller an Kunsthochschulen und Universitäten in den USA, unter anderem der Cooper Union for the Advancement of Science and Art (New York), der Yale University (Connecticut) und zuletzt am Bard MFA - Milton Avery Graduate School of the Arts (New York), wo sie den Fachbereich Malerei als Co-Chair leitete und mitgestaltete. Ihr pädagogischer Ansatz zielt darauf ab, fundierte Grundlagen eines kritischen Malereidiskurses zu vermitteln und Studierende im Rahmen ihrer je eigenen Interessen zu ermächtigen.
Ulrike Müller studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und am Whitney Independent Study Program in New York. Sie war Mitherausgeberin der queer-feministischen Zeitschrift LTTR und organisierte das Zeichnungsprojekt Herstory Inventory. 100 feministische Zeichnungen von 100 Künstler*innen. Ihr Interesse an Archiven und Sammlungen führte zu kuratorischen Projekten, wie etwa Das Tier in Dir. Kreaturen in (und außerhalb) der mumok Sammlung, einer Auseinandersetzung mit der Anwesenheit und Rolle von Tieren im Museum (Wien, 2022-23).
Müllers Arbeiten wurden im Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (2015), in der Whitney Biennale (New York, 2017), der 57. Carnegie International (Pittsburgh, 2018), in der internationalen Ausstellung der 58. Venedig Biennale (2019), im Los Angeles County Museum of Art (2023) und im Ludwigforum Aachen (2023-24) gezeigt. Sie sind in zahlreichen Sammlungen vertreten, unter anderem im Museum of Modern Art in New York.