Daisy and Heather discuss race: Curating Feminist Friendship
Vortrag von Dr Natalie King OAM, organisiert vom Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften sowie vom Institut für das künstlerische Lehramt.
Wie können wir als kuratorische Partner_innen wechselseitige Abhängigkeiten mit Künstler_innen der First Nations aufbauen? Welche Rolle spielen Fürsorge und die gemeinsame Begleitung von Kurator_innen und Künstler_innen? Können Zusammengehörigkeit und weibliche Freundschaft starre institutionelle Hierarchien überwinden, die in Museen, Biennalen und der Ausstellungspraxis verankert sind? Welche indigenen Erkenntnistheorien können wir einsetzen, um gemeinsam vom „Ich“ zum „Wir“ zu gelangen?
Diese Präsentation konzentriert sich auf drei kuratorische Fallstudien zur Zusammenarbeit mit indigenen Künstler_innen: Tracey Moffatt im australischen Pavillon der 57. Biennale von Venedig, Destiny Deacon auf der Biennale von Sydney 2024 und der Sharjah Biennale 2023 sowie Natalies kürzlich erschienene Monografie „Do you believe in love?“ über Kaylene Whiskey, die in der abgelegenen Aborigine-Gemeinde Indulkana im APY-Gebiet lebt.
Dr. Natalie King OAM ist eine australische Kuratorin, Wissenschaftlerin, Autorin und ehemalige Enterprise Professorin für Bildende Kunst an der Universität Melbourne, Australien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Versammlungen verschiedener Spezies, Feminismus und indigene Kulturen aus dem Globalen Süden und dem Himalaya. Sie kuratierte drei nationale Pavillons auf der Biennale von Venedig: Maria Madeira: Kiss and Don’t Tell, den ersten Pavillon von Timor-Leste auf der 60. Biennale von Venedig 2024; Yuki Kihara: Paradise Camp, Aotearoa Neuseeland auf der 59. Biennale von Venedig 2022 und im Powerhouse Museum, Sydney 2023, die erste Ausstellung einer Transgender-Künstlerin aus Samoa; und Tracey Moffatt: My Horizon, australischer Pavillon, die 57. Biennale von Venedig 2017, die erste Einzelausstellung einer indigenen Künstlerin.
Sie ist Mitglied des Forschungsclusters für Ökologische Kunst am NICHE: Zentrum für Umweltgeisteswissenschaften der Universität Ca’ Foscari in Venedig, mit dem sie unter anderem die Symposien „Gegen den Strom schwimmen“ und „Meer, Boden und Solidarität“ für die 59. und 60. Biennale von Venedig hielt. King ist Präsidentin der AICA-Australia (Internationaler Verband der Kunstkritiker, Paris) und hat zu zahlreichen Publikationen beigetragen, darunter Phaidon Books, Flash Art International, LEAP, Ocula und Art + Australia.