Screening Beautiful and Neat Room
Filmscreening Beautiful and Neat Room von Maria Petschnig, als Teil der Ausstellung Schwelle, im großen Saal im Topkino Wien mit anschließenden Gespräch mit der Künstlerin.
Beautiful and Neat Room, AT, US, 118 MIN, 2025
Der episodisch angelegte Spielfilm, der fast ausschließlich in der Enge einer Wohnung in Brooklyn spielt, erzählt von einer eigenwilligen jungen Frau die, um als Künstlerin in New York (über)leben und sich ihre Wohnung leisten zu können – ihr Gästezimmer untervermietet. Mit MitbewohnerInnen, die jeweils im Abstand von einigen Wochen oder Monaten wechseln, macht die Protagonistin Marie im Laufe der Zeit unerwartete, bittere Erfahrungen, in denen ihre eigenen Wertvorstellungen hinterfragt werden. Vertrauen, Respekt, und Grenzen der Privatsphäre werden auf die Probe gestellt.
Eine beißend-absurde Komödie über das Überleben in der Großstadt, wirtschaftliche Prekarität, und die Kunst, den Alltag mit Fremden zu meistern.
Mehr Information zum Film unter: https://beautifulandneatroom.com
Maria Petschnig *1977 in Klagenfurt, lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien, am Royal College of Art, London, und an der Wimbledon School of Art, London und arbeitet als Künstlerin und Filmemacherin. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit den Themen Erinnerung, Voyeurismus und Intimität auseinander und nutzt dafür unterschiedliche Medien wie Videokunst, experimentellen Film und Spielfilm. Ihre oft psychologisch aufgeladenen und bewusst irritierenden Werke hinterfragen Machtverhältnisse und die Rolle des Publikums als Beobachter. Petschnigs Arbeiten wurden international ausgestellt, unter anderem im MoMA PS1, beim International Film Festival Rotterdam und in den Anthology Film Archives in New York, und von renommierten Medien wie The New York Times, Artforum und Art in America besprochen. 2021 erschien ihr erster Dokumentarfilm Uncomfortably Comfortable, der das Leben eines obdachlosen Mannes in New York begleitet. Der Film feierte bei der Duisburger Filmwoche Premiere und wurde mit dem ARTE-Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet. Ihr Spielfilm Beautiful and Neat Room (2025), inspiriert von ihren eigenen Erfahrungen mit über 60 Mitbewohner_innen, gewann den Grand Prix beim Split Film Festival. Wie sie der New York Times erzählte, war das Zusammenleben „eine Möglichkeit, als Künstlerin in New York zu überleben.“