Improvisation for Contacters
3-tägiger Body-Practice Workshop mit Jurij Konjar (Slovenischer Tänzer). Organisiert vom FWF-Projekt „Die Performance der Kritik: KI, körperliche Intelligenz und posthumanistische Ästhetik“ (Leitung: Lisa Moravec, Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften), in Zusammenarbeit mit dem Tanzquartier Wien.
8. Mai
9-16h
Dschungel Bühne 3
9. Mai
10-17h
TQW, Studio 1
10. Mai
9-16h
Dschungel, Bühne 2
Wir verlieren uns im Tanz, und das gefällt uns. Sich zu verlieren kann eine Pause vom Planen, Kontrollieren, und Wollen sein. Sich zu verlieren kann eine Pause von der Verantwortung sein, man selbst zu sein. Also hören wir auf, vorauszuplanen und werden verfügbar. Verfügbar – aber wofür eigentlich? Jemand oder etwas nimmt dort wahr und reagiert, wo ich zu einer verfügbaren Beobachter*in werde. Diese ist nicht ganz ich, und doch bin ich auch nicht ausgeschlossen.
Was sind das für Prozesse, die man in Aktion beobachten kann? Wie kann ich diese, während ich zugleich ihr Medium bin, noch aus einer (anderen) Perspektive bemerken? Wenn ich sie einmal bemerke, kann ich sie vielleicht umlenken? Aufrechterhalten? Sie so lange weiterführen, wie weit sie gehen wollen? Indem ich sie in einem verbalen Austausch benenne – wie kann ich sie mit meinen Partner*innen teilen? Wie kann dieser Dialog eine „Proposition in Form einer Frage bleiben, die täglich beantwortet werden will“, die an der Wurzel der ursprünglichen Idee von Contact Improvisation liegt?
Jurij Konjar ist ein slowenischer Tänzer, Improvisator, Choreograf und Lehrer. Er studierte Tanz an der PARTS in Brüssel und später unter anderem bei Steve Paxton und Lisa Nelson. Sein Unterricht umfasst Elemente der Improvisation und des Komponierens, die Tuning Scores von Lisa Nelson, Material for the Spine von Steve Paxton und Kontaktimprovisation. Jurij ist Teil der weltweiten Kontaktimprovisations-Community und Mitbegründer des nomadischen Arbeitsraums Habitat. Weitere Informationen finden Sie unter www.jurijkonjar.com
Die Eignung der Teilnehmenden für diese Arbeit hängt weniger von ihren Vorkenntnissen ab als vielmehr von ihrer Konzentrationsfähigkeit, Lernbereitschaft und der Fähigkeit, andere Teilnehmende zu unterstützen. Auch Nicht-Tänzer_innen sind willkommen, solange sie nicht aufgeben. Am zweiten Tag sind spontane Teilnahmen erwünscht, es sei denn, die Teilnehmenden kommen vorbereitet; am dritten Tag sind ebenfalls keine spontanen Anmeldungen möglich.
Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahl, bitten wir Interessierte uns eine E-Mail mit 2–3 Sätzen zu senden, in der die Motivation für die Teilnahme kurz erläutert wird.
Kosten: 150€