Improvisation for Contacters
3-tägiger Body-Practice Workshop mit Jurij Konjar (Slovenischer Tänzer). Organisiert vom FWF-Projekt „Die Performance der Kritik: KI, körperliche Intelligenz und posthumanistische Ästhetik“ (Leitung: Lisa Moravec, Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften), in Zusammenarbeit mit dem Tanzquartier Wien.
8. Mai
9-15h
Dschungel Bühne 3
9. Mai
10-17h
TQW, Studio 1
10. Mai
9-15h
Dschungel, Bühne 2
Wir verlieren uns im Tanz, und das gefällt uns. Sich zu verlieren kann eine Pause vom Planen, Kontrollieren, und Wollen sein. Sich zu verlieren kann eine Pause von der Verantwortung sein, man selbst zu sein. Also hören wir auf, vorauszuplanen und werden verfügbar. Verfügbar – aber wofür eigentlich? Jemand oder etwas nimmt dort wahr und reagiert, wo ich zu einer verfügbaren Beobachter*in werde. Diese ist nicht ganz ich, und doch bin ich auch nicht ausgeschlossen.
Was sind das für Prozesse, die man in Aktion beobachten kann? Wie kann ich diese, während ich zugleich ihr Medium bin, noch aus einer (anderen) Perspektive bemerken? Wenn ich sie einmal bemerke, kann ich sie vielleicht umlenken? Aufrechterhalten? Sie so lange weiterführen, wie weit sie gehen wollen? Indem ich sie in einem verbalen Austausch benenne – wie kann ich sie mit meinen Partner*innen teilen? Wie kann dieser Dialog eine „Proposition in Form einer Frage bleiben, die täglich beantwortet werden will“, die an der Wurzel der ursprünglichen Idee von Contact Improvisation liegt?