Technologies of Abstract Experience
Workshop mit Prof. Adam Nocek und Prof. Stacey Moran, Arizona State University. Organisiert vom FWF-Projekt „Die Performance der Kritik: KI, körperliche Intelligenz und posthumanistische Ästhetik“ (Leitung: Lisa Moravec), mit Noit Banai (Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften) und Christina Jauernik (IKA), in Zusammenarbeit mit dem Tanzquartier Wien.
Dieser Workshop untersucht, wie Technologien der Abstraktion in vielfältigen Bereichen zeitgenössischer Erfahrung und Praxis funktionieren. Anstatt Abstraktion lediglich als reduktive Logik der technowissenschaftlichen Moderne zu betrachten, hinterfragen wir, wie die Technizitäten der Abstraktion auch eine grundlegende Rolle in der Produktion von gelebter und verkörperter Erfahrung spielen – oder mit anderen Worten gesagt: Erfahrung ist bereits abstrakt. Ausgehend von verschiedenen theoretischen Rahmen (Prozessphilosophie, STS, feministische Wissenschaftsepistemologien) und zeitgenössischen Praktiken (Design, Performance, Medienkunst, und Informatik) lädt diese Session die Teilnehmenden dazu ein, mit verschiedenen Möglichkeiten zu experimentieren, um die Notwendigkeit von Abstraktion zu denken und fühlen. Dabei werden wir erörtern, warum es uns obliegt, dafür zu sorgen, dass Erfahrung abstrakter, anstatt weniger abstrakt ist.
Adam Nocek ist Associate Professor (Philosophy of Science and Technology) und Gründungsdirektor des Centers for Philosophical Technologies an der Arizona State University. Zu seinen zahlreichen Publikationen im Bereich der Philosophie der Biologie, Informatik sowie des Designs und der Architektur zählen Molecular Capture (University of Minnesota Press), The Organism is A Theory (Koautor mit Giuseppe Longo, University of Minnesota Press), und Abstract Design: A Philosophy of Design in the Age of Artificial Intelligence (erscheint demnächst). Nocek ist außerdem Mitbegründer und Direktor der School of Materialist Research.
Stacey Moran ist Assistenzprofessorin am Herberger Institute for Design and the Arts an der Arizona State University. Ihre Arbeit bewegt sich an den Schnittstellen von Technowissenschaftsrhetorik, Kunst- und Designwissenschaften sowie kritischer Pädagogik. Ihr aktuelles Buchprojekt unternimmt eine rhetorische Analyse von Karen Barad, um zu zeigen, wie Schreiben, Metapher, und konzeptuelle Form nicht sekundär zur Wissensproduktion, sondern integrale Bestandteile der transdisziplinären Materialisierung von Gedanken sind. Moran ist Direktorin der Applied Theory Initiative am ASU Humanities Institute, welche verschiedene Arten erforscht, wie Theorie in der Welt auftaucht; Herausgeberin des Journals Techniques, einer experimentellen Publikation, die künstlerische Arbeiten neben kritischer theoretischer Analyse präsentiert, um interdisziplinäre Diskussionen zu fördern; Leiterin einer Design-Sommerschule in den Niederlanden; und Mitarbeiterin des Summer Institute for Advanced Design Practices der School of Materialist Research.
Call for Participation
Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahl, bitten wir Interessierte uns eine E-Mail mit 2–3 Sätzen zu senden, in der die Motivation für die Teilnahme kurz erläutert wird: l.moravec@akbild.ac.at