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Kunsthalle Wien Preis 2026 geht an Lotti Brockmann und Valentino Skarwan

Lotti Brockmann (Akademie der bildenden Künste Wien) und Valentino Skarwan (Universität für angewandte Kunst Wien) werden in einer gemeinsamen Ausstellung im Dezember 2026 in der Kunsthalle Wien Karlsplatz präsentiert. Wir gratulieren beiden sehr herzlich!

Der Kunsthalle Wien Preis hat das Ziel, aufstrebende Künstler_innen, die in Wien leben und arbeiten, zu unterstützen und den Diskurs über zeitgenössische Kunst im Rahmen einer jährlichen Zusammenarbeit mit den beiden Wiener Kunstuniversitäten zu fördern. Der gemeinsam von der Kunsthalle Wien, der Akademie der bildenden Künste Wien und der Universität für angewandte Kunst Wien vergebene Preis wird von einer Expert_innenjury an jeweils eine_n Absolvent_in der beiden Kunstuniversitäten verliehen. Ziel des bereits zum 23. Mal vergebenen Preises ist es, Absolvent_innen kurz nach dem Abschluss zu unterstützen, ihre Arbeiten einem breiten Publikum zu präsentieren und so eine Brücke zwischen dem Studium und ihrer professionellen künstlerischen Laufbahn zu schlagen. Die beiden ausgewählten Künstler_innen erhalten eine Ausstellung in der Kunsthalle samt Publikation sowie ein Preisgeld von je € 3.000, gefördert von Kunsttrans und smc Steirer Mika & Comp.

Lotti Brockmann (geb. 1995, Cuxhaven, Deutschland) studierte Kunst und Raum | Raumstrategien und Skulptur an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie hatte bereits Ausstellungen im Austrian Cultural Forum, London (2026); das weisse haus, Wien; Burg Galerie im Volkspark, Halle (Saale); Austrian Cultural Forum, Prag; Kunsthalle Wilhelmshaven (alle 2025); Austrian Cultural Forum, Budapest (2024) und Kunsthalle Exnergasse, Wien (2022). Brockmann
lebt und arbeitet in Wien.
Sie wurde für ihre Performance und Installation Ten Agents of Deterioration (2026) mit dem Kunsthalle Wien Preis ausgezeichnet. Geleitet von der These „Form follows conditions“ versteht die Arbeit Form nicht als feststehend, sondern als etwas, das bedingt wird durch die klimatischen, körperlichen, technischen, ökonomischen und institutionellen Bedingungen ihrer Produktion. In der Arbeit messen die Performer_innen kontinuierlich Luftfeuchtigkeit und Temperatur mithilfe analoger und digitaler Ablesegeräte sowie anhand ihrer eigenen körperlichen Wahrnehmung. Diese Messungen dienen als Grundlage für choreografierte Bewegungen, die aus dem Cheerleading-Hintergrund der Künstlerin stammen. Besucher_innen, Wetter, Zeit, Materialien und die Bedürfnisse der Performer_innen selbst bestimmen dabei fortwährend die Gestaltung der Arbeit. Im Raum verteilte Texte vermitteln einen Einblick in die Produktionsbedingungen – persönliche, wirtschaftliche, institutionelle und emotionale – sowie in die Infrastrukturen, die das Werk erst möglich machen.

Stimmen zum Kunsthalle Wien Preis 2026

Michelle Cotton, Artistic Director, Kunsthalle Wien:
„Der Kunsthalle Wien Preis ist eine wichtige Plattform, die jungen Künstler_innen in Wien die Möglichkeit bietet, ihre erste institutionelle Einzelausstellung und Publikation zu realisieren. Er hebt auch die dynamische junge Szene Wiens hervor und unterstreicht gleichzeitig die zentrale Rolle, die die Akademie der bildenden Künste Wien und die Universität für angewandte Kunst Wien im zeitgenössischen Kunstdiskurs der Stadt spielen. Die Jury hat in diesem Jahr herausragende Präsentationen gesehen, die die Energie, den Intellekt und die Dynamik widerspiegeln, die so viele Künstler_innen dazu bewegen, in Wien zu studieren, zu leben und zu arbeiten. Sie entschied sich einstimmig für die Performance- und Installationsarbeiten von Lotti Brockmann und Valentino Skarwan. Wir arbeiten nun intensiv an der Vorbereitung ihrer Ausstellung im Dezember.“

Johan F. Hartle, Rektor, Akademie der bildenden Künste Wien:
„Die Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Wien zählt für die Akademie zu den wichtigsten Kooperationen. Diese besondere Auszeichnung, der Kunsthalle Wien Preis, ermöglicht Absolvent_innen eine einzigartige Ausstellungsmöglichkeit im Zentrum Wiens. Mit Lotti Brockmann wurde in diesem Jahr eine Absolventin ausgewählt, die mit vielfältigen Medien die Kontexte und Bedingungen künstlerischer Arbeit reflektiert. Ihre performativen, skulpturalen und installativen Arbeiten beschäftigen sich mit der Vergänglichkeit von Materialien und mit fragilen künstlerischen Infrastrukturen. Dabei stellt ihre institutionstheoretische Perspektive Fragen nach Strategien der Kanonisierung, nach klimatischen Veränderungen sowie nach Maßeinheiten und Kriterien, die im künstlerischen Feld Orientierung bieten. Die Akademie gratuliert Lotti Brockmann herzlich und dankt der Kunsthalle und der Jury für ihr Engagement!“

Ausstellung:
Kunsthalle Wien Preis 2026: Lotti Brockmann und Valentino Skarwan
3. Dezember 2026–7. Februar 2027
Kunsthalle Wien Karlsplatz
Ausstellungseröffnung: 2. Dezember 2026, 19 Uhr