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Drawing Down The Moon: Eine filmische Erkundung schamanischer Praktiken in Europa

Projektleitung:
Pamela Breda (IBK)

Projektdauer:
3 Jahre 1 Monat

Gefördert von:
FWF | Elise Richter PEEK (10.55776/RIC9676524)

FWF | Elise Richter PEEK-Fellow
Pamela Breda, Institut für bildende Kunst
Projektlaufzeit: 1.3.2026 – 31.3.2029

In einer Gegenwart, die zunehmend von Globalisierung und kultureller Homogenisierung geprägt ist, besteht der Schamanismus als eine der ältesten spirituellen Traditionen der Menschheit fort. Neuere anthropologische Forschungen haben seine Bedeutung erneut hervorgehoben und ihn als ein zentrales Bezugsfeld für die Untersuchung von Alterität und Pluralismus identifiziert, insbesondere im Hinblick auf die Neubewertung der Beziehungen zwischen Menschlichem und Nicht-Menschlichem. Trotz dieser wissenschaftlichen Wiederentdeckung sind schamanische Praktiken weiterhin gefährdet – bedroht durch Prozesse globaler Integration, durch Fehlinterpretationen und vereinfachende Darstellungen.

Vor diesem Hintergrund schlage ich die Entwicklung eines originellen, filmischen Forschungsprojekts vor, das unterrepräsentierten schamanischen Praktiken in Europa eine Stimme verleiht. Ziel ist es, den Schamanismus kritisch als vermittelndes Paradigma zu untersuchen, das alternative Perspektiven auf vorherrschende anthropozentrische Sichtweisen im Zeitalter des Anthropozän eröffnen kann. Durch künstlerische Arbeiten soll neues Wissen generiert sowie ein vertieftes Bewusstsein und eine gestärkte Resilienz im Hinblick auf schamanische Praktiken gefördert werden, die sowohl individuelle als auch kollektive Identitäten prägen.

Durch die Überschreitung disziplinärer Grenzen und die Auflösung konventioneller Trennlinien zwischen Film, Anthropologie und sensorieller Ethnografie wird die Forschung ein neues Verständnis schamanischer Weltanschauungen ermöglichen und zugleich unterrepräsentierten Individuen und Gemeinschaften Gehör verschaffen. Die Forschungsergebnisse werden eine Trilogie experimenteller Filme (konzipiert als Mehrkanalinstallation), eine Reihe wissenschaftlicher Essays sowie eine begleitende Publikation umfassen. Die Dissemination erfolgt über eine vielfältige Outreach-Strategie, darunter digitale und gedruckte Medien, Ausstellungen, Filmvorführungen, Vorträge und Seminare.