PLANT PLANT and Other Works, or to be made up of the Earth is not necessarily easy
Screening des Films Plant Plant, 2021 und anschließender Artist Talk mit Katrin Hornek als Teil der Ausstellung In the Fold of the Sack zu sehen in Exhibit Galerie und Exhibit Studio.
Die Arbeiten von Katrin Hornek beschäftigen sich spielerisch mit den seltsamen Paradoxien und Konvergenzen des Lebens im Zeitalter des Anthropozäns, jener neuen geologischen Epoche, in der sich die Auswirkungen des Kapitalismus, des Kolonialismus und der Ausbeutung in die Stofflichkeit der Erde einschreiben. Sowohl ihre künstlerische als auch ihre kuratorische Praxis fordern ein Verständnis der Verflechtung von Natur und Kultur, die implizit für komplexere Formulierungen argumentiert - in der Art und Weise wie unsere Körper, Kulturen, Materialien und Gedanken alle wechselseitig aus den anderen Kreaturen und Gesteinen und Luft und Wasser zusammengesetzt sind, die unsere Welt ausmachen. Hornek beleuchtet diese, oftmals unangenehmen Gegenüberstellungen zwischen den Dingen und die Art und Weise, wie wir von zeitgenössischer Politik und Materialität konstituiert und beherrscht sind.
Wie das Projekt Plant Plant zeigt, ist es nicht unbedingt einfach aus der Erde zu bestehen. Das chemische Element Stickstoff wird als Prisma genutzt, um die Geschichte der Düngemittelproduktion mit ihren unmittelbaren und planetarischen Verflechtungen zu betrachten. „Wir schicken diese Düngemittel los. Aus der Atmosphäre in die Fabriken. Aus den Fabriken auf die Felder. Vom Boden in die Pflanzen. Von den Pflanzen in die menschlichen Körper. In die Körper der Nutztiere... So werden alle Proteine geschaffen, alle Hormone, die DNA für die Weltbevölkerungen. “, erzählt die Stimme im Film. Durch die Entscheidung, sowohl aus einer molekularen Perspektive als auch aus der des Bodens heraus zu erzählen, wird die ansonsten unsichtbare Reziprozität und Kontinuität zwischen menschlichen, landschaftlichen, tierischen und technischen Körpern fassbar.
In ihrem Vortrag geht sie von Plant Plant, 2021 aus, um ihre breite Arbeitspraxis zu untersuchen, indem sie Materialflüsse, zirkulierende Diskurse und Umweltveränderungen, zu denen alle lebenden und toten Körper zählen, nachzeichnet.
Katrin Hornek (1983*) lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte Performative Kunst und Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien und der Royal Danish Academy of Fine Arts. Ihre Arbeit beschäftigt sich spielerisch mit den seltsamen Paradoxien und Konvergenzen des Lebens im Zeitalter des Anthropozäns, jener neuen geologischen Epoche, in der sich die Auswirkungen des Kapitalismus und der Ausbeutung in die Stofflicheit der Erde einschreiben. Sowohl ihre künstlerische als auch ihre kuratorische Praxis fordern ein Verständnis der Verflechtung von Natur und KulturSowohl ihre künstlerische als auch ihre kuratorische Praxis fordern ein Verständnis der Verflechtung von Natur und Kultur – zuletzt im Belvedere 21 (AT, 2025), secession (AT, 2024), ar/ge Kunst (IT, 2021), Kunstraum Lakeside (AT, 2021), Riga Biennale (LV, 2020) und I: project space, Beijing (CN,2018). Sie unterrichtet an der Universität für Angewandte Kunst Wien (Abteilung Ortsbezogene Kunst) und ist Mitglieder der interdisziplinären Recherchegruppe The Anthropocene Commons.
Outstanding Artist Award 2025, Msgr. Otto Mauer Award 2021, Studioprogram, Federal Ministry for Arts (2020-2026), Staatsstipendium für bildende Kunst 2017, Theodor Körner Award 2013, Artist Award, Lower Austria 2012.