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In the Fold of the Sack

Datum
Termin Label
Ausstellung
Organisationseinheiten
Exhibit Galerie
Ort, Adresse (1)
Schillerplatz 3, OG1
Ort, PLZ und/oder Ort (1)
1010 Wien

Eröffnung: 12.3.2026, 18 h

Die Ausstellung In the Fold of the Sack, kuratiert von Yein Lee, untersucht Materialität als eine sich verschiebende Falte, in der Bedeutung, Zirkulation und Transformation sichtbar werden.

Sie schlägt einen kritischen Rahmen vor, in dem Materialien nicht bloß als Substrate künstlerischer Produktion verstanden werden, sondern als Akteure, die in Systeme eingebettet sind und in Beziehung zu den Körpern, Erinnerungen und Positionalitäten der Künstler_innen stehen.

Materialien sind niemals inaktiv. Sie tragen die Spuren von Arbeit, sozialen Hierarchien, Geschlechternormativität, Umweltzerstörung und geopolitischem Ungleichgewicht in sich, die alle eingewoben sind in den fortlaufenden Akt des Machens. In dieser Ausstellung reagieren Künstler_innen auf diese vielschichtigen Geschichten der Materie. Die kollektiven Erinnerungen sind in sie eingefaltet, während sich die Bedeutungen durch ihre Körper verschieben und in der Erinnerung nachhallen.

Die Ausstellung zeigt Kunstwerke, in denen Materialien sowohl als Metapher, als auch als Kritik fungieren und dabei die Grenzen zwischen Objekt und System, Oberfläche und Substrat, Inhalt und Materie verwischen. Anstatt Knappheit zu ästhetisieren, richten sich die Arbeiten der Ausstellung auf die Bedingungen, die sie hervorbringen: neoliberale Logiken, globale Lieferketten und die sich wandelnden Wertvorstellungen, die sowohl Materialien als auch Leben prägen. Damit unterstreicht die Ausstellung, wie Materialität untrennbar mit den Systemen verbunden ist, in denen sie existiert, und macht die Verflechtungen sichtbar, die sowohl den Prozess als auch die Bedeutung prägen

Skulptur, Malerei, Installation, Video, Performance und Assemblage umspannend, lädt die Ausstellung die Besucher_innen zu einem vielschichtigen Austausch über materielles Geschichtenerzählen ein – wie Geschichten durch die Materie und die Gesten der Körper der Künstler_innen getragen, verdeckt oder wiederentdeckt werden. Materialität tritt nicht als passive Empfängerin von Bedeutung in Erscheinung, sondern als aktive Kraft bei deren Entstehung.

Die Ausstellung entfaltet sich in einer Reihe von Programmpunkten – darunter eine Performance, ein Workshop und eine Lesung – ergänzt durch ein Künstler_innengespräch sowie ein Screening. Auf diese Weise wird der Raum als Ort kollektiver Befragung und des Austauschs aktiviert.

Mit Beiträgen von: Christoph Conrad, Astrid Didion, Luiza Furtado, JH Gim, Julia S. Goodman, Birke Gorm, Abigail Hauwede, Theresa Katharina Horlacher, Yixuan Hu, Hwajung Kim, Julia Kronberger, Alexander Krisa, Irina Lotarevich, Minh Phương Nguyễn, Ebba Sofie Olsson, Anna Pöll, Mara Printz, Michael Reindel, Sanne Luna Scheepmaker, Leon C. Scheiblich, JeeHyun-Elizabeth Son, Younès Ben Slimane, Neda Tabrizi, Lucía Ugena, Zoe Jackson, Cornelis Wuisman Jørgensen, Duannaiyu Wang, Rita Barbro Wilcke und Jiaxi Yang

Kuratorin: Yein Lee

Öffnungszeiten:
Di–So 10–18 h
montags und an Feiertagen geschlossen

Eintritt frei

Liste der Einträge