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Blended Intensive Programme (BIP) Mental Health in Higher Education an der Akademie der bildenden Künste

Das Blended Intensive Programme (BIP) „Mental Health in Higher Education“ im Rahmen des Erasmus+ Programms fand von 13. bis 17. April bereits zum zweiten Mal in Wien statt und brachte 22 Lehrende sowie Kolleginnen und Kollegen aus der Administration und Beratung zusammen, die im Hochschulbereich tätig sind. 

Die Teilnehmenden kamen aus zahlreichen europäischen Ländern, darunter Spanien, die Slowakei, Deutschland, die Niederlande, Bulgarien, Belgien, Rumänien, Norwegen, Estland, Frankreich und Italien, und repräsentierten verschiedene Partneruniversitäten. Besonders erfreulich war, dass drei Kolleginnen bereits zum zweiten Mal teilnahmen, was die nachhaltige Relevanz und Qualität des Programms unterstreicht.

Im Mittelpunkt des Seminars stand das Thema „Mental Health and Academia – Between art, identity and mental health “. Universitäten wurden dabei als Räume beschrieben, die einerseits intellektuelle Entwicklung, kreative Entfaltung und Identitätsbildung fördern, andererseits jedoch auch durch hohen Leistungsdruck, Unsicherheiten und psychosoziale Belastungen geprägt sind. Psychische Herausforderungen von Studierenden wurden als komplexe Phänomene beleuchtet, die spezifische Anforderungen an Beratung, Unterstützung und Kommunikation im Hochschulalltag stellen.

Das Programm behandelte eine Reihe zentraler Themenfelder. Dazu gehörten die Rolle von Kunst und Kreativität in der Identitätsentwicklung, Persönlichkeitsstörungen im studentischen Alltag, Substanzmissbrauch als Bewältigungsstrategie und Risikofaktor sowie psychotische Krisen und deren Intervention. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Neurodivergenz und den strukturellen Herausforderungen, die sich daraus für Hochschulen ergeben.

Ergänzend zum fachlichen Programm wurde großer Wert auf kulturellen Austausch und gemeinschaftliche Erlebnisse gelegt. So nahmen die Teilnehmenden an Stadtführungen durch Wien teil und erhielten Einblicke in die Akademie durch eine Akademieführung, Besuch der Glyptothek sowie der Gemäldegalerie, die zusätzliche Impulse im Spannungsfeld von Kunst, Identität und mentaler Gesundheit ermöglichten.

Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, ihr Verständnis für psychische Gesundheit im universitären Kontext zu vertiefen und ihre Kompetenzen im Umgang mit belasteten Studierenden auszubauen. Besonders hervorgehoben wurden die Entwicklung systematischer Gesprächsführungsstrategien sowie die Fähigkeit, professionelle Grenzen zu wahren. Der internationale Austausch ermöglichte zudem einen intensiven Vergleich institutioneller Rahmenbedingungen und bewährter Lösungsansätze.

Methodisch setzte das Seminar auf einen interaktiven Zugang mit offenen Diskussionen, Gruppenübungen, Rollenspielen und der gemeinsamen Arbeit an realen Fallbeispielen aus der Praxis der Teilnehmenden. Dieser praxisnahe Ansatz förderte nicht nur den Wissenstransfer, sondern auch die Vernetzung zwischen den Institutionen.

Insgesamt bot das BIP eine wertvolle Plattform für fachlichen Austausch, Reflexion und Weiterentwicklung im Bereich Mental Health im Hochschulkontext und leistete einen wichtigen Beitrag zur Stärkung professioneller Handlungskompetenzen in einem zunehmend relevanten Arbeitsfeld.