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Forschungscluster | Nachhaltigkeit in der Kunst

Der Forschungscluster | Nachhaltigkeit in der Kunst widmet sich der Rolle künstlerischer Aktivitäten in zeitgenössischen Transformationsprozessen. 

Das Neudenken von Phänomenen wie Konsum, Materialität, Logistik und Mobilität bildet vor dem Hintergrund der großen ökologischen Herausforderungen den inhaltlichen Schwerpunkt des Clusters. Darüber hinaus werden in experimentellen Entwicklungsansätzen zukünftige Erscheinungsformen der Kunst, die diesen definierten Produktionsparametern gerecht werden, mitgestaltet. In diesem größeren Kontext erforscht und entwickelt der Cluster zukunftsfähige Produktionsprozesse in der Kunst.

Der Forschungscluster | Nachhaltigkeit in der Kunst entwickelt, unterstützt und begleitet Forschungsanträge für kompetitive Drittmittel, Forschungsprojekte und praktische künstlerische Experimente und bringt dafür Künstler_innen und Forschende der Akademie zur strategischen Absprache zusammen („Round Table“). Dabei wird auf eine synergetische Vorgehensweise Wert gelegt, um die laufenden Forschungsagenden mit künstlerischen Aktivitäten in Einklang zu bringen. Die Synergie entsteht durch die Wechselwirkungen zwischen der Überprüfbarkeit der Forschungsergebnisse im künstlerischen Experiment und der rückbezüglichen Feedback-Situation der experimentellen Ergebnisse auf die wissenschaftlichen Methoden.

Zu diesem Zweck werden Netzwerke gebildet und Künstler_innen, Theoretiker_innen und Forscher_innen der Akademie mit Kolleg_innen aus anderen Kontexten vernetzt. Es werden Kooperationen angestoßen mit externen Partnerinstitutionen unterschiedlicher Formate (akademische Einrichtungen, Unternehmen, NPOs, NGOs, Stiftungen, Philanthrop_innen, Mäzen_innen und weiteren). Die Inhalte der bestehenden Forschungstätigkeiten sowie der künstlerischen Praxis die an der Akademie stattfinden, werden weiterentwickelt und vermittelt.

Der Forschungscluster | Nachhaltigkeit in der Kunst veranstaltet Panels, Vorträge, Workshops, Lehrveranstaltungen, sowie performative Interventionen.

April 2026

Aktuelle Themen- und Forschungsfelder für Anträge kompetitiver Drittmittel:

THE ART OF RE-USING

Eine Reduktion des Konsums ist zentral für die Schaffung einer nachhaltigen Lebensumwelt, da steigender Konsum direkt mit einer Zunahme klimaschädlicher Emissionen verbunden ist. THE ART OF RE-USING verfolgt das Ziel, sowohl material- und abfallreduzierte Produktionsmethoden in der Kunst zu erproben als auch Nachhaltigkeit inhaltlich zu reflektieren.

Partner_innen:
Adam Mickiewicz University, Poznań, Polen (Jacek Zydorowicz)
Haus der Kunst St. Josef, Solothurn, Schweiz (Reto Emch)

ARCHITEKTUR FÜR WOHNZIMMER DER GESELLSCHAFT

Der Einfluss künstlerischer Praxis auf politisches, ökologisches und soziales Handeln Jugendlicher macht die Schaffung offener Räume erforderlich, die als architektonische Interventionen in urbanen Ballungszentren wirksam werden. Solche Räume ermöglichen Erfahrungs- und Aushandlungsprozesse, in denen demokratische Prinzipien, Zugehörigkeit und Solidarität praktisch erprobt und gelebt werden können. Vor diesem Hintergrund entwickeln wir experimentelle Architektur für multifunktionale Orte des Gemeinsamen, die partizipativ und inklusiv entstehen.

Partner_innen:
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien - Österreich (Kooperation angefragt)
Stiftung FUTURZWEI, Berlin, Deutschland (Harald Welzer, Tobias Becker)
Ypsomed, Solothurn, Schweiz

PLAYGROUND URBAN MOBILITY

Urbane Mobilität kann als ein „Spiel“ im Spannungsfeld zwischen Lösungen wie „E-Bikes“ und hochtechnologischen Objekten, den „E-Armored“, neu gedacht werden. Im Zentrum steht dabei künstlerisches Denken und Handeln als methodischer Zugang zur Transformation urbaner Mobilitätssysteme, der alternative Perspektiven und experimentelle Ansätze eröffnet. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass individuelle Mobilität ein konstitutives Element im Alltag der Bewohner_innen bleiben wird und daher integrativ weiterentwickelt werden muss.

Lehrveranstaltung 

https://www.akbild.ac.at/de/universitaet/mitarbeiterinnen/B1F70209CAD40F14

Veranstaltungen

Fr, 24.4.2026
Ausstellung:
LANGE NACHT DER FORSCHUNG
Informationsveranstaltung & Präsentationen an der mdw
17–23 h
Campus der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

Mo, 27.4.2026
Buchpräsentation:
ZUKUNFTSMUTIG? SUPERINTELLIGENZ, KLIMAKRISE & DIE FREIHEIT DER KUNST
Buchpräsentation & Gespräch
Am Podium: Veronika Dirnhofer, Nikolaj Schulz, Christoph Thun-Hohenstein & Rainer Prohaska
19 h
Schillerplatz / Anatomiesaal
Akademie der bildenden Künste Wien

Mo, 11.5.–Mi, 13.5.2026
Platz nehmen #5: LET’S STICK WITH UNICORNS
Ästhetische Auswirkungen von Pflege, Aufräumen und Wiederverwendung
Ein Projekt von Transformationsgruppe Akbild, Forschungscluster Nachhaltigkeit in der Kunst und Akademie | Kunst | Öffentlichkeit in Kooperation mit der Klima Biennale Wien
Schillerplatz 

Mi, 20.5.2026 / 21.–31.5.2026
Vernissage zur Kunstausstellung:
WASTE IS A MYTH
Eine Kooperation des Cluster of Excellence Circular Bioengineering an der BOKU Wien und des Forschungsclusters | Nachhaltigkeit in der Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien
mit Studierenden und Absolvent_innen der Akademie
Vernissage: 20. Mai 2026 | 18:30–22 h
Ausstellung: 21.–31. Mai 2026
Kunst- und Kulturzentrum Semmelweisklinik, Hockegasse 37, Haus 4, 1180 Wien

Do 1.10.–Sa 3.10.2026
Symposium:
KUNST, KLIMA, FORSCHUNG
Präsentation, Panel & Ausstellung
täglich, 9 – 18 h
Campus der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

Mi 4.11.–Do 5.11.2026
Panel:
SALON°FUTUR 26
Vorträge & Gespräche
Moderation: Rainer Prohaska
Am Podium: n.n.
täglich 18– 21 h
Schillerplatz / Anatomiesaal
Akademie der bildenden Künste Wien

Veranstaltungen

  • Buchpräsentation: ZUKUNFTSMUTIG? SUPERINTELLIGENZ, KLIMAKRISE UND DIE FREIHEIT DER KUNST

    Aus Anlass des Erscheinens des Buches ZUKUNFTSMUTIG (Verlag Kremayr & Scheriau) von Christoph Thun-Hohenstein laden die Akademie der bildenden Künste Wien und deren Research Cluster | Sustainability in the Arts sowie die kulturelle Zukunftsplattform ReGenerativa zu einer Buchpräsentation und Podiumsdiskussion zum Thema Die Freiheit der Kunst im Spannungsfeld von Klimakrise und Künstlicher Superintelligenz.

    Buchpräsentation und Gespräch

    Schillerplatz/ Anatomiesaal

    Akademie

Über die Mitarbeiter_innen des Forschungscluster | Nachhaltigkeit in der Kunst

Dr.in phil. Dipl.-Rest.in (FH) Tanja Kimmel (sie/ihr) ist Diplom-Restauratorin und zertifizierte Nachhaltigkeitsmanagerin in Kultur, Bildung und Medien. Sie studierte die Konservierung und Restaurierung von Textilien und Lederobjekten an der Fachhochschule Köln (heute CICS, TH Köln) und war von 2004 bis 2015 am Kunsthistorischen Museum Wien tätig, zuletzt in der Kunst- und Schatzkammer. Als projektverantwortliche Restauratorin begleitete sie die Übersiedelung der Sammlungen des KHM-Museumsverbands in das neue Zentraldepot, für das sie anschließend sammlungsübergreifend verantwortlich war.

Seit 2015 leitet sie die Textilwerkstatt am Institut für Konservierung und Restaurierung der Universität für angewandte Kunst Wien. Seit 2025 ist sie Forschungskoordinatorin des Forschungsclusters Nachhaltigkeit in der Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien und initiiert und koordiniert dort transdisziplinäre Forschungs- und Lehrformate zur ökologischen Transformation der Künste.

In ihrem Doktorat in Philosophie (2024) entwickelte sie CO₂-Bilanzierung als konservatorisches Management-Tool für die ökologische Transformation von Museen und Depots. In Forschung und Lehre arbeitet sie zur Klimaverträglichkeit von Kunst und Kultur, insbesondere an der Schnittstelle von materieller Praxis, institutionellen Strukturen und ökologischer Verantwortung. Sie wirkte an der Weiterentwicklung des österreichischen THG-Klimarechners für Museen (BOKU Wien, im Auftrag des BMWKMS) mit.

Sie initiiert transdisziplinäre Projekte und Lehrformate an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Restaurierung. Ihr Seminar Climate Action, Now! Museen im (Klima-)Wandel im MA Expanded Museum Studies der Universität für angewandte Kunst Wien wurde mit dem PROFFORMANCE+ International Higher Education Teacher Award 2024/25 ausgezeichnet und in die Teaching Excellence Database sowie den Atlas der guten Lehre aufgenommen.

Ihre Publikationen und Vorträge fokussieren auf Nachhaltigkeit, präventive Konservierung und Betriebsökologie im Kunst- und Museumsbereich sowie auf „Green Skills“ und die Rolle von Hochschulen in Transformationsprozessen.

Seit 1. September 2025 leitet sie den Forschungscluster | Nachhaltigkeit in der Kunst gemeinsam mit Rainer Prohaska und ist in ihrer Rolle vor allem für die wissenschaftlichen und Forschungsagenden zuständig.

Rainer Prohaska (er/ihm) ist Künstler und Entrepreneur im Feld interdisziplinärer künstlerischer Projekte und Kunstinitiativen. Er wurde 1966 geboren und lebt und arbeitet in Wien sowie in Krems. Er studierte visuelle Medienkunst bei Karel Dudesek und Peter Weibel an der Universität für angewandte Kunst Wien sowie experimentelle visuelle Gestaltung an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz bei Herbert Lachmayer und Robert Pfaller.

Ein zentrales Feld seiner künstlerischen Tätigkeit sind Phänomene und Objekte des Alltags, die humorvoll und in adaptierter Form in den Kunstkontext integriert werden. Dabei spielen Ready-made-Techniken, Sampling, zeitgenössische Skulpturformen und eine Wiederbelebung der „Relational Aesthetics“ eine wesentliche Rolle.

Seit 1998 realisiert er Projekte, die sich künstlerisch mit Fragen der Ökologie und Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Dafür gründete er 2019 das FUTURAMA°LAB, das sich auf die Thematisierung von Transformationsprozessen in der Kunst konzentriert. Neben den inhaltlichen Aussagen der Werke zum ökologischen Wandel erforscht und entwickelt Prohaska zukunftsfähige Produktionsmethoden, die Konsum, Materialität, Logistik, Mobilität und menschliche Grundbedürfnisse neu denken. Darüber hinaus widmet er sich der experimentellen Erforschung zeitgenössischer Erscheinungsformen der Kunst, die diesen definierten Produktionsparametern gerecht werden. Im Jahr 2007 baute Prohaska erstmals ein Forschungsschiff für die Donau, mit dem über 40 Künstler*innen von Österreich bis zum Schwarzen Meer reisten. Das Artist & Scientist in Residence-Programm namens MS-FUSION findet seither jährlich im Donauraum und in anderen Binnengewässern statt.

Der Künstler war Gast bei internationalen Festivals wie dem Luminato Festival in Toronto, dem SIAF in Sapporo, steirischer herbst in Graz, dem Donaufestival in Krems und der Ars Electronica in Linz. In Wien wurden Werke unter anderem für die Albertina, das Künstlerhaus, das KUNST HAUS WIEN, das MAK, das MuseumsQuartier Wien, die Klimabiennale Wien und die Kunsthalle Wien realisiert. Eine Auswahl internationaler Beteiligungen und Einzelpositionen seit 2001 umfasst unter anderem die Eröffnung der 59. Biennale di Venezia, das Österreichische Kulturforum Rom, das Grazer Kulturjahr 2020, den 798 Art District in Beijing, das Himalaya Art Museum in Shanghai, das Hong Kong Museum of Fine Arts, die V. Moskau Biennale, das MOCAK in Krakau, das MAK Center Los Angeles, das Austrian Cultural Forum New York sowie die Transformer Station in Cleveland.

Rainer Prohaska hat die Idee eines Nachhaltigkeitsclusters an einer Universität seit 2016 gemeinsam mit internationalen Partner_innen vorbereitet und in Zusammenarbeit mit der Akademie der bildenden Künste Wien den Forschungscluster | Nachhaltigkeit in der Kunst konzipiert und im März 2025 gestartet.

Ausstellungen und Beteiligungen:

ART ENTREPRENEURSHIP Aktivitäten:

FUTURAMA°LAB

MS FUSION A.I.R.

Kontakt:
Forschungscluster | Nachhaltigkeit in der Kunst

Büro:
Kelsenstraße 2, 1030 Wien
2. Stock, Raum 2.23

Lehrveranstaltung:
Eschenbachgasse 11, 1010 Wien

sustainability.arts@akbild.ac.at

Dr.in phil. Dipl.-Rest.in Tanja Kimmel, Tel. +43 664 80 887 7170
(Montag, Dienstag, Freitag)
Mag. Rainer Prohaska, Tel. +43 664 80 887 7172